Irankrieg: Israel meldet Beschuss aus dem Iran und attackiert Teheran und Beirut


  • Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet.
  • Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet.
  • Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.


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Irak soll Ölförderung ausländischer Konzerne gestoppt haben

Wegen des Kriegs hat der Irak nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die Förderung von Öl für alle Ölfelder, die von ausländischen Konzernen erschlossen werden, vorerst eingestellt. Militäreinsätze hätten ⁠die meisten Rohölexporte des Landes ​durch die Straße von Hormus zum Erliegen gebracht, zitierte die Nachrichtenagentur drei mit dem Vorgang vertraute Personen. In einem Schreiben ‌des ⁠Ölministeriums vom 17. März hieß es zudem, die irakischen Lagerkapazitäten seien erschöpft, da die Durchfahrt durch die Meerenge stark beeinträchtigt sei.

Dem Ministerium zufolge wurde ein vollständiger Produktionsstopp in den betroffenen Konzessionsgebieten angeordnet. Entschädigungsansprüche gebe es nicht, weil der Irak "höhere Gewalt" geltend mache. Der Exportrückgang dürfte die Einnahmen des Irak stark belasten, regulär stammen mehr als ​90 Prozent aus dem Ölverkauf.

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Libanon meldet mehr als 1.000 Tote seit Kriegsbeginn

Seit dem Einstieg der vom Iran finanzierten Hisbollah im Libanon in den Krieg sind im Libanon nach Behördenangaben mehr als 1.000 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten durch israelische Angriffe liege inzwischen bei 1.021, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In den vorangegangenen 24 Stunden seien 20 neue Tote gemeldet worden. Die Zahl der Verletzten stieg demnach um 57 auf 2.641.

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US-Regierung lockert Sanktionen für iranisches Öl auf Schiffen

Der Iran darf bis zum 19. April Öl, das bereits auf Tankern verladen wurde, ausliefern und verkaufen. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Mit diesem Schritt sollen die Rohstoffpreise eingedämmt werden, die wegen der Blockade der Straße von Hormus durch die iranische Revolutionsgarde in die Höhe geschnellt waren.

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Iran verurteilt Großbritanniens Kurswechsel 

Die iranische Führung hat den britischen Premierminister Keir Starmer davor gewarnt, dass sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde. Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem Irankrieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf X.

Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, "dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden". Der Iran werde "sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen".

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge soll der Iran zwei Mittelstreckenraketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert haben. Keine der Raketen habe den Stützpunkt jedoch getroffen. Wann genau der Angriff stattfand, schrieb die Zeitung nicht.

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Israel meldet neue Raketenangriffe aus dem Iran

Der Iran hat nach israelischen Angaben Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, "um die Bedrohung abzufangen", schrieb das israelische Militär auf Telegram.

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Israel greift Ziele in Teheran und Beirut an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben wieder Ziele in Teheran attackiert. Die Armee greife "Ziele des iranischen Terrorregimes in Teheran" an, teilte das israelische Militär mit. Demnach waren zuvor iranische Raketen auf Israel abgefeuert worden.
 
Zudem gab Israel bekannt, erneut Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon anzugreifen. Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut würden beschossen. Zuvor hatte es eine Evakuierungsaufforderung für sieben im Süden von Beirut gelegene Vororte gegeben.  

