Kein Frieden in Aussicht?: Iranisches Militär: USA verhandeln mit sich selbst

Kein Frieden in Aussicht?Iranisches Militär: USA verhandeln mit sich selbst

25.03.2026, 09:08 Uhr

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Es ist nicht ersichtlich, ob es wirklich produktive Gespräche zwischen den Kriegsparteien gibt. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die Darstellungen Washingtons und Teherans gehen derzeit stark auseinander. Während US-Präsident Trump von Friedensgesprächen erzählt und behauptet, dass die „andere Seite gerne einen Deal machen würde“, sind aus dem Iran ganz andere Töne zu hören.

Irans Militärführung hat Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt. „Eure (eigenen) Konflikte haben die Stufe erreicht, dass ihr mit euch selbst verhandelt“, sagte der Sprecher des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.

Medienberichten zufolge hat die US-Regierung der Führung in Teheran einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs unterbreitet. Pakistan habe den Vorschlag an den Iran weitergereicht, berichteten US-Medien wie das Portal „Axios“ und die „New York Times“. Der Plan verlangt der Führung in Teheran demnach große Zugeständnisse ab.

„Weder werdet ihr in der Region investieren können, noch werdet ihr die früheren Preise für Energie und Öl wiedersehen“, sagte der Militärsprecher. Die USA müssten akzeptieren, dass Irans Streitkräfte die Stabilität in der Region garantierten. Das „Vorgehen gegen das iranische Volk“ müsse aus den „verdorbenen Köpfen“ der Amerikaner verschwinden, sagte er. Man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren. „Weder jetzt noch irgendwann sonst.“

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in Washington gesagt: „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“. In die Verhandlungen seien auf US-Seite Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance involviert, sagte Trump. „Und die andere Seite, das kann ich Ihnen sagen, die würde gerne einen Deal machen.“

Quelle: ntv.de, rog/dpa

Source: n-tv.de