Jugendliche mit 528 Böllern erwischt – Seniorin stirbt nachher Explosion

Krawalle und Angriffe in deutschen Großstädten, die Debatte über das Böllerverbot oder Mega-Partys, die ins Guinness-Buch der Rekorde kommen – hier begleitet WELT den Jahreswechsel 2025/2026.

Alle Ereignisse rund um Silvester im Liveticker:

13:12 Uhr – Jugendliche mit 528 Böllern erwischt

525 Böller haben drei 15-Jährige in Garmisch-Partenkirchen in einer Sporttasche bei sich gehabt. Wie die Polizei mitteilte, sind die Feuerwerkskörper sämtlich erst ab 18 Jahren zulässig gewesen. Die Böller seien teils mit Spraydosen zu einer gefährlichen Kombination verbunden worden. Die Polizei übergab die Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten. Wer die Böller gekauft hat, müsse noch ermittelt werden, hieß es.

13:02 Uhr – Seniorin stirbt nach Wohnungsbrand

Eine 88-Jährige ist nach einem Brand in ihrer Wohnung in Würzburg im Krankenhaus gestorben. Die Polizei vermutet, dass eine Rakete ein Feuer auf dem Balkon auslöste, der von da auf die Wohnung übergriff.

Die Feuerwehr war kurz nach Mitternacht zu dem Brand im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgerückt. Als die Flammen gelöscht waren, stießen die Rettungskräfte in der Wohnung auf die bewusstlose Frau. Sie kam in eine Klinik, wo sie im Laufe der Nacht starb.

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Nach bisherigen Erkenntnissen der Brandermittler ist es wahrscheinlich, dass eine Rakete das Feuer auf dem Balkon verursachte. Zeugen hatten beobachtet, wie drei Menschen mit Feuerwerk hantiert hatten. Dabei soll mindestens eine Rakete auf den Balkon geflogen sein. Kurze Zeit später sei das Feuer ausgebrochen.

12:14 Uhr – Versuchtes Tötungsdelikt in Düsseldorfer Altstadt

In der Düsseldorfer Altstadt hat es am frühen Neujahrsmorgen ein versuchtes Tötungsdelikt gegeben. Einsatzkräfte trafen im Bereich des Bolker Sterns auf einen lebensgefährlich verletzten Mann und einen Haupttatverdächtigen mit der mutmaßlichen Tatwaffe in der Hand.

Der Haupttatverdächtige, ein 17-Jähriger mit türkischer Nationalität, wurde festgenommen. Zwei weitere Tatverdächtige konnten ebenfalls unmittelbar vor Ort festgenommen werden, bei denen geprüft wird, inwiefern sie an der Messerstecherei und weiteren Körperverletzungen beteiligt waren.

12:01 Uhr – Millionenschaden und sieben Verletzte bei Brand

Auf etwa eine Million Euro Schaden schätzt die Polizei den Brand an zwei Wohnhäusern in Blaichach (Landkreis Oberallgäu). Sieben Menschen erlitten leichte Verletzungen. Ersten Ermittlungen zufolge brach das Feuer gegen 3 Uhr unter einem Vordach eines der Häuser aus und griff auf das Nachbarhaus über.

Möglicherweise sei der Brand von einem nicht richtig ausgekühltem Feuerwerkskörper in der Mülltonne ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Dies müssten die weiteren Ermittlungen zeigen. Der Mülleimer habe sich in einem Holzverschlag vor dem Haus befunden. Von dort sollen die Flammen dann auf den Dachstuhl und das Haus übergegriffen haben.

11:59 Uhr – Polizisten in Kreuzberg mit Pyrotechnik beschossen – WELT-Reporter eingekreist und bedroht

In der Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg haben Chaoten gegen 2 Uhr die Scheiben an drei Busstationen weggesprengt und Brände an einer Mülltonne und einem Pkw gelegt. Als die Polizei anrückt, wird aus Wohnhäusern mit Pyrotechnik auf die Beamten geschossen.

Nach Beobachtungen von WELT-Reportern vor Ort wollen sich die Polizisten zurückziehen, als sie von einer großen Gruppe junger Männer massiv mit Pyrotechnik beschossen werden. Die Beamten stürmen aus dem Auto, sind aber aufgrund der Größe der Gruppe unterlegen. Nach wenigen Minuten trifft Verstärkung ein, es kann aber nicht geklärt werden, wer geschossen hat.

