Israel meldet Zerstörung von Chameneis Flieger – und „begrenzte“ Bodeneinsätze im Libanon

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

09:35 Uhr – Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger

Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom getöteten Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll. „Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen“, hieß es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert.

08:29 – Wadephul weist Trump-Forderung zurück

Verbündete der USA reagieren ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Bundesaußenminister Johann ​Wadephul erklärte, eine dementsprechende Ausweitung des EU-Einsatzes Aspides sei unwahrscheinlich. „Ich bin sehr skeptisch“, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Aspides war nach Angriffen der Huthi-Rebellen ⁠im Jemen auf Handelsschiffe im Zuge des Gaza-Kriegs gegründet worden und soll die zivile Schifffahrt in der Region um das Rote Meer schützen. Wadephul bekräftigte, Deutschland werde sich nicht aktiv am Nahost-Konflikt beteiligen. Japan und Australien erklärten am Montag, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel.

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07:31 Uhr – Israels Armee bestätigt „begrenzte“ Bodeneinsätze im Libanon

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee mit. Die Einsätze am Boden seien „Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen. Die „Times of Israel“ hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten.

07:07 Uhr – Trump fordert Nato-Beteiligung in Straße von Hormus

US-Präsident Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit konfrontativen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus. Die Nato werde vor einer düsteren Zukunft stehen, sollten die Partner der USA dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview der „Financial Times“. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der Nato sein“, wurde Trump zitiert.

In dem achtminütigen Gespräch mit der „Financial Times“ erwähnte Trump auch China. Die Volksrepublik sei wie Europa – und anders als die USA – stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, wurde Trump weiter zitiert. Tatsächlich beziehen die Europäer aber nur einen Bruchteil der Ölmenge aus dieser Weltregion, den China von dort importiert.

Es sei „nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert“, wurde der Republikaner zitiert. Trotz seiner Warnung an die Adresse der Nato zeigte er sich demnach pessimistisch, dass die Verbündeten seinen Appellen Gehör schenken würden. „Wir hätten ihnen in der Ukraine nicht helfen müssen. Die Ukraine ist Tausende von Kilometern von uns entfernt. Aber wir haben ihnen geholfen“, wurde Trump mit Blick auf die Nato zitiert. „Jetzt werden wir sehen, ob sie uns helfen. Denn ich habe schon lange gesagt, dass wir für sie da sein werden, sie aber nicht für uns. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie da sein werden.“

Auf die Frage der „Financial Times“, welche Hilfe er genau erwarte, habe Trump erwidert: „Was auch immer nötig ist.“ Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Außerdem deutete er an, dass er Hilfe dabei erwarte, „einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste auszuschalten“.

05:50 Uhr – EU sucht Lösungen für hohe Energiepreise

Auch gut zwei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs ist Europa weiter ausreichend mit Öl und Gas versorgt – aber die Preise steigen. In Brüssel wird nach Lösungen gesucht. Vor dem Hintergrund steigender Preise treffen sich am Montag die Energieminister der EU in Brüssel. Das Treffen dient der Vorbereitung des EU-Gipfels am Donnerstag, bei dem es unter anderem um mögliche Entlastungen für Privathaushalte und Unternehmen angesichts der steigenden Energiepreise gehen soll.

03:05 Uhr – Japan: Vorerst kein Marine-Einsatz in der Straße von Hormus

Japan plant Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zufolge derzeit ​keine Entsendung der Marine zum Schutz von Schiffen im Nahen Osten. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte Takaichi im Parlament. Die Regierung prüfe ⁠weiterhin, was Japan im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten tun könne. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete aufgefordert, Öltanker in der Straße von Hormus zu schützen. Eine formelle Anfrage der USA liegt Takaichi zufolge jedoch noch nicht vor.

03:00 Uhr – Dubai: Feuer in Flughafennähe nach Drohnenangriff

Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Daten der Webseite „Flightradar“ ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.

