Israel und die USA haben den Iran am Samstagmorgen angegriffen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen, Israel und arabische Verbündete der USA. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
14:02 Uhr – Gaspreis in Europa steigt nach iranischen Angriffen auf Anlagen in Katar deutlich
Der Gaspreis in Europa ist nach iranischen Angriffen auf Energieanlagen im Golfemirat Katar deutlich angestiegen. Der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt sprang am Mittag zeitweise um über 50 Prozent und notierte bei 47,70 Euro pro Megawattstunde. Der Staatskonzern QatarEnergy hatte zuvor angekündigt, seine Produktion von Flüssiggas (LNG) wegen der Angriffe anzuhalten.
14:01 Uhr – Spanien untersagt Nutzung von Stützpunkten für Iran-Angriff
Spanien untersagt die Nutzung seiner Militärflughäfen für die US-israelischen Angriffe auf den Iran. Gleichzeitig verlassen Daten der Flugtracking-Website FlightRadar24 zufolge 15 US-Flugzeuge die Stützpunkte Rota und Moron in Südspanien. Mindestens sieben der Maschinen seien auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland gelandet. „Spanische Stützpunkte werden nicht für diesen Einsatz genutzt“, sagt Außenminister Jose Manuel Albares dem Sender Telecinco. Madrid werde keine Handlungen zulassen, die nicht im Einklang mit der UN-Charta stünden. Im Gegensatz dazu hatte Großbritannien die Nutzung seiner Basen nach anfänglichem Zögern genehmigt.
14:00 Uhr – Israel meldet Tötung von Hisbollah-Geheimdienstchef
Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs Hussein Makled. Er sei bei einem Angriff in Beirut ums Leben gekommen, teilt die Armee mit.
13:49 Uhr – Lufthansa-Flugzeug fliegt leer von Abu Dhabi nach München
Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus mit dem Ziel München gestartet – trotz Zehntausender gestrandeter Reisender in der Golfregion. Das gibt die Lufthansa bekannt. „Eine Passagierbeförderung ist geprüft worden“, sei aber leider nicht möglich, heißt es in der Mitteilung der Fluggesellschaft. An Bord der Maschine seien lediglich zwei Piloten.
13:45 Uhr – Lufthansa-Piloten verzichten auf Streiks
Wegen des Kriegs im Nahen Osten verzichtet die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in dieser Woche auf Arbeitskampfmaßnahmen bei der Lufthansa. In der gegenwärtigen Situation hätten vor allem Rückführungsflüge, die Sicherheit der Passagiere sowie die Aufrechterhaltung der Versorgung über die Luftfracht höchste Priorität. „Der Tarifkonflikt besteht weiter“, betont die Gewerkschaft. Man beobachte die Lage und bewerte die Situation kontinuierlich neu.
13:43 Uhr – Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, „dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt“, sagt er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats.
13:37 Uhr – Russland wirft USA und Israel geplanten Regimewechsel im Iran vor
Russland wirft den USA und Israel vor, einen Regimewechsel im Iran anzustreben. Zudem versuchten Washington und Jerusalem, die Normalisierung der Beziehungen zwischen Teheran und seinen arabischen Nachbarn zu sabotieren, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Es sei klar, dass beide Länder dabei auch vor skrupellosen Mitteln wie der Ermordung der Führung eines souveränen Staates nicht zurückschreckten.
13:35 Uhr – IAEA-Chef: Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran
Aus Sicht der UN-Atomwächter gibt es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran. „Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen“, antwortet der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage einer Journalistin.
13:28 Uhr – Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten im Nahen Osten
Die Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten als Beitrag zu internationalen Militäreinsätzen im Nahen Osten. Die Männer und Frauen seien allesamt wohlauf und in geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.
13:27 Uhr – Ministerin Reiche erwartet Preisaufschläge
Der Iran-Krieg bringt aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche neue Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft. Preisaufschläge auf den Märkten seien bereits sichtbar, die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie lange der Konflikt anhalte und ob wichtige Förderanlagen oder Transportwege betroffen seien, sagt die CDU-Politikerin auf der regionalpolitischen Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle.
