Irankrieg: Iran lehnt Waffenruhe ab und will ein Ende des Kriegs

Das iranische Regime hat einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Krieg gegen die USA und Israel zurückgewiesen. „Der Iran hat Pakistan seine Antwort auf den amerikanischen Vorschlag für eine Beendigung des Krieges übermittelt“, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Der Iran habe dabei den Vorschlag einer Waffenruhe zurückgewiesen und will ein „endgültiges Ende des Konflikts“.

Die USA hatten zuvor mitgeteilt, dass sie einen Vorschlag für eine 45-tägige Waffenruhe mit dem Iran prüfen würden, die US-Präsident Donald Trump jedoch noch „nicht gebilligt“ habe. Zuvor hatte das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, dass die USA und der Iran unter Vermittlung von Pakistan, Ägypten und der Türkei über die Bedingungen für eine mögliche 45-tägige Waffenruhe verhandelten.

Trump hat mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte der Iran die Straße von Hormus nicht bis Ablauf einer von ihm verlängerten Frist am kommenden Dienstag öffnen. Dieses Ultimatum nannte Trump am Sonntag endgültig, es werde keine weitere Verschiebung geben.

„Das reicht zwar nicht aus, ist aber ein sehr wichtiger Schritt“

Den Vorschlag einer Waffenruhe begrüßte Trump grundsätzlich. „Das reicht zwar nicht aus, ist aber ein sehr wichtiger Schritt“, sagte Trump am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. Der Krieg könne sehr schnell enden, ⁠wenn die ​Führung in Teheran die ‌notwendigen Bedingungen erfülle, erklärte ‌der Präsident weiter. Er ​gehe davon aus, dass der Iran in gutem ​Glauben verhandle. Allerdings äußerte Trump auch seine Enttäuschung über die iranische Regierung.

Der Iran werde sich geschlagen geben, sagte Trump. Andernfalls werde es im Iran bald keine Brücken und keine Kraftwerke mehr geben. „Sie werden gar nichts mehr haben.“

Ein an den Gesprächen über eine Waffenruhe zwischen den USA und Israel und dem Iran beteiligter Diplomat aus dem Nahen Osten wollte den Vorstoß für eine Waffenruhe trotz der Absage aus Teheran noch nicht als gescheitert ansehen. „Wir sprechen noch immer mit beiden Seiten“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Da es sich um Informationen aus vertraulichen Gesprächen handele, wolle er anonym bleiben.

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