Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind binnen 24 Stunden mindestens 23 Menschen getötet und 98 weitere verletzt worden. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien seit der Ausweitung des Irankrieges auf den Libanon 1.368 Menschen getötet und 4.183 verletzt worden.
Die USA riefen ihre Staatsbürger dazu auf, den Libanon zu verlassen, solange noch kommerzielle Flüge verfügbar seien. Die US-Botschaft in Beirut warnte, der Iran und mit ihm verbündete Milizen könnten Angriffe auf Universitäten im Land planen.
Zu den jüngsten Angriffen gehörten erneute Bombardierungen der südlichen Vororte von Beirut, in denen die Hisbollah stark präsent ist. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen in dem Gebiet, die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete die Angriffe ebenfalls. Das israelische Militär bezeichnete die angegriffenen Ziele als „Terror-Infrastruktur“, ohne dafür überprüfbare Belege vorzulegen. Mit dieser Begründung rechtfertigt Israel auch Angriffe auf Krankenwagen und Gesundheitseinrichtungen.
Die WHO hat seit dem 2. März 92 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, Krankenwagen und Sanitätspersonal in dem Land dokumentiert. Dabei wurden 53 Menschen getötet und 137 verletzt.
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