Hintergrund ist vor allem die Situation an der Straße von Hormus. Über die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman wird ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen abgewickelt. Steigende Energiepreise könnten gegebenenfalls zu einer zusätzlichen Belastung für die Wirtschaft werden, sagt Reiche.
13:23 Uhr – Regierung: Urlauber-Rückholung mit Bundeswehr letzte Wahl
Bei der Rückholung der im Nahen Osten gestrandeten deutschen Urlauber sieht die Bundesregierung vorrangig die Reiseveranstalter und Fluglinien in der Pflicht. „Die Bundeswehr ist wirklich das letzte Mittel der Wahl“, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in der Bundespressekonferenz. Das Auswärtige Amt unterstützt die Bundesbürger aber nach Angaben eines Sprechers mit allen Möglichkeiten und steht „in allerengstem Kontakt“ mit der Reiseindustrie. „Uns geht es darum, gemeinsam Lösungen für unsere Landsleute zu finden.“
13:22 Uhr – Wagenknecht kritisiert Merz‘ Iran-Statement
Sahra Wagenknecht (BSW) kritisiert Kanzler Merz‘ (CDU) Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran scharf. „Merz macht Deutschland international unmöglich. Noch nie hat ein Bundeskanzler so offen das Völkerrecht für belanglos erklärt“, sagt BSW-Gründerin Wagenknecht zu WELT. „Das ist auch ein Affront gegenüber dem Grundgesetz, womit der Kanzler seinen Amtseid verletzt.“
Wagenknecht hält das Vorgehen der israelischen wie amerikanischen Militärs für falsch. „Der Angriff auf den Iran war völkerrechtlich eindeutig illegal: Dass Merz sagt, ihm sei das egal, ist ein trauriger Tiefpunkt außenpolitischen Versagens und Beleg erbärmlicher Doppelstandards“, so die BSW-Gründerin. „Denn im Fall der Ukraine bleibt das Völkerrecht natürlich der Vorwand, Jahr für Jahr viele Milliarden deutsches Steuergeld in ein korruptes Regime zu versenken und den Krieg zu verlängern.“
13:02 Uhr – Ministerium: Iran greift Energieanlagen in Katar mit Drohnen an
Der Iran soll Energieinfrastruktur in Katar mit Drohnen angegriffen haben. Das meldet das katarische Verteidigungsministerium. Opfer habe es nicht gegeben. Die Islamische Republik habe mit Drohnen einen Wassertank an einem Kraftwerk in der Staat Messaieed im Süden Katars ins Visier genommen sowie eine Energieeinrichtung in der Industriestadt Ras Laffan, die vom Staatskonzern Qatar Energy betrieben werde.
12:50 Uhr – Libanon verbietet Hisbollah militärische Aktivitäten
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nauaf Salam in einer Fernsehansprache an. Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation.
12:30 Uhr – Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen abgefangen
Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern werden zwei Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
12:26 Uhr – Politiker warnen vor iranischen Schläfern und Terrorgefahr in Deutschland
Nach der Eskalation im Nahen Osten wird vor einer erhöhten Terrorgefahr in Deutschland gewarnt. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagt, man beobachte die Lage sehr genau, auch mit Blick auf jüdische Einrichtungen. Auch die Bundesländer würden darauf achten. Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sagt dem „Handelsblatt“, er befürchte „asymmetrische Terrorakte“, da in Deutschland noch viele Schläfer vermutet würden. Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz spricht in der „Rheinischen Post“ von einer „deutlich erhöhten“ Gefährdung. Er forderte die Regierung auf, geheimdienstliche Aktivitäten des Iran „effektiv einzuschränken“. Besonders gefährdet seien jüdische Einrichtungen, Exil-Iraner und Angehörige der Bundeswehr.
