Die Frankfurter Buchmesse bekommt im Herbst einen neuen Direktor. Der 53 Jahre alte Verlagsmanager Joachim Kaufmann wird den langjährigen Chef Juergen Boos ablösen. Dies teilte die Frankfurter Buchmesse am Dienstag mit. Kaufmann tritt am 1. September an. Einige Wochen später, nach dem Ende der diesjährigen Buchmesse im Oktober, verabschiedet sich Vorgänger Boos dann nach mehr als 20 Jahren an der Spitze der Buchmesse in den Ruhestand. Bis zu seinem Ausscheiden bleibe Boos „voll verantwortlich“ für die Frankfurter Buchmesse 2026, hieß es. Joachim Kaufmann hat langjährige Erfahrungen in der Branche gesammelt.
Seit dem Jahr 2006 ist er Geschäftsführer des Carlsen Verlag s, der zur schwedischen Bonnier-Gruppe gehört. Unter seiner Leitung habe sich Carlsen zu einem der größten deutschen Publikumsverlage entwickelt, teilte die Frankfurter Buchmesse mit. Zudem habe er das Buchgeschäft in Polen und China aufgebaut. Bevor Kaufmann zu Carlsen kam, hatte er für Herder, Christophorus, Bertelsmann (heute: Penguin Random House) und Ravensburger in Vertrieb und Marketing gearbeitet. Im Börsenverein sitzt Kaufmann seit dem Jahr 2012 im Ausschuss für Verlage. Überdies vertritt er seit rund zehn Jahren die deutschen Verlage in internationalen Verbänden.
Kaufmann sei ein „international bestens vernetzter Verlagsmanager“ und damit der „ideale Nachfolger“ für Boos, sagte Karsten Schmidt-Hern, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft, Muttergesellschaft der Frankfurter Buchmesse. Der scheidende Direktor Boos ist seit dem Jahr 2005 Direktor der Frankfurter Buchmesse. Der gelernte Buchhändler und Betriebswirt führte die größte Buchmesse der Welt erfolgreich durch die schwierige Corona-Zeit.