Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über mehrere Orte östlich von Aleppo übernommen. Die Regierungstruppen rückten in die Städte Deir Hafir und Maskana ein, nachdem die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in der Nacht ihren Rückzug angekündigt hatten.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Armee sei nun damit beschäftigt, die Lage zu sichern und Landminen zu räumen. Zuvor hatte das syrische Militär die Gebiete zu militärischen Sperrzonen erklärt und die SDF aufgefordert, sich auf die Ostseite des Euphrats zurückzuziehen.
Die SDF kritisierten das Vorgehen der Armee. Regierungstruppen seien in beide Orte eingedrungen, bevor der Abzug der kurdischen Kräfte abgeschlossen gewesen sei, teilten die SDF auf X mit. Sie warfen der Übergangsregierung vor, eine „äußerst gefährliche Situation mit möglicherweise ernsten Folgen“ geschaffen zu haben. In einem weiteren Statement gaben die SDF an, dass es in Maskana zu erneuten Kämpfen gekommen sei.
Hintergrund der Spannungen ist ein Streit über die Integration der bisher autonom geführten kurdischen Verwaltungen in die staatliche Ordnung. Die von Interimspräsident Ahmed al-Scharaa geführte Übergangsregierung wirft den SDF vor, Anhänger der gestürzten Assad-Regierung sowie Mitglieder der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK in ihren Reihen zu dulden. Die SDF weisen diese Vorwürfe zurück.
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