Iranische Oppositionelle: Iran vollstreckt erneut Todesurteile gegen Dissidenten

Im Iran sind laut dem Justizportal Mizan und Medienberichten erneut zwei Oppositionelle hingerichtet worden. Demnach handelt es sich um Abolhassan Montaser und Vahid Bani-Amerian.

Die Justiz wirft ihnen vor, im Auftrag der verbotenen oppositionellen Volksmudschahedin Anschläge und
Explosionen in Teheran geplant und durchgeführt zu haben. Menschenrechtsgruppen kritisierten das Urteil. Amnesty International sprach „von Folter geprägten und grob
unfairen Verfahren wegen angeblicher Straftaten, die sie während der
Proteste im Januar 2026 begangen haben sollen“. Der Iran ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nach China der Staat mit den meisten Hinrichtungen weltweit.

Die Volksmudschahedin wurden im Kampf gegen den iranischen Schah gegründet. Nach der Islamischen Revolution 1979 überwarf sich die Gruppe mit den herrschenden Islamisten und ging in den Untergrund. Sie ist inzwischen im Exil ansässig und wird von den Machthabern in Teheran als Terrororganisation eingestuft.

Auf der Webseite der iranischen Justiz hieß es, Montaser und Bani-Amerian seien gehängt worden. Die Urteile gegen die beiden Männer seien vom Obersten Gericht bestätigt worden.

Wann die Männer festgenommen wurden, blieb zunächst unklar. Anfang der Woche waren bereits vier weitere verurteilte Mitglieder der Oppositionsgruppe hingerichtet worden.

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