Kriege kann man anhand
ihrer Motive oder anhand ihrer Folgen beurteilen. Fangen wir mit den Motiven
an: Israel und die USA haben in ihrem Krieg gegen den Iran
mittlerweile eine ganze Reihe an Rechtfertigungen durchbuchstabiert – von der
Abwehr einer angeblich unmittelbaren Bedrohung über die Zerstörung des
Nuklearprogramms, einem Regimewechsel bis zum Schutz der iranischen Opposition.
Je nach Standpunkt kann man diese Begründungen für heuchlerisch
oder legitim, für wirr oder rational halten. Es gilt jedoch eine eiserne Regel,
an der sich alle militärischen Interventionen messen lassen müssen, die ein
größeres Übel verhindern sollen: Don’t make it worse! Mach es nicht
schlimmer!