Die WELT-Reporter müssen sich aus Eigenschutz zurückziehen, als sie selbst von der Gruppe kurdisch sprechender Männer eingekreist und bedroht werden.

11:57 Uhr – Fünf Verletzte nach Wohnungsbrand in Cottbus

Bei einem Wohnungsbrand sind in Cottbus fünf Menschen verletzt worden. Ein Balkon im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Mitte sei am frühen Morgen in Brand geraten, berichtete die Stadt. Die Flammen hätten auf die Wohnung einer Frau übergegriffen, die sich zu dem Zeitpunkt darin aufgehalten habe. Ein Nachbar oder eine Nachbarin konnte die Frau demnach retten, noch bevor die Feuerwehr eintraf.

Von den 40 Bewohnern kamen neben der betroffenen Mieterin nach Angaben der Stadt vier weitere Menschen ins Krankenhaus und wurden wegen einer Rauchvergiftung weiter behandelt.

11:20 Uhr – Polizist nach Böllerwurf in Barmstedt verletzt

Ein 15-Jähriger soll einen Polizisten mit einem Böller verletzt haben. Der Jugendliche habe in Barmstedt einen nicht zugelassenen Böller auf zwei Beamte geworfen, teilte die Polizei mit. Der Feuerwerkskörper sei neben dem Kopf des einen Polizisten explodiert. Dieser sei verletzt worden und habe nach dem Vorfall nicht weiterarbeiten können.

Die Polizei stellte bei dem Jugendlichen weitere verbotene Böller fest und nahm diese an sich. Das Landeskriminalamt ermittelt gegen den Jugendlichen wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung.

11:13 Uhr – 36-Jähriger in Bremen mit Schussverletzung ins Krankenhaus

Mit einer Schussverletzung am Bein ist ein 36 Jahre alter Mann in Bremen in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuvor soll es nach Zeugenaussagen zu einer Auseinandersetzung in einem Lokal in der Neustadt gekommen sein, wie die Polizei mitteilte. Die genauen Hintergründe seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

12:28 Uhr – Höchste Feinstaubbelastung an Silvester in Duisburg gemessen

Die Feinstaubbelastung ist in der Silvesternacht in vielen Städten von Nordrhein-Westfalen erneut extrem angestiegen. Die höchsten Werte stellte das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW mit 385 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an einer Messstelle in Duisburg (Walsum) und mit 377 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Essen (Gladbecker Str.) fest, wie das Amt am Neujahrstag mitteilte. Untersucht wurde die Luftqualität in der Stunde nach Mitternacht.

Auch im Vergleich zu den Zahlen aus den Vorjahren waren das recht hohe Werte. 2023 wurden schon einmal 321 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Hagen und 302 Mikrogramm pro Kubikmeter in Düsseldorf erreicht, wie eine Sprecherin erklärte. 2024 schoss ein Wert in Datteln auf 381 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

09:33 Uhr – Böllerwurf auf Funkstreifenwagen

Ein 17-jähriger Gelsenkirchener warf in Gelsenkirchen gezielt einen Feuerwerkskörper auf einen vorbeifahrenden Funkstreifenwagen. Der Feuerwerkskörper prallte gegen die linke Seite des Funkstreifenwagens und explodierte.

Der 17-Jährige flüchtete zunächst fußläufig, konnte aber im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen angetroffen werden. Beim Antreffen warf er eine Tüte mit Cannabis auf den Boden. Diese wurde sichergestellt.

Den Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz. Der Funkstreifenwagen wurde nicht beschädigt.

09:16 Uhr – Prügelei nach fehlgeleiteter Silvesterrakete

Wegen einer fehlgeleiteten Silvesterrakete ist es in Emden zu einer Prügelei zwischen zwei Personengruppen gekommen. Dabei seien acht Menschen leicht verletzt worden, vier von ihnen hätten im Krankenhaus behandelt werden müssen, teilte die Polizei mit. Demnach sei bei der einen Gruppe eine Flasche, in der eine Rakete steckte, kurz nach dem Zünden umgefallen und in Richtung der in der Nähe stehenden anderen Gruppe geflogen.

