Es ist eine der ironischeren Konstanten dieses Krieges: An
den äußersten Enden des politischen Spektrums treffen sich die radikalsten
Stimmen. Die fanatischen Verteidiger der Islamischen Republik lehnen
Verhandlungen ab. Ebenso tun es jene Teile der Opposition, die offen auf einen
Sturz des Regimes durch militärische Gewalt setzen – sie plädieren für die
Fortsetzung des Krieges.
Regimetreue
Hardliner ziehen nachts durch Teheran und andere Großstädte und skandieren
gegen die USA, Israel und die eigenen Unterhändler. Gleichzeitig mobilisiert
eine kriegsbefürwortende Opposition von Auslandsiranern in Los Angeles, Toronto
oder Berlin – mit Parolen wie »Thank you, Trump«. In sozialen Medien
versuchen die Oppositionellen, das Hardliner-Lager zu provozieren: Sie sollen noch
radikaler gegen die Verhandlungen wettern.