Irankrieg: Nato-Abwehrsystem fängt weitere Rakete aus dem Iran droben dieser Türkei ab

Abwehresysteme der Nato haben nach Angaben der Türkei eine dritte iranische Rakete zerstört. Diese sei vom Iran in Richtung Türkei abgeschossen worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, teilte das Ministerium nicht mit. Die Türkei habe den Iran um eine Stellungnahme ersucht.

Türkischen Medienberichten zufolge waren am Morgen Sirenen nahe dem Nato-Luftwaffenstützpunkt in İncirlik in der Provinz Adana zu hören. Das Verteidigungsministerium bestätigte das zunächst nicht.

Irans Präsident telefonierte mit Recep Tayyip Erdoğan

Es ist bereits der dritte Angriff auf den Nato-Bündnispartner Türkei seit Beginn des Irankriegs. Vor einer Woche war die erste iranische Rakete von der Nato über dem Mittelmeer abgefangen worden. Das Geschoss war nach türkischen Angaben gestoppt worden, ehe es den türkischen Luftraum erreichte. Trümmerteile ​der Abfangrakete waren in der südöstlichen Provinz Hatay niedergegangen.

Am Montag wurde dann erneut eine aus dem Iran abgefeuerte Rakete von den Nato-Vertedigungskräften über dem östlichen Mittelmeer abgefangen. Laut dem türkischen Verteidigungsministerium sind Munitionsteile in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen. Bei den beiden Angriffen wurden jedoch keine Menschen verletzt.

Nach dem zweiten Vorfall telefonierte Irans Präsident Masud Pezeshkian mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan. Laut türkischem Präsidialamt sagte Peseschkian in dem Telefonat, dass „die in den türkischen Luftraum eingedrungenen Raketen nicht aus dem Iran stammen“.

Am Dienstag gab die türkische Regierung bekannt, dass sie als Reaktion auf die Angriffe ein Patriot-Raketenabwehrsystem in
der östlichen Provinz Malatya stationieren werde. In der Provinz liegt
der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Radarsystem
der Nato stationiert ist, das iranische
Raketenstarts erkennen kann. Bereits nach dem Abschuss der ersten Rakete
im türkischen Luftraum in der vergangenen Woche hatte die Nato ihre Abwehrbereitschaft verstärkt.

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