Durch den Feuerwerkskörper wurde zwar niemand verletzt, im Anschluss entwickelte sich kurz nach Mitternacht aber eine „Keilerei“ zwischen den insgesamt zehn Personen, wie ein Polizeisprecher sagte. Nach ersten Erkenntnissen seien alle Beteiligten Erwachsene gewesen. Genauere Informationen zu Alter und Nationalität lagen zunächst nicht vor.

09:12 Uhr – Tötungsdelikt in Wiesbadener Innenstadt

In der Wiesbadener Innenstadt hat es nach Angaben der Polizei ein Tötungsdelikt gegeben. Wie ein Polizeisprecher sagte, war dabei ein Messer im Spiel. Zuvor habe sich kurz nach Mitternacht ein Streit unter vier Beteiligten entwickelt. Dabei sei ein Mensch tödlich verletzt worden. Weitere Details nannte der Polizeisprecher zunächst nicht.

09:10 Uhr – Schwere Handverletzung nach Böllerexplosion in Merseburg

In Merseburg (Saalekreis) hat sich ein Mann eine schwere Verletzung zugezogen, weil zwei Böller in seiner Hand explodiert sind. Der 28-Jährige hatte laut einer Polizeisprecherin einen von zwei Böllern in seiner Hand angezündet, wodurch auch der zweite explodierte. Er wurde zur Behandlung seiner schweren Handverletzung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Sprecherin handelte es sich um Böller der Feuerwerksklasse 4, die im Normalfall nur zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Bei dem Mann wurden zudem noch weitere Böller dieser Art gefunden.

08:03 Uhr – Mehrere Tote nach Explosion in Schweizer Skiort

Bei einer Explosion ⁠in einer Bar in einem ‍Schweizer Skiort sind Medienberichten zufolge mehrere Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen seien ⁠verletzt worden, ⁠meldeten mehrere Medien übereinstimmend am Donnerstag unter Berufung auf die Polizei. Die Explosion ereignete sich demnach um 1.30 ‍Uhr in Crans-Montana im ‍Kanton Wallis. ⁠Zur Ursache lagen zunächst keine Angaben vor. Der Einsatz läuft noch.

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05:39 Uhr – Explosion in Bochumer Wohnung – 70-jährige Nachbarin stirbt

In einer Wohnung in Bochum hat es in der Nacht zu Mittwoch eine Explosion gegeben, eine 70-jährige Nachbarin starb kurz später im Krankenhaus. Wie Polizei und Feuerwehr mitteilten, ereignete sich die Explosion um kurz vor 1 Uhr in einer Erdgeschosswohnung. In einer Nachbarwohnung musste eine 70-Jährige von Rettungskräften reanimiert werden, die Frau starb aber anschließend im Krankenhaus. Den Angaben zufolge ist unklar, ob der Tod der Frau mit der Explosion zusammenhängt.

Die Ursache der Explosion ist nach Polizeiangaben ebenso noch ungeklärt. Laut „Bild“-Zeitung soll ein mutmaßlicher Bau von illegalen Silvesterböllern der Auslöser gewesen sein. Demnach wurden bei der Wohnungsdurchsuchung mehrere Stoffe gefunden, mit denen Böller hergestellt werden können. Die 48-jährige Bewohnerin der betroffenen Wohnung sowie ihr 46-jähriger Besucher wurden laut Polizei vorläufig festgenommen. Beide blieben unverletzt, ebenso die anderen Bewohner des Hauses.

Durch die Druckwelle wurde ein Fenster aus der Verankerung gelöst und fiel auf die Straße. Das Haus ist laut Feuerwehr nun nicht mehr bewohnbar. Die Polizei ermittelt.

04:04 – Polizei in Leipzig mit Pyrotechnik angegriffen

Die Polizei in Leipzig ist mit Pyrotechnik angegriffen worden. Auf die Einsatzkräfte wurden diverse Böller geworfen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.

Die Polizei errichtete unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen.

03:22 Uhr – Gruppe blockiert Rettungsfahrt, Polizei muss mit Räumpanzer anrücken

Bei einem Einsatz in der Silvesternacht in Frankfurt-Preungesheim wurde ein Rettungswagen von einer aggressiven Gruppe an der Fahrt ins Krankenhaus gehindert, so die Polizei Frankfurt zu WELT. Die Personen errichteten Barrikaden, weshalb die Polizei mit einem Räumpanzer anrücken musste, um die Straße freizuräumen. Die Personalien der Beteiligten wurden festgestellt, gegen die Tatverdächtigen wird auch strafrechtlich ermittelt.

