Stefan Raab kommentiert das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft für RTL+. An seiner Seite: Bully Herbig. Schnell wird klar, dass Fußball-Analyse Nebensache ist. Raab versucht fortan, seinen Humor an den Mann zu bringen. Herbig versteht nichts.
Die deutsche Nationalmannschaft gewinnt das erste Testspiel im WM-Jahr in der Schweiz mit 4:3. Im Netz läuft da eine ganz eigene Show. Auf RTL+ und YouTube begleiten Stefan Raab und Michael „Bully“ Herbig die Partie.
Schon nach wenigen Sekunden wird klar: Fußball-Analyse ist hier Nebensache. Damit die beiden überhaupt wissen, wer gerade am Ball ist, sitzt Experte Tobias Gensler daneben und versucht, Ordnung ins Chaos zu bringen. Raab interessiert sich derweil lieber für Nebensächlichkeiten – etwa dafür, welcher Spieler gerade auf den Rasen spuckt.
Nach zehn Minuten dann der erste „Kracher“. Raab grinst breit: „Weißt du, was ich schade finde? Dass der Schade auf der Bank sitzt.“ Bully kontert trocken: „Ich hatte eine Wette laufen, wie lange du für diesen Spruch brauchst.“ Es bleibt: betretenes Schweigen.
Nicht der einzige Moment, bei dem der Witz irgendwo zwischen Studio und Wohnzimmer verloren geht. Raab legt nach, spottet über Oliver Baumann und Hoffenheim. „Baumann ist aufgeregt, vor mehr als 15 Zuschauern zu spielen. Weil in Hoffenheim ist ja nichts los.“ Bully versteht gar nichts, Raab erklärt mehrfach, aber der Lacher will einfach nicht kommen.
Als die Schweiz durch Ndoye in Führung geht, staunt Bully: „Mit Links! Wie sieht das denn aus?“ Raab sucht einen Schuldigen. „Wem schieben wir es in die Schuhe?“ Das Trio einigt sich auf Jonathan Tah, der von Bully versehentlich „Tané“ getauft wird.
Nach einigen Minuten Leerlauf nimmt sich Raab plötzlich Florian Wirtz vor: „Wenn der nicht Fußball spielen könnte, wäre er ein Kandidat fürs Sommerhaus der Stars.“ Kurz darauf klingelt’s – akustisch zumindest. „Oh, ich höre Glocken?“, wundert sich Raab. Bully bleibt eiskalt: „Ja, das sind meine.“
Und als wäre das alles nicht schon skurril genug, stimmen die beiden in der 33. Minute auch noch ein Mini-Ständchen für Manuel Neuer an, der am Freitag 40 wurde. Sechs Sekunden Gesang – dann zurück in den Wahnsinn.
Als Deutschland das 1:2 kassiert, wird es kurz emotional. „Leck mich!“, entfährt es Raab. Bully bleibt sachlich: „Traumtor! Muss man anerkennen.“ Sekunden später diskutieren beide, ob man nicht einfach „alle auswechseln“ sollte. Zwischendurch wird noch darüber gerätselt, ob Gnabry gerade einen „Espresso“- oder „Süppchen“-Jubel zeigt. Dazu fragt Raab: „War der Sané überhaupt mal am Ball?“
Die nächste Überraschung folgt in der Halbzeit: Das Duo entdeckt die „Live“-Funktion bei Instagram für sich, spricht dort mehrfach genüsslich mit den Followern – aber vergisst beim Wiederanpfiff das Spiel.
Raab selbst merkt irgendwann: „Ich muss mich jetzt mal ein bisschen aufs Spiel konzentrieren, sonst werden sie hier sauer bei RTL.“ Zu spät! Er schildert zudem: „Manche Follower sind ja richtig asozial.“
Kein Halten mehr gibt es bei Raab, als Florian Wirtz das 2:3 macht. Vorher hatte er nicht nur erneute fünfmal seine Show am Samstag angekündigt, sondern auch das Tor des Liverpool-Profis vorhergesagt.
Als Fazit bleibt Bully da nur übrig: „Ich hoffe, wir sind Ihnen nicht zu sehr auf den Geist gegangen.“ Die Antwort vieler Zuschauer dürfte klar sein …
Source: welt.de