US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren
Angriffen auf die iranische Ölexportinsel Charg gedroht. Die USA könnten
die Insel „nur zum Spaß noch ein paarmal treffen“, sagte Trump
in einem Interview mit dem Sender NBC News. Die bisherigen
US-Angriffe hätten den größten Teil der Insel „total zerstört“.
Trump zeigte sich zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur
Beendigung des Konflikts. Er sei jedoch noch nicht bereit, ein
Abkommen mit dem Iran zu schließen, da „die Bedingungen noch
nicht gut genug sind“.
US-Medienaufsicht droht Sendern mit Lizenzverlust
Die US-Regierung geht erneut gegen Medien vor, die ihrer Meinung nach nicht ausgewogen genug über den Krieg im Iran berichten. Sender müssten laut Gesetz „im öffentlichen Interesse“ handeln, sagte FCC-Chef Brendan Carr am Samstag im Onlinedienst X. Medien würden ihre Lizenzen verlieren, „wenn sie dies nicht tun“, kündigte er an. Sender, die „auch als Fake News bekannte Falschmeldungen und
Nachrichtenverzerrungen“ verbreiteten, hätten nun „die Chance, ihren
Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen“, warnte Carr. Konkrete Medien nannte er nicht.
Katar, Kuwait, Emirate und Saudi-Arabien melden Angriffe
Nachbarländer des Iran werden weiter aus der Luft angegriffen. Das Verteidigungsministerium von Katar teilte mit, seine Streitkräfte hätten Drohnen und Raketen aus dem Iran abgefangen. Behörden im Emirat Fudschaira teilten mit, herabfallende Trümmer einer abgeschossenen Drohne hätten einen Brand verursacht und einen jordanischen Staatsbürger verletzt.
In Kuwait melden Behörden Angriffe auf den internationalen Flughafen sowie einen US-Stützpunkt. Die iranische Revolutionsgarde hat indes nach eigenen Angaben eine US-Militärbasis in der Nähe der saudi-arabischen Hauptstadt Riad getroffen. Nach Informationen des Wall Street Journals wurden dabei fünf US-Tankflugzeuge getroffen.
Formel 1 sagt Nahostrennen ab
Die Formel 1 hat aus Sicherheitsgründen die für April geplanten Rennen in Bahrain und
Saudi-Arabien gestrichen. Wie der Motorsport-Weltverband Fia mitteilte, fallen
die für den 12. und 19. April angesetzten Grand-Prix-Entscheidungen ersatzlos aus. Es ist das erste
Mal seit drei Jahren, dass die Veranstalter Formel-1-Rennen absagen. Der Rennkalender umfasst jetzt nur noch 22 statt
24 Veranstaltungen. Das nächste Rennen findet erst wieder
am 3. Mai in Miami statt.
Türkei will sich aus Irankrieg heraushalten
Die türkische Regierung, die bisher zwischen den USA und dem Iran vermittelt hat, bemüht sich um eine neutrale Position. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan, er habe versucht, die Iraner davon zu überzeugen, ihre Angriffe auf benachbarte Golfstaaten einzustellen. Er hält eine Aufnahme offizieller Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für derzeit unwahrscheinlich. Allerdings seien inoffizielle Gespräche „hinter den Kulissen“ möglich, sagte Fidan.
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