Seit der Veröffentlichung von drei Millionen Seiten aus den Akten des Falls Jeffrey Epstein am 30. Januar durch das US-Justizministerium reißen die Diskussionen nicht ab. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußerte letzte Woche den Verdacht: Der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein soll ein russischer Agent gewesen sein. Seine Regierung werde eine Untersuchung zu Epsteins möglichen Verbindungen zum russischen Geheimdienst einleiten. Während Donald Tusk keine eigenen Belege für den Verdacht vorlegte, stützt ein Bericht der britischen Boulevardzeitung Daily Mail die These unter Berufung auf westliche Sicherheitskreise. Epstein soll „die weltweit größte Honigfallen-Operation“ betrieben haben – im Auftrag der russischen Regierung. Honey trap bezeichnet eine geheimdienstliche Operation, bei der Menschen durch sexuell kompromittierendes Material erpressbar gemacht werden sollen. Was ist an der Agenten-Theorie dran? Und welche Spuren führen tatsächlich nach Moskau und was spricht dagegen? Redakteur und Russlandexperte Maxim Kireev hat dazu recherchiert.
In Mailand gab es zum Auftakt der Olympischen Winterspiele Proteste: In der Nähe des olympischen Dorfs gingen zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen die Anwesenheit der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Winterspielen zu demonstrieren. Kritisiert wurden auch die ökologische Bilanz der Spiele und die massive Wohnungsnot in der Modemetropole Mailand. Dabei kam es zu Ausschreitungen: Einige Demonstrierende warfen Molotowcocktails und Rauchbomben in Richtung der Sicherheitskräfte, die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Die Polizei sprach von etwa 3.000 Teilnehmern. Nach anderen Schätzungen waren es etwa 5.000. Es gab sechs Festnahmen. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni reagierte scharf auf die Krawalle und bezeichnete die Demonstranten auf Instagram als „Feinde Italiens und der Italiener“. Warum ist die Stimmung im Land so aufgeheizt, und drohen weitere Unruhen während der Spiele? Das beantwortet Italien-Korrespondent Ulrich Ladurner im Podcast.
Und sonst so? Wie gut kennen Sie Deutschland?
Moderation und Produktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Sophia Boddenberg und Maximilian Renzikowski
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.