03:18 Uhr – 23-Jähriger verliert Hand durch Böller

Ein 23-Jähriger hat in der Nähe von Rostock durch einen explodierten Böller seine linke Hand verloren. Der Junge kam in der Silvesternacht mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

03:04 Uhr – Keller in Berlin brennen, 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Ein großes Feuer im Keller eines Mietshauses in Berlin-Neukölln hat einen Einsatz der Feuerwehr mit etwa 100 Feuerwehrleuten ausgelöst. Der Brand in mehreren Kellerverschlägen sei gegen 0.30 Uhr gemeldet worden, sagte ein Sprecher. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden. Ein Mensch wurde leicht verletzt.

Von Mitternacht bis etwa 2.30 Uhr kam die Feuerwehr auf 723 Einsätze wegen Feuer, Unfällen oder Notfällen.

02:26 Uhr – Zwei 18-Jährige sterben bei Unfällen mit selbst gebastelten Böllern

Zwei 18-Jährige sind in Bielefeld durch selbst gebaute Pyrotechnik ums Leben gekommen. Sie hätten an unterschiedlichen Orten ihre selbst gebaute Pyrotechnik gezündet, erklärte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag. Dabei seien sie tödlich im Gesicht verletzt worden. Nach Angaben der Beamten gab es in beiden Fällen zunächst keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. In beiden Fällen seien Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden.

02:27 Uhr – „Typische Silvesternacht“ in Offenbach

Die Silvesternacht hat in Hessen ohne größere Einsätze vergleichsweise friedlich begonnen. „Es war sogar ein relativ ruhiger Silvesterbeginn“, hieß es in Frankfurt. Die Polizei in Darmstadt berichtete auch von einem „eher ruhigen“ Jahreswechsel. Die Offenbacher Polizei sprach von einer „typischen Silvesternacht“ mit vielen Einsätzen, brennenden Mülltonnen und Böllern, die Menschen auf andere warfen. Von schweren Verletzungen war aber zunächst nichts bekannt. „Leider die üblichen Brände und Böllerverletzungen, aber nichts Herausragendes“, hieß es bei der Polizei in Gießen.

01:58 Uhr – Letzte Böller-Nacht eskaliert: Kirche in Amsterdam brennt

In den Niederlanden ist der letzte Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt sind, eskaliert: In Amsterdam geriet der Turm der Vondelkirche im Zentrum der Hauptstadt in Brand, wie die Nachrichtenagentur ANP meldete. Die Spitze des Turms stürzte ein. In etlichen Städten musste die Polizei in der Silvesternacht wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. Wie die Polizei in der Großstadt Breda mitteilte, wurden Beamten dort mit Molotowcocktails und Gehwegplatten beworfen.

01:45 Uhr – Fitnessstudio in Bayern steht in Flammen

In Oberbayern steht ein Fitnessstudio komplett in Flammen. Als die Einsatzkräfte im Industriegebiet von Bad Endorf (Landkreis Rosenheim) ankamen, haben die Flammen bereits aus dem Dach geschlagen, wie ein Polizeisprecher sagte. Derzeit versuche Feuerwehrleute den Brand zu löschen. Um an die Flammen im Inneren des Gebäudes zu gelangen, werden auch Teile des Daches abgedeckt. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Ob der Brand durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurde, war zunächst unklar.

01:42 Uhr – Berliner Polizei meldet mehr als 300 Festnahmen

Die Zahl der kurzzeitigen Festnahmen wegen gefährlicher Böllerei und des Abschießens von Raketen ist in Berlin auf mehr als 300 gestiegen. Diese Zahl nannte die Polizei um kurz nach 1 Uhr. Sieben Verdächtige seien von der Polizei in sogenannten Unterbindungsgewahrsam genommen worden, um zu verhindern, dass sie weitere Delikte begehen. Etwa 15 Polizisten seien leicht verletzt worden, viele erlitten Knalltraumata.

01:38 Uhr – Brände und Ausschreitungen in Leipzig

In Leipzig ist es ebenfalls zu Zwischenfällen und Bränden gekommen. Nicht nur im für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz, sondern auch in der Leipzig Innenstadt gab es diverse Feuer, wie Reporter der Deutschen Presseagentur berichten. Mülleimer brannten.