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Dies wurde nach ​Beratungen des britischen Kabinetts über die Lage dort bekannt gegeben. Das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung der Region umfasse US-Einsätze zur Zerstörung derartiger Raketenstellungen, teilte das Büro von Premierminister Keir Starmer mit.Zuvor hatte die britische Außenministerin Yvette Cooper mit ihrem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert und dabei das britische Vorgehen in der Golfregion als defensiv bezeichnet. 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Auf seiner Plattform sprach er davon, die Militärangriffe auf den Iran möglicherweise zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele in dem Krieg zu erreichen, schrieb er.Trump listete fünf Ziele auf. Dazu zählte er die vollständige Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeiten und Abschussvorrichtungen sowie der dortigen Verteidigungsindustrie. Außerdem nannte er die Eliminierung der Marine und Luftwaffe samt den Flugabwehrsystemen.Zudem gehe es darum, niemals zuzulassen, dass der Iran auch nur annähernd in den Besitz von Atomwaffen gelange. Schließlich nannte Trump als Ziel den Schutz der Verbündeten im Nahen Osten, einschließlich Israel, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Kuwait und weitere. Letzteres ist ein neues Ziel der US-Regierung – bisher sprach sie stets von vier Zielen.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-03-20T22:08:40.000Z","dateModified":"2026-03-20T23:27:53.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Mounia Meiborg"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Donald Trump lehnt Feuerpause ab","articleBody":"Donald Trump lehnt Feuerpause abDer US-Präsident hat sich gegen eine Waffenruhe im Irankrieg ausgesprochen. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagte Trump.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-03-20T20:36:03.000Z","dateModified":"2026-03-20T20:36:03.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Konstantin Zimmermann"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"US-Präsident schimpft auf Nato wegen ausbleibender Hilfe","articleBody":"US-Präsident schimpft auf Nato wegen ausbleibender HilfeDer US-Präsident Donald Trump hat die Nato-Staaten wegen ihrer Haltung im Irankrieg als "Feiglinge" bezeichnet. Sie würden sich über die hohen Ölpreise beschweren, aber nicht helfen wollen, die Straße von Hormus zu öffnen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.Zuvor hatte der US-Präsident die Hilfe der Nato-Verbündeten bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran eingefordert. 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Das teilte Außenministerin Yvette Cooper ihrem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi in einem Telefonat mit. Cooper bezeichnete das britische Vorgehen in der Golfregion als defensiv und als Reaktion auf "iranische Aggression gegen Partner-Länder am Persischen Golf". Zudem drang sie auf eine schnelle Friedenslösung im Iran-Krieg.Araghtschi warf Großbritannien in dem Gespräch eine Mitverantwortung an den israelischen und US-Angriffen auf den Iran vor. 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Das kündigte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X an. Mehr als hundert Soldaten und Soldatinnen seien bereits nach Polen zurückgekehrt, sagte ein Sprecher des Oberkommandos der Streitkräfte der Nachrichtenagentur PAP. Mehrere Militärangehörige wurden demnach nach Jordanien verlegt, um den Betrieb des Kontingents aufrechtzuerhalten. Das EU- und Nato-Land Polen unterstützte die USA im Irakkrieg 2003 mit 2.000 Soldaten und gehörte damals mit anderen Ländern aus Mittelosteuropa zur "Koalition der Willigen". 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Mounia Meiborg

Israel greift Ziele in Teheran und Beirut an

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben wieder Ziele in Teheran attackiert. Die Armee greife „Ziele des iranischen Terrorregimes in Teheran“ an, teilte das israelische Militär mit. Demnach waren zuvor iranische Raketen auf Israel abgefeuert worden.
 
Zudem gab Israel bekannt, erneut Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon anzugreifen. Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut würden beschossen. Zuvor hatte es eine Evakuierungsaufforderung für sieben im Süden von Beirut gelegene Vororte gegeben.  

Ulrike Tschirner

Israel meldet neue Raketenangriffe aus dem Iran

Der Iran hat nach israelischen Angaben Israel erneut mit Raketen angegriffen. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, „um die Bedrohung abzufangen“, schrieb das israelische Militär auf Telegram.

Ulrike Tschirner

Iran verurteilt Großbritanniens Kurswechsel 

Die iranische Führung hat den britischen Premierminister Keir Starmer davor gewarnt, dass sein jüngster Kurswechsel bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA nicht ohne Folgen bleiben werde. Die große Mehrheit der Briten wolle mit dem Irankrieg nichts zu tun haben, schrieb Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf X.

Starmer bringe seine eigenen Landsleute in Gefahr, indem er zulasse, „dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden“. Der Iran werde „sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen“.

Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge soll der Iran zwei Mittelstreckenraketen auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert haben. Keine der Raketen habe den Stützpunkt jedoch getroffen. Wann genau der Angriff stattfand, schrieb die Zeitung nicht.

Ulrike Tschirner

US-Regierung lockert Sanktionen für iranisches Öl auf Schiffen

Der Iran darf bis zum 19. April Öl, das bereits auf Tankern verladen wurde, ausliefern und verkaufen. Das teilte das US-Finanzministerium mit. Mit diesem Schritt sollen die Rohstoffpreise eingedämmt werden, die wegen der Blockade der Straße von Hormus durch die iranische Revolutionsgarde in die Höhe geschnellt waren.

Hier lesen Sie mehr dazu:

Ulrike Tschirner

Libanon meldet mehr als 1.000 Tote seit Kriegsbeginn

Seit dem Einstieg der vom Iran finanzierten Hisbollah im Libanon in den Krieg sind im Libanon nach Behördenangaben mehr als 1.000 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten durch israelische Angriffe liege inzwischen bei 1.021, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. In den vorangegangenen 24 Stunden seien 20 neue Tote gemeldet worden. Die Zahl der Verletzten stieg demnach um 57 auf 2.641.