00:27 Uhr – Israel greift Ziele in südlichen Vororten von Beirut an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe zielten auf „Terror-Infrastruktur der Hisbollah in Beirut“ ab, teilte die israelische Armee am Sonntagabend in Onlinediensten mit. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP hörten eine laute Explosion.

Sonntag, 15. März

23:50 Uhr – Macron: Habe Irans Präsident zu Beendigung der Angriffe aufgefordert

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Angaben in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe auf Nachbarländer gefordert. Dies gelte auch für Kräfte im Libanon und im Irak, teilt Macron auf der Plattform X mit. Die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus müsse so schnell wie möglich wiederhergestellt werden. Ein neuer Sicherheitsrahmen müsse garantieren, dass der Iran niemals Atomwaffen erlange. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte bereits zuvor von dem Telefonat beider Präsidenten berichtet.

20:43 Uhr – Iran: 500 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen

Im Iran sind nach Angaben der Polizei 500 Menschen wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden. Ihnen werde zur Last gelegt, Informationen an Feinde weitergegeben zu haben, sagt Polizeichef Ahmadresa Radan. In der Hälfte der Fälle handele es sich um schwere Fälle. Dazu zählten die Übermittlung von Zieldaten für Angriffe sowie das Filmen von Einschlagstellen.

20:32 Uhr – Israel will noch „tausende Ziele“ im Iran angreifen

Gut zwei Wochen nach Beginn des Krieges will die israelische Armee noch „tausende“ weitere Ziele im Iran angreifen. „Wir haben einen präzisen Plan“, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. „Wir haben immer noch tausende Ziele im Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.“ Die iranische Führung sei „geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen“, fügte Defrin hinzu.

20:12 Uhr – Israel und Libanon vor Gesprächen über Waffenruhe

Israel und der Libanon werden israelischen Vertretern zufolge in den kommenden Tagen voraussichtlich Gespräche führen. Ziel sei eine dauerhafte Waffenruhe, die eine Entwaffnung der Hisbollah vorsehe, sagen zwei israelische Vertreter.

20:05 Uhr – Netanjahu macht sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig gemacht. Er könnte lediglich „für einen Kaffee sterben“, sagte Netanjahu sarkastisch in einem am Sonntag auf seinem Konto im Onlinedienst X veröffentlichten Video – und bekommt umgehend einen Kaffee gereicht.

Dann hob der Regierungschef seine Hände vor die Kamera und fragte: „Wollt ihr die Finger zählen?“ Dabei spielte er auf Spekulationen in Online-Netzwerken an, dass seine jüngste Fernsehansprache von Künstlicher Intelligenz generiert worden sei, da er den Spekulationen zufolge an einer Hand sechs Finger zu haben schien.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Sonntag gedroht, Netanjahu zu töten. Die Revolutionsgarden würden Netanjahu „verfolgen und töten“, sollte dieser noch am Leben sein, erklärte die iranische Nachrichtenagentur Irna auf X.

18:48 Uhr – Wadephul sieht keine Notwendigkeit für Beteiligung an Hormus-Mission

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) schließt eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus zum jetzigen Zeitpunkt aus. Für einen solchen Einsatz sehe er keine „unmittelbare Notwendigkeit – vor allen Dingen auch nicht, dass Deutschland sich beteiligt“, sagte er. Der Minister forderte von den USA und Israel mehr Informationen über die Kriegsziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen den Iran.

17:30 Uhr – Irans Außenminister: Werden uns weiter verteidigen

Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi will sich sein Land weiter verteidigen, bis es ein Einsehen der USA gibt. „Wir sind bereit, uns so lange zu verteidigen, wie es nötig ist“, sagte der iranische Chefdiplomat in der US-TV-Sendung „Face the Nation“ bei CBS News. Man werde weitermachen, bis US-Präsident Donald Trump erkenne, dass es ein „illegaler“ Krieg ohne Aussicht auf Sieg sei.