12:20 Uhr – Grüne fordern Bundesregierung zu Ausreisehilfe für Deutsche auf
Die Grünen haben die Bundesregierung zu aktiver Ausreisehilfe für die Tausenden Deutschen aufgerufen, die wegen des Iran-Krieges in der Region festsitzen. „Johann Wadephul kapituliert vor der eigenen Verantwortung“, sagte die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Deborah Düring. „Während die Briten konkrete Evakuierungen für ihre Bürgerinnen und Bürger aus der Region vorbereiten, erklärt unsere Bundesregierung, man könne nichts tun“, kritisierte sie. „Wer bei einer Eskalation dieser Größenordnung keine Notfallpläne umsetzt, hat entweder nicht vorgesorgt oder den Ernst der Lage nicht begriffen. Beides ist fatal“, so die Abgeordnete.
12:10 Uhr – Kuwait schießt drei US-Kampfjets ab
Das US-Militär gibt an, dass Kuwait während eines Gefechts versehentlich drei amerikanische F-15E Strike Eagles abgeschossen hat. Alle Piloten konnten sich retten. Kuwait ist ein Verbündeter der USA am Golf. Experten sprechen in solchen Fällen von „friendly fire“.
12:02 Uhr – Neue Angriffe auf Iran
Israel kündigt neue „umfassende“ Angriffe auf Teheran an. Fast zeitgleich melden iranische Medien mehrere Explosionen in der Hauptstadt.
11:53 Uhr – Feuer in AWS-Rechenzentrum in Arabischen Emiraten
Nach einem Einschlag mehrerer „Objekte“ sind einige Rechenzentren von Amazon Web Services (AWS) in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ausgefallen. In den Anlagen seien wegen eines Feuers die Stromversorgung und die Datenverbindungen gestört, teilt der Betreiber AWS am Montag mit. Davon betroffen seien neben Standorten in den VAE auch Server in Bahrain. Der Brand brach am Sonntag aus.
11:36 Uhr – Luftalarm auf britischen Stützpunkt auf Zypern
Auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern gibt es erneut Alarm. Der staatliche zyprische Sender CyBC berichtet in einer Live-Sendung von Sirenengeheul kurz nach Mittag. Zudem starten Flugzeuge von der Basis in der Nähe der Stadt Limassol. Der Stützpunkt war erst Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.
11:35 Uhr – Israels Armee: Iran greift systematisch Wohnhäuser an
Israels Armee wirft dem Iran vor, bei seinen Angriffen in Israel gezielt zivile Ziele ins Visier zu nehmen. „Wir haben konkrete Informationen erhalten, die belegen, dass der Iran systematisch zivile Wohnhäuser in Israel angreift“, sagt Militärsprecher Nadav Schoschani. Irans Führung wolle auf diese Weise Panik in Israel auslösen und die öffentliche Meinung beeinflussen. Er spricht von „einer iranischen Strategie“. Der Iran wiederum betont stets, Ziel seiner Angriffe seien etwa Einrichtungen des israelischen Militärs oder der israelischen Regierung. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
11:21 Uhr – Israels Botschafter: Racheakte in Deutschland möglich
Israels Botschafter Ron Prosor hält nach den Angriffen auf den Iran Racheakte der iranischen Führung auf deutschem Boden für möglich. „Ich halte bei diesen Terroristen alles für möglich“, sagt Prosor der Deutschen Presse-Agentur. „Das heißt, wir müssen uns darauf gut vorbereiten, immer mit einem offenen Auge schlafen.“ Man müsse „on high alert“ (in höchster Alarmbereitschaft) sein.
11:15 Uhr – Schiff im Hafen von Bahrain von Projektilen getroffen
Im Hafen von Bahrain ist ein Schiff nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) von zwei unbekannten Projektilen getroffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen gelöscht sei. Die Besatzung sei in Sicherheit, das Schiff liege weiter im Hafen.