01:35 Uhr – Mercedes-Limousine brennt in Neukölln aus

Im Berliner Bezirk Neukölln ist eine Mercedes-Limousine komplett ausgebrannt. Die Brandursache ist noch unklar, ein Zusammenhang mit der Böllerei liegt aber nahe.

01:29 Uhr – Wohnungsbrand in Berlin-Mitte nach Raketeneinschlag

In einem Hochhaus an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte brennt eine Wohnung im neunten Stock. Grund ist wahrscheinlich ein Raketeneinschlag, berichtet ein WELT-Reporter von vor Ort. Das ganze Haus muss evakuiert werden. Laut Feuerwehrangaben gibt es keine Verletzten.

01:24 Uhr – Tickets für 40 Euro: 10.000 feiern friedlich Silvester in München

Auf der Ludwigstraße in München haben nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hineingefeiert. Es sei alles ganz friedlich gewesen, sagte Katrin Strauch von der Veranstaltungsagentur Gral. „Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts.“ Bei der Party gab es Livemusik und Lichtprojektionen mit Lasertechnik, Feuerwerk durfte in den gesperrten Bereich der privaten Veranstaltung nicht mitgenommen werden. Die Tickets für die Veranstaltung kosteten um die 40 Euro.

01:05 Uhr – Aufsichtshaus an S-Bahnsteig in Berlin brennt

In Berlin brennt an der Ringbahn ein Aufsichtshäuschen auf dem Bahnsteig der S-Bahnstation Wedding. Die Feuerwehr ist im Einsatz, der Verkehr auf den Linien S41 und S42 zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Westhafen ist unterbrochen. Laut Feuerwehr sind keine Menschen gefährdet. Ob Pyrotechnik der Auslöser ist, ist bisher unklar.

00:59 Uhr – Polizeisprecher: Angriffe auf Polizisten und Sanitäter

Wieder Angriffe auf Einsatzkräfte: In Neukölln in der Hermannstraße und in Moabit hätten Menschen mit Feuerwerksraketen und Böllern auf Einsatzkräfte geschossen und geworfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Bei Festnahmen von mutmaßlichen Tätern habe es weitere Angriffe gegeben. In Spandau sollen Menschen durch die Explosion einer Kugelbombe verletzt worden sein. Genaueres war nach Angaben der Polizei zunächst nicht bekannt.

00:20 Uhr – Passanten und Einsatzkräfte in Hamburg mit Feuerwerk beworfen

Hunderttausende Menschen haben in Hamburg das neue Jahr willkommen geheißen. Die Polizei sprach zunächst von einem verhältnismäßig ruhigen Abend. Nicht so im Stadtteil Steilshoop: Dort wurden laut Polizei Passanten und Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. Mutmaßliche Täter wurden demnach gestellt, ob diese auch festgenommen wurden, ist unklar.

00:12 Uhr – Feuerwehr rückt in Berlin zu vielen kleinen Bränden aus

Die Berliner Feuerwehr hat in der Silvesternacht vor Mitternacht bereits viele kleinere Brände gelöscht. Große Feuer seien zunächst nicht vorgekommen, sagte ein Sprecher. In Marzahn-Hellersdorf brannte das Dach eines Einfamilienhauses. Die Feuerwehr war mit 28 Leuten im Einsatz. In einem Hochhaus über der Autobahn Richtung Steglitz an der Schlangenbader Straße brannte eine Wohnung – das etwas größere Feuer wurde ebenfalls gelöscht.

00:05 Uhr – Aggressive Stimmung am Hermannplatz

Am Hermannplatz wird aus losen Händen direkt in eine Menschenmasse geschossen. Vermehrt nehmen die Täter auch die Köpfe der Silvesterraketen ab und zünden sie lose auf der Straße. Die Lage ist nach Einschätzung eines WELT-Reporters vor Ort sehr aggressiv. Einsatzkräfte werden beim Vorbeifahren beschossen. Die Polizei ist aktuell mit ca. 300 Einsatzkräften aus zwei Bundesländern am Hermannplatz im Einsatz und muss vermehrt eingreifen.

Die Täter sind vermehrt Jugendliche arabischer Herkunft. Eine junge Frau schreit: „Ich ficke dieses Land“ und schleudert eine Silvesterrakete in einen Gruppenwagen der Polizei. Ein deutscher mittleres Alter filmt alles mit einer GoPro und sagt: „Deswegen bin ich hier, Böller aus Polen und dann Krieg.“ er schmeißt keine dreißig Sekunden später einen Polenböller auf die Straße.