Auf die Frage der Moderatorin, ob der Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: „Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.“ Der US-Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, der Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen noch nicht gut genug seien.

Der Iran sieht nach Angaben von Araghtschi derzeit keinen Grund für Gespräche über ein Kriegsende mit den USA. Araghtschi sagte, der Iran habe keine guten Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht. Iranische Unterhändler hätten sich gerade mit US-Gesandten im Gespräch befunden, als die Entscheidung zum Angriff auf sein Land getroffen worden sei.

17:00 Uhr – Mehr als 400 Mio. Barrel Öl aus Reserven in Kürze frei

Die weltweiten Ölreserven werden der Internationalen Energiebehörde (IEA) in Kürze freigegeben. Öl aus den Lagerbeständen in Asien und Ozeanien sei ab sofort verfügbar, teilt die IEA mit. Öl aus Europa und den Amerikas folgten Ende März. Bei den geplanten Mengen handele es sich bei 72 Prozent um Rohöl und bei 28 Prozent um Ölprodukte. Zugesagt seien ​271,7 Millionen Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus vorgeschriebenen Industriebeständen.

16:39 Uhr – Berichte: Dutzende Menschen im Iran wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Israel festgenommen

Die iranischen Behörden haben Medienberichten zufolge dutzende Menschen wegen des Verdachts auf Zusammenarbeit mit Israel festgenommen. 20 Menschen seien festgenommen worden, nachdem sie „Informationen über Anlagen von Militär, Polizei und Sicherheitskräften an den zionistischen Feind geschickt haben“, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Staatsanwalt der Region, Hossein Madschidi. Die Festnahmen erfolgten demnach bei Razzien gegen angeblich mit Israel verbundene Netzwerke in der Provinz West-Aserbaidschan.

Mindestens 18 Menschen seien zudem festgenommen worden, weil sie „Bilder von Orten, die von Israel und den USA bombardiert wurden“, sowie von anderen Orten an den Fernsehsender Iran International mit Sitz in London gesendet hätten, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf das Geheimdienstministerium.

16:11 Uhr – Gesetzentwurf zu Kartellrecht: Ölkonzerne sollen Preiserhöhung vorab begründen

Die Bundesregierung will im Kartellrecht ​die Beweispflicht bei der Erhöhung der Benzinpreise umkehren. Künftig sollen die Mineralölkonzerne laut einem am Sonntag vorgelegten Gesetzentwurf vorab sachlich begründen, warum sie ihre Preise an den ⁠Tankstellen erhöhen wollen, teilte ein Regierungssprecher mit. Zudem sollen Tankstellen den Preis nur einmal am Tag – um 12.00 Uhr – erhöhen dürfen. „Preissenkungen sind jederzeit zulässig“, betonte der Sprecher.

Der Gesetzentwurf ging am Sonntag in die Ressortabstimmung, ⁠die bis 20.00 ​Uhr läuft, ist parallel aber auch ‌dem Bundestag zugeleitet worden. Er soll nach Möglichkeit innerhalb einer Woche beschlossen werden, hieß es in Regierungskreisen. Die Änderung des Kartellrechts ist im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig.

15:53 Uhr – Aktivisten: Mehr als 3000 Kriegstote im Iran

Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien mindestens 1319 Zivilisten, darunter 206 Kinder, teilte das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit. Demnach wurden 1122 Militärangehörige getötet. Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.

15:32 Uhr – Tanker laden Öl auf iranischer Insel Charg trotz US-Angriffen

Auf der iranischen Insel Charg wird auch nach den jüngsten US-Angriffen weiterhin Öl verladen. Am Sonntag wurde ein Tanker gesichtet, der dort Öl aufnahm. Zwei Tage zuvor hatten die USA militärische Anlagen auf der Insel angegriffen. Die Schiffsverfolgungsplattform Tankertrackers teilte mit, dass sieben weitere Tanker im Ankergebiet gesichtet worden seien. Fünf hatten bereits Heizöl geladen, während zwei laut Satellitenbildern auf die Beladung warteten. Es war unklar, wem die Tanker gehören.

