Das US-Unternehmen für Satellitenbilder, Planet Labs, will bis auf weiteres keine hochauflösenden Luftaufnahmen der Kriegsgebiete im Nahen Osten mehr veröffentlichen. Damit reagiere man auf eine Aufforderung der US-Regierung an Anbieter von Satellitenbildern, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Die Regierung soll demnach eine „unbefristete Zurückhaltung“ des entsprechenden Bildmaterials gefordert haben. Daher werde rückwirkend zum 9. März 2026 „auf ein Modell des kontrollierten Zugangs umgestellt“, erklärte das Unternehmen. Man gehe davon aus, dass die Einschränkung bis zum Ende des Krieges andauern werde, hieß es.
Bereits am 10. März hatte das Unternehmen angekündigt, wegen des Krieges einen zweiwöchigen Zugriffsstopp auf seine Nahostbilder zu verhängen und damit eine ursprünglich 96-stündige Verzögerung zu verlängern. Neben Planet Labs hatte damals auch das Unternehmen Vantor derartige Beschränkungen verkündet.
Zuvor stellte Planet Labs seinen Kunden die Bilder innerhalb weniger Stunden nach dem Überflug der Satelliten zur Verfügung. Das US-Recht sieht vor, dass jedes Unternehmen mit Sitz in den USA, das kommerziell hochauflösende Satellitenbilder anbietet, aus Gründen der nationalen Sicherheit oder der Außenpolitik Beschränkungen unterliegen kann.