Karl Schlögel: Der Ostsüchtige

Den Raum kennt Karl Schlögel schon mal sehr gut, diese ehrwürdigste Location, die das geistige Deutschland zu bieten hat. Zweimal hat er dort vorn am Pult der Frankfurter Paulskirche die Laudatio zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gehalten, 2009 auf den italienischen Autor Claudio Magris, 2013 auf Swetlana Alexijewitsch, die belarussische Literatur-Nobelpreisträgerin. Am Sonntagvormittag tritt der Historiker jetzt selbst in den Reigen der internationalen Preisträger: Im weiten, schlichten Nachkriegsmoderne-Rund der Paulskirche erhält er den Friedenspreis, dessen Verleihung seit 1950 der traditionelle Höhepunkt der Frankfurter Buchmesse ist, ein jährliches Hochamt der Kulturnation, mit Bundespräsident in der ersten Reihe.

AutorBundespräsidentDeutschlandFrankfurter BuchmesseFriedenspreis des Deutschen BuchhandelsHistorikerKarlKulturlebenLiteraturSelbst