Kerosinversorgung: Wirtschaftsministerin Reiche streitet drohenden Kerosinmangel ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat die Gefahr eines drohenden Mangels an Flugbenzin abgestritten. Damit widersprach sie Bundeskanzler Friedrich Merz, der am Sonntag angekündigt hatte, den Nationalen Sicherheitsrat wegen des Kerosinmangels einzuberufen. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte Reiche, die Versorgungssicherheit in Deutschland sei gewährleistet.

Die vom Koalitionspartner SPD geforderte Übergewinnsteuer auf Mineralölkonzerne, die mit den hohen Benzinpreisen große Gewinne erzielten, hält Reiche nicht für sinnvoll. »Wenn ich Beteiligte in Berlin immer wieder über eine Übergewinnsteuer sprechen höre, treffen wir damit jene elf Raffinerien, die dafür sorgen, dass in Deutschland Kerosin, Benzin und Diesel vorhanden ist«, sagte Reiche vor einem Branchentreffen von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesverkehrsministerium mit Versorgern, Flughäfen, Airlines und Verbänden am Montag. Es sei wichtig, die Raffineriekapazitäten hochzuhalten.

Reiche hatte vorvergangene Woche die SPD-Vorschläge als »teuer, wirkungsschwach und verfassungrechtlich fragwürdig« bezeichnet, woraufhin Bundeskanzler Merz sich »befremdet« zeigte. Auf die Frage, ob Reiche noch gut mit ihren Kabinettskollegen zusammenarbeiten könne sagte sie: »Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen, mit dem Bundeskanzler sowieso, aber auch mit dem Bundesfinanzminister.«

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