Italien scheitert in Bosnien-Herzegowina – beiläufig Dänemark verpasst die WM 2026

Italien und Dänemark haben die Fußball-WM 2026 im Elfmeterschießen verpasst. Die Italiener unterlagen Bosnien-Herzegowina, auch in Tschechien gab es nach 120 Minuten keinen Sieger. Zuvor hatten sich Schweden und die Türkei mit knappen Siegen qualifiziert.

In Europa wurden in vier spannenden Duellen die letzten Startplätze für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada vergeben. Nur die Türkei und Schweden konnten nach 90 Minuten jubeln und sind bei dem Turnier ab dem 11. Juni dabei.

Die Play-off-Spiele zwischen Bosnien-Herzegowina und Italien sowie Tschechien und Dänemark gingen zunächst in die Verlängerung. Da es auch nach 120 Minuten keinen Sieger gab, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Mit dem besseren Ende für Bosnien-Herzegowina und Tschechien. Die beiden Favoriten, Italien und Dänemark, das drei von vier Elfmetern verschoss, schieden kurz vor dem großen Ziel aus.

Und auch der deutsche Trainer Franco Foda und Starstürmer Robert Lewandowski die Fußball-WM in diesem Sommer. Foda und Außenseiter Kosovo verloren mit 0:1 (0:0) gegen die Türkei und schrammten damit knapp an der sensationellen ersten Teilnahme vorbei. Ebenfalls nicht in Amerika vertreten ist Lewandowski, dessen Polen mit 2:3 (1:2) bei den Schweden verloren.

Bosnien-Herzegowina – Italien 1:4 i.E. (1:1, 1:1, 1:0)

Der viermalige Weltmeister Italien verspielte damit zum dritten Mal nacheinander die WM-Teilnahme. Das Team von Trainer Gennaro Gattuso verlor trotz Führung 1:4 (1:1, 1:1, 1:0) im Elfmeterschießen in Bosnien-Herzegowina. Italien spielte nach der Roten Karte gegen Alessandro Bastoni (41. Minute) lange in Unterzahl.

Angreifer Moise Kean (15. Minute) erzielte früh den entscheidenden Treffer der Partie und profitierte dabei auch von einem groben Patzer von St.-Pauli-Torwart Nikola Vasilj, dessen missglücktes Zuspiel das Gegentor einleitete. Italien beschränkte sich im Anschluss nur noch aufs Verteidigen und zog sich nach einer Roten Karte für Bastoni noch mehr in die Defensive zurück.

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Man lauerte auf Konter – und es war erneut Kean, der das 2:0 auf dem Fuß hatte. Doch der Stürmer, der allein auf Vasilj zulief, setzte den Ball knapp über das Tor. In der regulären Spielzeit schoss Italien nur zweimal auf das bosnische Tor.

Bosnien drückte lange auf den Ausgleich, wurde schließlich durch Haris Tabakovic (79.) von Hertha BSC belohnt. Schließlich zerstörte Esmir Bajraktarevic im Elfmeterschießen alle italienischen WM-Träume. Das von Schalke-Stürmer Edin Dzeko angeführte Bosnien ist zum zweiten Mal nach 2014 beim wichtigsten Turnier der Welt dabei.

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Das italienische Warten geht dagegen weiter. Schon 2018 und 2022 scheiterte man in den Playoffs an Schweden und Nordmazedonien. Auch vor den Augen von Tennis-Superstar Novak Djokovic reichte es in Zenica nicht. Bosnien bekommt es bei der WM in der Gruppe B mit der Schweiz, Katar und Co-Gastgeber Kanada zu tun.

Tschechien – Dänemark 3:1 i.E. (2:2; 1:1, 1:0)

Überraschend gescheitert sind auch die Dänen. Pavel Sulc (3.) und Ladislav Krejci (100.) hatten Tschechien jeweils in Führung gebracht, Dänemark kämpfte sich durch Tore von Joachim Andersen (73.) und Kasper Högh (111.) in das Elfmeterschießen. Dort vergaben gleich drei Dänen einen Elfmeter, nur Christian Eriksen traf – Tschechien siegte vom Punkt mit 3:1.

Das Team um den diesmal eingewechselten Eriksen hatte bereits im Herbst in der Gruppenphase das sicher geglaubte Direktticket in letzter Minute verspielt und nun fünf Jahre nach dem EM-Halbfinaleinzug das WM-Ticket verpasst.

Tschechien bekommt es in der machbaren WM-Gruppe A mit Gastgeber Mexiko, Südafrika und Südkorea zu tun.

Kosovo – Türkei 0:1 (0:0)

Franco Foda und die Kosovaren erspielten sich in einer hitzigen und emotionalen Partie zahlreiche Chancen, belohnten sich aber fünf Tage nach dem spektakulären 4:3-Sieg in der Slowakei nicht für den großen Aufwand.

Das Team mit Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani unterlag der Türkei nach einem Treffer von Kerem Aktürkoglu (53.). Für die Türkei ist es nach 1954 und 2002 die dritte WM-Teilnahme. In Gruppe D geht es neben Gastgeber USA auch gegen Australien und Paraguay.

Schweden – Polen 3:2 (2:1)

In der spektakulärsten Partie des Abends setzte sich Schweden dank Treffern von Anthony Elanga (20.), Gustaf Lagerbielke (44.) und Viktor Gyökeres (88.) durch. Für Polen waren die Tore von Nicola Zalewski (33.) und Karol Swiderski (55.) nicht genug. Der 37 Jahre alte Lewandowski hat damit seine möglicherweise letzte Chance auf eine WM-Teilnahme verspielt. Gyökeres hatte bereits im Halbfinale drei Treffer erzielt.

Für die Schweden geht es in der WM-Gruppe F gegen die Niederlande, Japan und Tunesien. Vor vier Jahren hatte es bereits das Playoff-Duell zwischen den Schweden und den Polen gegeben – damals setzten sich Lewandowski und Co. durch.

Neben der deutschen Nationalmannschaft und Europameister Spanien hatten sich auch Belgien, England, Frankreich, Portugal, Kroatien, Norwegen, Schottland, Österreich, die Niederlande und die Schweiz als europäische Vertreter auf dem direkten Weg qualifiziert.

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Deutschland bekommt es in der Vorrundenstaffel E mit Ecuador, der Elfenbeinküste und WM-Debütant Curaçao zu tun. Im März-Fenster hat das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann beide Testspiele gewonnen. Auf das spektakuläre 4:3 in der Schweiz folgte ein 2:1-Heimsieg gegen Ghana.

Die zwei letzten der 48 Teilnehmer werden erst in der Nacht ermittelt. Um 23 Uhr trifft Jamaika auf die Demokratische Republik Kongo, am frühen Mittwochmorgen (5 Uhr) duellieren sich der Irak und Bolivien.

lwö

Source: welt.de

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