Joscha Bach: „Das Interessante an der Kreativität wird nicht obsolet durch KI“

Joscha Bach beschreibt sich selbst bisweilen als außerirdische
Lebensform, die zufällig auf der Erde als sprechender Affe geboren
wurde. Als Kind verbrachte er mehr Zeit mit Büchern als mit Menschen.
Vom Vater, einem Architekten, der sich vom System der DDR abgewendet und
in eine Wassermühle aufs Land zurückgezogen hatte, übernahm er das
grundlegende Misstrauen gegenüber dem, was ihm als landläufige Erklärung
der Wirklichkeit begegnete. Eine Haltung, die ihn bis heute prägt.

Seine
Sprache ist technisch, die Ideen sind mitunter poetisch-abstrakt. Auf
Fragen antwortet er zum Teil mit assoziativen Exkursen, ohne dabei den
Rückweg zur Kernaussage aus den Augen zu verlieren. In seinen Konzepten
kreuzen sich philosophische Betrachtungen mit dem streng mathematischen
Blick auf den Menschen als informationsverarbeitendes System, der wenig
Raum für Vagheit lässt. Das macht manche seiner Thesen angreifbar, ist
aber anregend.

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