Ulrike Tschirner

Irak soll Ölförderung ausländischer Konzerne gestoppt haben

Wegen des Kriegs hat der Irak nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die Förderung von Öl für alle Ölfelder, die von ausländischen Konzernen erschlossen werden, vorerst eingestellt. Militäreinsätze hätten ⁠die meisten Rohölexporte des Landes ​durch die Straße von Hormus zum Erliegen gebracht, zitierte die Nachrichtenagentur drei mit dem Vorgang vertraute Personen. In einem Schreiben ‌des ⁠Ölministeriums vom 17. März hieß es zudem, die irakischen Lagerkapazitäten seien erschöpft, da die Durchfahrt durch die Meerenge stark beeinträchtigt sei.

Dem Ministerium zufolge wurde ein vollständiger Produktionsstopp in den betroffenen Konzessionsgebieten angeordnet. Entschädigungsansprüche gebe es nicht, weil der Irak „höhere Gewalt“ geltend mache. Der Exportrückgang dürfte die Einnahmen des Irak stark belasten, regulär stammen mehr als ​90 Prozent aus dem Ölverkauf.

Mounia Meiborg

Großbritannien erlaubt USA Nutzung seiner Militärstützpunkte

Die britische Regierung gestattet den USA die Nutzung ihrer Stützpunkte für Angriffe auf iranische Raketenstellungen, die die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen. Dies wurde nach ​Beratungen des britischen Kabinetts über die Lage dort bekannt gegeben. Das Abkommen zur kollektiven Selbstverteidigung der Region umfasse US-Einsätze zur Zerstörung derartiger Raketenstellungen, teilte das Büro von Premierminister Keir Starmer mit.

Zuvor hatte die britische Außenministerin Yvette Cooper mit ihrem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert und dabei das britische Vorgehen in der Golfregion als defensiv bezeichnet. Araghtschi warf Großbritannien in dem Gespräch eine Mitverantwortung an den israelischen und US-Angriffen auf den Iran vor. 

Mounia Meiborg

USA erwägen laut Trump, Angriffe auf den Iran einzuschränken

US-Präsident Donald Trump hat sich ein weiteres Mal zum Fortgang des Krieges geäußert, dieses Mal jedoch mit anderem Tenor. Auf seiner Plattform sprach er davon, die Militärangriffe auf den Iran möglicherweise zurückzufahren. Die USA stünden kurz davor, die eigenen Ziele in dem Krieg zu erreichen, schrieb er.

Trump listete fünf Ziele auf. Dazu zählte er die vollständige Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeiten und Abschussvorrichtungen sowie der dortigen Verteidigungsindustrie. Außerdem nannte er die Eliminierung der Marine und Luftwaffe samt den Flugabwehrsystemen.

Zudem gehe es darum, niemals zuzulassen, dass der Iran auch nur annähernd in den Besitz von Atomwaffen gelange. Schließlich nannte Trump als Ziel den Schutz der Verbündeten im Nahen Osten, einschließlich Israel, Saudi-Arabien, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Kuwait und weitere. Letzteres ist ein neues Ziel der US-Regierung – bisher sprach sie stets von vier Zielen.

Konstantin Zimmermann

Donald Trump lehnt Feuerpause ab

Der US-Präsident hat sich gegen eine Waffenruhe im Irankrieg ausgesprochen. „Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe“, sagte Trump.
„Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet.“

Alara Yilmaz

US-Präsident schimpft auf Nato wegen ausbleibender Hilfe

Der US-Präsident Donald Trump hat die Nato-Staaten wegen ihrer Haltung im Irankrieg als „Feiglinge“ bezeichnet. Sie würden sich über die hohen Ölpreise beschweren, aber nicht helfen wollen, die Straße von Hormus zu öffnen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform.

Zuvor hatte der US-Präsident die Hilfe der Nato-Verbündeten bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran eingefordert. Deutschland und viele weitere Länder lehnten dies ab.

Lesen Sie den ganzen Text hier:

Alara Yilmaz

Deutsche Behörden verschärfen Sicherheitsmaßnahmen

Nach den Terrordrohungen gegen Touristen weltweit durch den Iran weiten Behörden in Deutschland ihre Sicherheitsmaßnahmen aus. „Die deutschen Sicherheitsbehörden sind angesichts der Lage im Iran besonders wachsam, haben auch die beliebten Tourismusregionen im Blick und passen ihre Maßnahmen der aktuellen Lage an“, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, CDU-Politiker Christoph Ploß, der Bild-Zeitung. Die Behörden würden alles tun, „um die Menschen in Deutschland zu schützen – egal ob Einheimische oder Touristen“.

