Irans Revolutionsgarden haben den Tod ihres Geheimdienstchefs bei einem US-israelischen Angriff gemeldet. Nach iranischen Angaben wurde der „einflussreiche und gebildete Chef des Geheimdienstes des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Madschid Khademi“, am Montagmorgen bei einem US-israelischen Angriff getötet. Die Revolutionsgarden bezeichneten den Vorfall auf Telegram als „verbrecherischen Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes“.
Die Revolutionsgarden sind Irans Elitestreitmacht und weitaus mächtiger als die regulären Streitkräfte. In den vergangenen Jahrzehnten wurden sie nicht nur militärisch hochgerüstet, sie haben auch ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss ausgebaut und halten unter anderem Beteiligungen an Hotelketten und Fluggesellschaften.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz teilte mit, er sei vom Generalstabschef darüber informiert worden, dass die israelische Armee Khademi „ausgeschaltet“ habe. Dieser sei unmittelbar verantwortlich für tödliche Raketenangriffe auf israelische Zivilisten. „Die Revolutionsgarden schießen auf Zivilisten, und wir eliminieren die Köpfe der Terroristen“, sagte Katz nach Angaben seines Büros.
Chef von verdeckter Al-Kuds-Einheit getötet
Israels Militär tötete außerdem nach eigenen Angaben den Anführer einer verdeckt operierenden Einheit der iranischen Revolutionsgarden innerhalb der Al-Kuds-Brigaden. Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte die Tötung von Asghar Bakeri bei einer Pressekonferenz. Bakeri habe Angriffe auf israelische und US-Ziele sowie Operationen in Israel, Syrien und im Libanon geplant, sagte Schoschani.
Seit Beginn der gemeinsamen Angriffe der USA und Israels am 28. Februar wurden bereits mehrere ranghohe Mitglieder der iranischen Führung getötet, darunter der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und der Sicherheitschef Ali Laridschani. In der vergangenen Woche bestätigte der iran zudem den Tod des Marinekommandeurs Aliresa Tangsiri, der zuvor von Israel gemeldet worden war.