00:02 Uhr – Silvesterfeuerwerk im ZDF aus Hamburg

Tausende haben bei der ZDF-Silvestershow im Hamburger Hafen das Jahr 2026 begrüßt. Erstmals fand die Show „Silvester in Concert“ nicht vor dem Brandenburger Tor in Berlin, sondern auf einer schwimmenden Bühne auf der Elbe statt. Um Mitternacht gab es ein Feuerwerk, das von Schleppern hinter der Bühne abgefeuert wurde.

00:00 Uhr – Frohes neues Jahr!

Für WELT sind in dieser Nacht mehrere Reporter in Berlin sowie Redakteure in Berlin und Los Angeles im Einsatz. Wir wünschen unseren Lesern alles Gute für 2026!

Mittwoch, 31. Dezember 2025:

23:06 Uhr – Inzwischen über 100 Festnahmen in Berlin

Die Zahl der Festnahmen wegen Missbrauchs von Feuerwerk hat in Berlin vor Mitternacht bereits mehr als 100 Menschen erreicht. Es gehe in den meisten Fällen um Verstöße gegen Sprengstoffvorschriften, teilte die Polizei mit. Neun Polizisten seien meist durch Knalltraumata von Böllern leicht verletzt worden.

In Gropiusstadt in Neukölln beschlagnahmte die Polizei eine selbstgebaute Feuerwerksanlage, für die mehrere Batterien von Raketen durch Zünder miteinander verbunden waren. Fotos der Polizei zeigten die größere Anlage aus mehreren Kartons und Kisten voller Raketen, von denen elektrische Kabel zu einer Zündvorrichtung führten.

22:51 Uhr – Dubai begrüßt 2026 mit Feuerwerk am Burj Khalifa

Mit einem spektakulären Feuerwerk und einer Licht- und Lasershow am höchsten Gebäude der Welt begrüßt Dubai 2026. Die Fassade des Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, leuchtete in wechselnden Farben auf, während Pyrotechnik die Besucher staunen ließ. „Frohes neues Jahr“ und „2026“ war in Leuchtschrift am Gebäude zu lesen. Die gesamte Show dauerte etwa zehn Minuten.

22:06 Uhr – Zwischenbilanz der Berliner Polizei: Raketen werden waagerecht geschossen – zahlreiche Festnahmen

Die Berliner Polizei hat schon Stunden vor Mitternacht zahlreiche Menschen festgenommen, vor allem wegen gefährlichen Aktionen mit Böllern und Raketen. Manche Menschen würden Raketen waagerecht durch die Gegend schießen und Böller auf andere werfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath der dpa.

Die Böllerei und das Geschehen auf den Straßen sei besonders in Schöneberg, Kreuzberg, Neukölln und Wedding ziemlich heftig. Der Alexanderplatz sei hingegen sehr ruhig, weil Feuerwerk dort verboten und der Bereich komplett abgesperrt sei. Auch die anderen drei großen Pyro-Verbotsbereiche in Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg würden sich bewähren.

Insgesamt habe sich der Abend zunächst positiver und weniger problematisch entwickelt als in den vergangenen Jahren, sagte Nath. Bis 21.30 Uhr habe es keine wirklich großen Vorkommnisse oder Gewalttaten gegeben. Einige Polizisten seien leicht verletzt worden. Meistens seien es Knalltraumata von Böllern, die nahe dem Kopf explodiert seien.

21:05 Uhr – Mann wirft Böller auf Polizeiauto – sechs Festnahmen

Erste Festnahmen im Steinmetzkiez im Berliner Stadtteil Schöneberg: Eine türkische Großfamilie hat vor einer Kirche Feuerwerk gezündet. Ein Mann warf einen Böller in Richtung eines vorbeifahrenden Polizeiautos. Im Anschluss kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit der Polizei. Insgesamt wurden sechs Männer auf dem Boden fixiert und festgenommen.