11:14 Uhr – „Iran will Europa in den Krieg ziehen“, sagt Prosor
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, wirft dem Iran vor, Europa in den Krieg im Nahen Osten hineinziehen zu wollen. Der Drohneneinschlag auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt im EU-Staat Zypern sei für ihn ein Anzeichen dafür, dass der Iran versuche, die Europäer in Kampfhandlungen zu verwickeln, sagte Prosor. „Hoffentlich wird Europa das mal sehen und darauf auch reagieren – in welcher Art und Weise, das ist eine Entscheidung, die in Europa getroffen wird.“
11:04 Uhr – EU-Kommission sieht keine Gefahr für Ölversorgung der Gemeinschaft
Die Europäische Kommission erwartet keine unmittelbaren Folgen für die Ölversorgung der EU durch die Eskalation im Nahen Osten. Dies geht aus einer E-Mail der Brüsseler Behörde an die EU-Regierungen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Zum jetzigen Zeitpunkt sehe man keine Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit.
11:03 Uhr – Ausschuss-Chef: Deutschland könnte USA und Israel mit Waffen unterstützen
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), schließt ein militärisches Eingreifen Deutschlands oder Europas im Iran-Krieg kategorisch aus. Denkbar sei allenfalls „militärische Unterstützung in Form von Lieferung von Waffen, Waffensystemen und Munition“, sagt Röwekamp dem Sender Phönix. Er stellt klar: „Wir sind nicht Teil dieses Konflikts, und wir werden auch militärisch mit unserer Bundeswehr oder auch mit anderen europäischen Armeen sicherlich nicht in diesen Konflikt eingreifen.“
10:59 Uhr – Irans Schulen bis Ende März geschlossen
Angesichts des Krieges bleiben die Schulen im Iran bis Ende März geschlossen. Der Unterricht erfolge stattdessen nun online, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Die Regelung gilt demnach bis zum Ende des persischen Kalenderjahrs, das am 21. März endet.
10:57 Uhr – Iranischer Diplomat: Atomanlage Natans angegriffen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist nach Angaben eines hochrangigen iranischen Diplomaten die wichtige Atomanlage in Natans angegriffen worden. Wie Resa Nadschafi, Teherans Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, vor Journalisten sagte, erfolgte die Attacke am Sonntag.
10:56 Uhr – Frankreich bereit zur „Verteidigung der Golfstaaten“
Frankreich hat seine Bereitschaft zur Verteidigung der Golfstaaten. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sicherte „den befreundeten Ländern, die von den Raketen und Drohnen der iranischen Revolutionsgarden bewusst ins Visier genommen werden“ die Unterstützung seines Landes zu. Frankreich sei „bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen“, sagte Barrot. Er erwähnte namentlich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien.
10:38 Uhr – Tschechien holt Bürger mit Militärflugzeugen aus Nahost
Tschechien schickt zwei Militärflugzeuge in den Nahen Osten, um Bürger des EU- und Nato-Mitgliedstaats in Sicherheit zu bringen. Die eine Maschine werde in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich, die andere in die jordanische Hauptstadt Amman fliegen, sagt der tschechische Regierungschef Andrej Babis nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag.
10:37 Uhr – Saudi-Arabien: Anlage von Öl-Konzern Aramco angegriffen
In Saudi-Arabien ist eine Anlage des staatlichen Ölkonzerns Aramco mit mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Zwei Drohnen hätten die Ölraffinerie in Ras Tanura im Osten des Landes attackiert, teilt ein Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums mit. Die Drohnen seien abgefangen und zerstört worden. Durch herabfallende Trümmerteile sei an der Anlage ein Feuer ausgebrochen, Opfer habe es dabei aber nicht gegeben. Einige Trümmerteile seien auch in Wohngegenden heruntergekommen.
10:20 Uhr – Russland: Stehen in ständigem Kontakt mit iranischer Führung
Die russische Regierung steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit der iranischen Führung und erörtert die Situation. Auch mit anderen betroffenen Ländern, darunter die Golfstaaten, tausche man sich aus, erklärt der Kreml. Die iranisch-amerikanischen Gespräche hätten sich auf einem guten Weg befunden, als die Lage dann in „offene Aggression“ gekippt sei.