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagte unterdessen, US-Präsident Donald Trump erwäge derzeit Optionen für einen Angriff auf die iranische Öl-Drehscheibe.

15:02 Uhr – Experte: Spritpreise bleiben wegen Iran-Krieg hoch

Die Spritpreise an den Tankstellen in Deutschland werden nach Einschätzung des Geopolitik-Experten Klemens Fischer noch längere Zeit auf hohem Niveau bleiben. „Dadurch, dass die Straße von Hormus weiterhin gesperrt bleiben wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen sinken werden. Im Gegenteil, nun muss man mit einem weiteren hohen Niveau der Spritpreise rechnen“, sagte Fischer.

Der Iran hätte sich auf eine langfristige Sperre der für die Straße von Hormus vorbereitet. So setze Teheran neben dem Einsatz von Minen auch auf Raketen- und Drohnenangriffe sowie auf schnelle Sturmboote. Dadurch sei der Iran weiterhin in der Lage, die Meerenge militärisch zu kontrollieren. „Man muss damit rechnen, dass diese Straße noch für längere Zeit blockiert sein wird“, sagte Fischer.

Vor einem Treffen mit der Mineralölbranche haben Vertreter von Union und SPD mit staatlichen Eingriffen gedroht, sollten die Spritpreise nicht bald sinken. „Wenn der Wettbewerb nicht mehr fair funktioniert, darf der Staat nicht zuschauen – er muss eingreifen“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU). Aus der CDU kamen Forderungen nach einer Senkung der Energiesteuer oder einer Aussetzung der CO2-Abgabe. Die SPD plädierte für eine Spritpreisbremse.

14:56 Uhr – Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein

Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch „Tausende Ziele“ im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte. „Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.“

14:24 Uhr – Hisbollah liefert sich „direkte“ Kämpfe mit israelischer Armee

Die vom Iran unterstützte Hisbollah liefert sich nach eigenen Angaben im Südlibanon „direkte“ Kämpfe mit der israelischen Armee. Die Kämpfe in der südlibanesischen Stadt Chiam hätten am Samstagabend begonnen, teilte die Miliz mit. Es seien „leichte und mittelschwere Waffen sowie Raketengeschosse“ zum Einsatz gekommen. Zudem griff die Miliz nach eigenen Angaben israelische Soldaten in drei Grenzdörfern an. Bei israelischen Luftangriffen gab es erneut mehrere Tote. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah war nach Beginn des Iran-Kriegs wieder eskaliert.

14:08 Uhr – Großbritannien prüft Hilfe bei Straße von Hormus

Großbritannien prüft nach Angaben von Energieminister Ed Miliband einen Beitrag zur Sicherung der Straße von Hormus. Auf die Frage, ob Großbritannien erwäge, Minensuchboote oder Seedrohnen in die strategisch wichtige Wasserstraße zu entsenden, um den Schiffsverkehr zu sichern, sagte Miliband dem Sender Sky News, die britische Regierung stehe in Kontakt mit ihren Verbündeten.

„Wir prüfen gemeinsam mit unseren Verbündeten intensiv, was getan werden kann, denn es ist so wichtig, dass wir die Meerenge wieder öffnen“, erklärte der Minister. Der BBC sagte er am Sonntag, alle Optionen, die dazu beitragen könnten, die Meerenge wieder zu öffnen, würden geprüft. „Wir wollen keinen atomar bewaffneten Iran, aber die Beendigung dieses Konflikts ist der beste und sicherste Weg, um die Meerenge wieder zu öffnen.“

dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr/krö/coh/säd/ceb

Source: welt.de

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