Die Polizei setzte dabei auch Pfefferspray ein. Kinder und ältere Frauen wurden weggeschickt. Dabei beleidigen sie die Polizeibeamten immer wieder als „Hurensöhne“. Keine zwei Minuten später wird aus einem angrenzenden Wohnhaus eine Salve in die Luft geschossen – mutmaßlich mit einer Schreckschusspistole

20:59 Uhr – Silvestershow im ZDF in diesem Jahr aus Hamburg

„Hallo, Hamburg“ und „Moin“: Die Moderatoren Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner haben Tausende Menschen im Hamburger Hafen zur ZDF-Silvestershow begrüßt – bei Temperaturen um die 4 Grad und Nieselregen. „Wir machen viereinhalb Stunden Partyatmosphäre live aus dem Hamburger Hafen. Ganz Hamburg feiert mit. Schön, dass ihr alle rausgekommen seid bei diesem wilden Wetter, und mit uns zusammen Party macht. Und Hamburg grüßt von hier aus ganz Deutschland“, sagte Kerner.

Die traditionelle Show am Brandenburger Tor in Berlin war vom Veranstalter abgesagt worden, nachdem das Land Berlin die öffentlichen Zuschüsse gestrichen hatte. Stattdessen soll es an dem Berliner Wahrzeichen in diesem Jahr eine DJ-Party und ein siebeneinhalbminütiges Feuerwerk geben, das ab Mitternacht live im Ersten übertragen wird.

19:05 Uhr – Berliner Polizei kontrolliert vor Böllerverbotszone am Alexanderplatz

In Berlin gibt es zum Jahreswechsel wieder mehrere Böllerverbotszonen. Komplett verboten ist privates Feuerwerk am Alexanderplatz. Er ist großflächig umzäunt. An den Eingängen bilden sich lange Schlangen. Es gibt Taschenkontrollen. Hier kommt nichts rein, was mit Waffen oder Feuerwerk zu tun hat.

Auch im Steinmetzkiez in Schöneberg, auf einem Teil der Sonnenallee in Neukölln und angrenzenden Nebenstraßen und auf der Admiralbrücke und angrenzenden Straßen in Kreuzberg sowie bei den beiden Silvesterpartys zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ist privates Böllern tabu.

15:39 Uhr – Unbekannte sprengen Automaten mit Böllern

Wohl mit Böllern haben Kriminelle in einer Nacht gleich zwei Automaten in Hessen attackiert. In einem Bahnhof im osthessischen Maintal-Bischofsheim sprengten Unbekannte einen Fahrkartenautomaten, ohne aber an das Geld zu gelangen. Der Automat wurde jedoch erheblich beschädigt. Die Ermittler schätzten die Höhe des Sachschadens auf mehrere tausend Euro.

In Mühlheim am Main wurde ein Zigarettenautomat von Unbekannten nach Erkenntnissen der Polizei ebenfalls mit Böllern aufgesprengt. Zur Höhe der Beute konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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14:37 Uhr – Australien begrüßt das neue Jahr

In Australien und anderen Ländern der Region ist am Mittwoch das Neue Jahr mit Feuerwerk und Partys eingeläutet worden. Mit einem spektakulären Feuerwerk an der Harbour Bridge und am Opernhaus in Sydney fanden dort die Silvesterfeiern ihren Höhepunkt. Hunderttausende Zuschauer, Einheimische und Touristen, waren zum Hafen gekommen, wo neun Tonnen Feuerwerk gezündet wurden.

Die Vorbereitungen zu der großen Party in Sydney waren dieses Jahr überschattet von der Erinnerung an den Anschlag auf eine jüdische Feier am Bondi Beach vor rund zwei Wochen. Ein Vater und sein Sohn hatten dort 15 Menschen erschossen. Silvester-Partys wurden daher um 23Uhr (Ortszeit) für eine Schweigeminute unterbrochen, die Harbour Bridge in weißes Licht als Zeichen des Friedens getaucht.

12:01 Uhr – 16-Jährige verliert Finger

Beim Versuch einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, ist ein 16 Jahre altes Mädchen in Leipzig schwer an der Hand verletzt worden. Die Jugendliche verlor durch die Explosion den kleinen Finger und Teile des Ringfingers, wie die Polizei mitteilte.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der erste Versuch, den Böller in die Luft zu jagen, gescheitert. Danach habe die 16-Jährige einen zweiten Versuch unternommen, der ihr zum Verhängnis wurde. Sie wurde nach dem Unglück am Dienstag ins Krankenhaus gebracht.

dpa/AFP/epd/reuters/kami/krö/sebe/saha

Source: welt.de

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