10:15 Uhr – Zypern verschiebt EU-Ministertreffen nach Drohnenangriff
Zypern verschiebt wegen eines Drohnenangriffs auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt das geplante Treffen der EU-Europaminister. Der Vorfall in der Nacht habe den Flugverkehr beeinträchtigt, teilt die zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Der informelle Rat für Allgemeine Angelegenheiten werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
10:10 Uhr – IAEA-Chef warnt vor Atomunfall im Nahen Osten
Angesichts der militärischen Eskalation warnt der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, vor dem Risiko eines Atomunfalls. „Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen – inklusive der Evakuierung von Gebieten, die so groß oder größer sind wie Großstädte“, warnt er in einer Sondersitzung der Organisation in Wien.
09:55 Uhr – Frankreich kritisiert Israel und USA
Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kritisiert die Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Der Einsatz von Gewalt erlange nur durch den UN-Sicherheitsrat die nötige Legitimität, sagt Barrot nach einem Treffen in Paris. Das Vorgehen hätte in den entsprechenden Gremien debattiert werden müssen.
09:46 Uhr – Israel will Hisbollah-Chef Kassem töten
Israels Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnet Hisbollah-Chef Naim Kassem als „Ziel für eine Eliminierung“. Die mit dem Iran verbündete Miliz im Libanon hat zuvor Israel beschossen. Der Angriff war eine Vergeltung für die Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf die Frage, ob eine Invasion des Libanon mit Bodentruppen geplant sei: „Alle Optionen liegen auf dem Tisch.“
09:44 Uhr – Iran meldet mehr als 500 Tote
Die Zahl der Todesopfer im Iran soll auf mindestens 555 gestiegen sein. Das teilt die Rothalbmondgesellschaft der Islamischen Republik mit.
09:28 Uhr – Ministerium: Feuer in saudi-arabischer Raffinerie nach Drohnenangriff
In der großen Raffinerie Ras Tanura ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums ein „begrenztes“ Feuer ausgebrochen. Grund seien Trümmer abgeschossener Drohnen, sagt ein Sprecher dem Sender Al-Arabija. Zwei Drohnen seien abgefangen worden, niemand sei verletzt worden.
09:23 Uhr – Mehrere US-Kampfjets stürzen in Kuwait ab
Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt. Die Besatzungen hätten überlebt, teilt ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben.
09:13 Uhr – Iran-Krise: Aktienkurse in Europa fallen um gut zwei Prozent
Angesichts der Angriffe auf den Iran sind die Aktienkurse an wichtigen Börsen in Europa am Morgen zu Handelsbeginn um gut zwei Prozent gefallen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) gab um 2,29 Prozent nach. An der Börse in Paris fielen die Kurse um 2,36 Prozent. In London lag der Index FTSE dagegen zunächst nur 0,93 Prozent im Minus.
09:05 Uhr – Zypern bestätigt Einschlag auf britischem Stützpunkt
Der Präsident Zyperns bestätigt den Einschlag einer iranischen Drohne auf einem britischen Militärstützpunkt auf der Insel. Die Drohne vom Typ Schahed habe „kurz nach Mitternacht“ (Ortszeit, 23.00 Uhr MEZ) die Basis Akrotiri im Süden Zyperns getroffen und dort „geringen Sachschaden“ angerichtet, erklärt der zyprische Präsident Nikos Christodoulides.
Die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärt, im nahe der bei Touristen beliebten Großstadt Limassol gelegenen Akrotiri sei eine Landebahn des Flughafens getroffen worden. Es sei derzeit nicht möglich, „weitere und detailliertere Angaben zu machen“, alle „Vorsichtsmaßnahmen“ seien jedoch ergriffen worden.
09:04 Uhr – Explosionen am auch von US-geführten Truppen genutzten Flughafen im irakischen Erbil
Im Irak hat es am Morgen in der Nähe des auch von US-geführten Truppen genutzten Flughafens von Erbil laute Explosionen gegeben. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtet von Detonationen nahe des Flughafens, auf dem Truppen der von den USA geführten Koalition stationiert sind. Zuvor hatte ein AFP-Fotograf berichtet, dass die Luftabwehr in der Nähe des Flughafens von Erbil Drohnen abfing.