Zuvor hatte der Sprecher der iranischen Streitkräfte mit weltweiten Attentaten gedroht. Die Menschen sollten sich in Parks, Erholungsgebieten und an Touristenorten nicht mehr sicher fühlen, sagte General Abolfasl Schekartschi im Staatsfernsehen.

Yannick von Eisenhart Rothe

USA verlegen Berichten zufolge Tausende Soldaten in den Nahen Osten

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge verlegen die USA zusätzliche Eingreifkräfte des Marinekorps in den Nahen Osten. Das Wall Street Journal berichtete, es würden zwischen 2.200 und 2.500 Marines aus dem Bundesstaat Kalifornien entsandt. Der Sender CNN berichtete von Tausenden Marines und Marinesoldaten, die in den Nahen Osten verlegt würden. Beide Medien beriefen sich auf anonyme US-Beamte.

Nach Informationen der Plattform Axios erwägt US-Präsident Donald Trump, die iranische Ölinsel Charg zu besetzen. Diese Rolle könne den Marines bei einem Bodeneinsatz zufallen, hieß es. Eine Sprecherin der US-Regierung kommentierte den Axios-Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mit den Worten: „Das Militär der Vereinigten Staaten kann die Insel Charg jederzeit einnehmen, wenn der Präsident den Befehl gibt.“

Die USA verlegen zusätzliche Einheiten in den Nahen Osten, darunter das Angriffsschiff „USS Boxer“. Song Kyung-Seok/dpa

Luis Kumpfmüller

Großbritannien warnt Iran vor Angriffen auf britische Einrichtungen

Die britische Regierung hat den Iran davor gewarnt, seine Militärstützpunkte, Territorien oder andere Einrichtungen „direkt ins Visier zu nehmen“. Das teilte Außenministerin Yvette Cooper ihrem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi in einem Telefonat mit.

Cooper bezeichnete das britische Vorgehen in der Golfregion als defensiv und als Reaktion auf „iranische Aggression gegen Partner-Länder am Persischen Golf“. Zudem drang sie auf eine schnelle Friedenslösung im Iran-Krieg.

Araghtschi warf Großbritannien in dem Gespräch eine Mitverantwortung an den israelischen und US-Angriffen auf den Iran vor. Die Nutzung britischer Luftwaffenstützpunkte durch US-Kampfjets werde „als Beteiligung an der Aggression“ gegen den Iran bewertet und werde „in die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern eingehen“, sagte Araghtschi nach Angaben seines Ministeriums.

Die Außenministerin von Großbritannien, Yvette Cooper. Bernd von Jutrczenka/dpa

Carolina Graef Alarcón

Polen zieht Soldaten aus dem Irak ab

Nach einer Analyse potenzieller Risiken infolge des Iran-Kriegs zieht die polnische Regierung ihr Militärkontingent aus dem Irak ab. Das kündigte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X an. Mehr als hundert Soldaten und Soldatinnen seien bereits nach Polen zurückgekehrt, sagte ein Sprecher des Oberkommandos der Streitkräfte der Nachrichtenagentur PAP. Mehrere Militärangehörige wurden demnach nach Jordanien verlegt, um den Betrieb des Kontingents aufrechtzuerhalten. 
Das EU- und Nato-Land Polen unterstützte die USA im Irakkrieg 2003 mit 2.000 Soldaten und gehörte damals mit anderen Ländern aus Mittelosteuropa zur „Koalition der Willigen“. Zeitweise übernahm Polen auch Verantwortung für eine Besatzungszone im Irak. 
Zuletzt umfasste das polnische Militärkontingent im Nahen Osten nach Angaben des Nationalen Sicherheitsrats im Dezember 350 Soldatinnen und Soldaten, die außer im Irak auch in Jordanien sowie in Kuwait und Katar im Einsatz waren.

Luis Kumpfmüller

Oberster Führer Chamenei lobt Standhaftigkeit der Iraner

Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hat in einer schriftlichen Erklärung die Standhaftigkeit der iranischen Bevölkerung gewürdigt. Die Angriffe der USA und Israels beruhten auf der Illusion, durch die Tötung von Spitzenpolitikern den Sturz der Regierung herbeiführen zu können, heißt es darin.

Ob Chamenei in der Lage ist, öffentlich aufzutreten, ist unklar. Nach Angaben des israelischen Geheimdienstes soll er verletzt worden sein, als sein Vater zu Kriegsbeginn getötet wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth spekulierte, Chamenei könnte auch entstellt sein. Beide Angaben sind jedoch nicht unabhängig verifiziert.

Ein Demonstrant in London mit einem Porträt von Modschtaba Chamenei. Alberto Pezzali/AP/dpa

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