Iranisches Atomprogramm: Iran bekräftigt trotz US-Drohungen dies Recht gen Urananreicherung

Nach erneuten US-Drohungen im Atomstreit mit dem Iran hat der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed Eslami, auf dem iranischen Recht zur Urananreicherung beharrt. Der iranischen Zeitung Etemad sagte Eslami: „Das Atomprogramm des Irans verläuft gemäß den Regeln der Internationalen Atomenergiebehörde, und kein Land kann dem Iran das Recht nehmen, diese Technologie friedlich zu nutzen“. Die Urananreicherung bezeichnete er als „Grundlage der Atomindustrie“.

Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman wieder Gespräche über das iranische Atomprogramm aufgenommen. Eine weitere Runde indirekter Verhandlungen fand am Dienstag in Genf statt. 

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran zuletzt mehrfach mit einem Militäreinsatz, sollte es keine Einigung zwischen den USA und dem Iran geben. Auch Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte, es gebe „viele Gründe und Argumente“ für einen Angriff. Der Iran sei „sehr gut beraten, ein Abkommen zu schließen“. Die US-Regierung forderte wiederholt, der Iran müsse die Urananreicherung vollständig einstellen. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben – das iranische Regime weist das zurück. Um den militärischen Druck zu erhöhen, entsandte der US-Präsident erst kürzlich zwei Flugzeugträger in die Region.

Bundeswehr verlegt offenbar Truppen aus dem Irak

Angesichts der Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat die Bundeswehr ihre Präsenz im Nachbarland Irak offenbar auf ein absolutes Minimum reduziert. Wie der Spiegel berichtet, wurden am Mittwoch erneut deutsche Soldaten aus dem Irak ins Nachbarland Jordanien gebracht. Aus Militärkreisen hieß es demnach, dass man aufgrund der weiterhin sehr angespannten Lage weiteres, „nicht missionskritisches Personal“ aus Erbil im Norden des Iraks ausgeflogen habe.

Die Bundeswehr unterstützt im Irak im Rahmen einer Mission der Nato den Aufbau der irakischen Armee. Bis auf einige Berater in Bagdad sind die meisten der Bundeswehrangehörigen in Erbil im Norden des Landes stationiert. Bereits Anfang Februar hatte die Bundeswehr die Präsenz im Irak reduziert. Aufgrund der zunehmenden Gefahr eines drohenden US-Angriffs gegen den Iran wurde entschieden, noch mehr Soldaten abzuziehen.

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