08:52 Uhr – Wadephul: Werden uns am Iran-Krieg nicht beteiligen
Deutschland wird sich nach Angaben von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. „Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen“, sagt Wadephul im Deutschlandfunk. Im Gegensatz zu Großbritannien, das den USA die Nutzung britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort nicht. „Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel“, sagt Wadephul. „Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen.“
08:45 Uhr – Aktienkurse an den Börsen in Asien sinken
Angesichts der Angriffe sind die Aktienkurse an den Börsen in Asien am Morgen gesunken. In Tokio, Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften fielen stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.
Auch an den europäischen Börsen werden sinkende Kurse erwartet. Die Märkte „leiden unter der Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren potenziellen Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die Energieflüsse“, erklärt der Analyst John Plassard von der Cité Gestion Private Bank. Sie sorgten sich vor allem um „deutlich höhere Ölpreise und Störungen der Lieferketten mit dem Risiko einer höheren Inflation“, erläutert Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown.
08:39 Uhr – Großbritannien bereitet Evakuierung von Bürgern vor
Großbritannien bereitet sich auf die Evakuierung seiner Bürger aus dem Nahen Osten vor. Schätzungsweise 300.000 Briten hätten ihre Anwesenheit in der Region registriert, sagt Außenministerin Yvette Cooper dem Sender Sky News. Die Regierung arbeite an verschiedenen Optionen. Es gehe um Zusammenarbeit mit der Reisebranche und vom Staat organisierte Evakuierungen. Zudem seien Eingreiftruppen in die Region entsandt worden.
08:34 Uhr – Wadephul schließt militärische Evakuierung von Reisenden aus Golfregion aus
Wadephul schließt eine militärische Evakuierung von deutschen Reisenden aus, die derzeit wegen des Iran-Konflikts in der Golfregion festsitzen. „Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen“, sagt Wadephul zu „Bild“. Wann eine Ausreise für die Betroffenen wieder möglich sein wird, sei derzeit nicht absehbar.
08:15 Uhr – China ruft zum sofortigen Stopp der Angriffe auf
China zeigt sich besorgt über die Gefahr einer Ausweitung der Kämpfe auf die gesamte Region und ruft alle Parteien zum sofortigen Stopp der Angriffe auf. Die Volksrepublik stehe bereit, zusammen mit der internationalen Gemeinschaft zur Verhandlungslösung des Konflikts beizutragen, teilt das Außenministerium in Peking mit. Es bekräftigt seine Haltung, die israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran seien eine Verletzung des internationalen Rechts.
07:58 Uhr – US-Kampfjet stürzt offenbar über Kuwait ab
Laut Berichten regionaler Medien und Posts auf Social Media ist ein F-15-Kampfjet der US-Luftwaffe nahe der irakischen Grenze in Kuwait abgestürzt. Der Pilot soll sich per Schleudersitz gerettet haben. Der israelische Channel 12 teilt ein Video auf X.
07:54 Uhr – Flammen auf Gelände der US-Botschaft in Kuwait
Die US-Botschaft in Kuwait wird bei einem mutmaßlich iranischen Angriff getroffen. Die Nachrichtenagentur AP gelangte in Besitz von Videoaufnahmen, die Flammen und Rauch auf dem Botschaftsgelände zeigen. Auch eine Alarmsirene war zu hören. Auch Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten über aufsteigenden Rauch. „Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft“, teilte die US-Botschaft im Land mit.
06:59 Uhr – Mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon, heißt es aus Beirut
Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 31 Menschen getötet worden.
05:44 Uhr – „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“ –Chamenei-Vertrauter lehnt Gespräche ab
Der Iran setzt auf Konfrontation: Der einflussreiche Sicherheitsratschef Ali Laridschani, bisher ein enger Berater des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, lehnt jegliche Verhandlungen mit der US-Regierung ab. „Wir werden nicht mit den USA verhandeln“, erklärte Laridschani auf X. Er wies Medienberichte zurück, wonach iranische Vertreter versucht hätten, Gespräche mit Washington aufzunehmen.
Laridschani warf Donald Trump außerdem vor, die Region „mit seinen ‚illusorischen Träumen‘ ins Chaos gestürzt“ zu haben. Nun sorge Trump sich um Verluste unter den US-Streitkräften.
04:26 Uhr – Irakische Miliz bekennt sich zu Drohnenangriff auf US-Truppen im Irak
Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam hat sich zu einem Drohnenangriff auf US-Truppen am Flughafen in der irakischen Hauptstadt Bagdad bekannt. Der Angriff war Vergeltung für den Tod des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, wie die Gruppe mitteilte. Saraja Awlija al-Dam ist eine der schiitischen Milizen, die nach der von den USA geführten Invasion im Jahr 2003 im Irak tätig wurde, die den damaligen Machthaber Saddam Hussein stürzte. Die USA und der Irak haben sich zunächst nicht zu der Erklärung geäußert.
03:27 Uhr – Israelische Armee fordert 50 Dörfer im Libanon zur Evakuierung auf
Nach Beschuss der proiranischen Hisbollah-Miliz auf Israel hat die israelische Armee die Bewohner von etwa 50 Städten und Dörfern im Süden und Osten des Libanon zur Evakuierung aufgerufen. „Zu Ihrer Sicherheit verlassen Sie bitte sofort Ihre Häuser und begeben Sie sich mindestens 1000 Meter von Ihrem Dorf entfernt in offene Gebiete“, erklärte eine israelische Armeesprecherin am Montag im Onlinedienst X.
03:17 Uhr – Israels Armee attackiert ranghohe Hisbollah-Mitglieder
Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger „Hisbollah-Terrorist“ im Süden des Libanons getroffen worden.
Das israelische Militär reagierte damit auf den nächtlichen Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel.
In Beirut waren laute Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von israelischen Angriffen im gesamten Libanon, darunter in den südlichen Vororten der Hauptstadt.
02:15 Uhr – Hisbollah-Miliz greift Israel an
Die Hisbollah-Miliz im Libanon greift an der Seite des Irans Israel mit Raketen an. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei. Das teilte die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht mit. Kurz darauf begann die israelische Armee nach eigenen Angaben Stellungen der Hisbollah im nördlichen Nachbarland zu bombardieren. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.
Man werde gegen die Entscheidung der Hisbollah, sich an den iranischen Gegenangriffen zu beteiligen, vorgehen und nicht zulassen, dass die Miliz eine Bedrohung für den Staat Israel darstellt, teilte die israelische Armee mit. Sie fing kurz zuvor nach eigenen Angaben ein Geschoss der Hisbollah ab, mehrere andere seien in offenem Gelände niedergegangen.
Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die Hisbollah Israel mit Raketen angegriffen hat. Nach den jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran hatte die Miliz den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation „nichts außer Versagen ernten“, teilte das Medienbüro der Organisation mit.
02:00 Uhr – Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain – ein Toter
In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte.
01:39 Uhr – Ölpreise schnellen hoch – Konflikt im Nahen Osten stört Öltransporte
Die Ölpreise sind um mehr als acht Prozent auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen. Grund dafür ist die Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA, die den Schiffsverkehr in der wichtigen Förderregion stört. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze auf 82,37 Dollar, was einem Anstieg von 8,88 Prozent entspricht. Der Preis für die US-Leichtölsorte West Texas Intermediate stieg um acht Prozent auf 72,38 Dollar.
01:12 Uhr – Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle in Teheran
Die israelische Luftwaffe setzt ihre Attacken gegen Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran fort. Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das „iranische Terrorregime im Herzen von Teheran“ begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.
Reuters/dpa/AFP/AP/jm/säd/coh/sebe/sara/krö/jmr
Source: welt.de