Iran meldet Angriff uff US-Tanker – Ajatollah ruft dazu uff, „Trumps Blut zu vergießen“

Der Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte „Dena“ durch die USA an. Die Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Öltanker im Persischen Golf mit einer Rakete getroffen. Mehr im Liveticker.

Seit dem Wochenende greifen Israel und die USA den Iran an. Am Samstag wurde das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

09:15 Uhr – Iran meldet Angriff auf US-Tanker im Persischen Golf

Die iranischen Revolutionsgarden melden einen Angriff auf einen US-Öltanker. Der Tanker sei „im Norden des Persischen Golfs von einer Rakete getroffen“ worden und stehe „derzeit in Flammen“, erklärten die Revolutionsgarden im staatlichen iranischen Fernsehen.

08:39 Uhr – Iran dementiert, Türkei angegriffen zu haben

Der iranische Generalstab weist Vorwürfe zurück, die Türkei mit einer ballistischen Rakete angegriffen zu haben. In einer offiziellen Erklärung heißt es, Meldungen über einen Raketenabschuss in Richtung türkisches Territorium seien falsch und würden entschieden zurückgewiesen. Die iranischen Streitkräfte respektierten die Souveränität des Nachbar- und befreundeten Landes Türkei. Am Mittwoch hatte ein Nato-Abwehrsystem in der türkischen Grenzregion eine ballistische Rakete abgefangen.

08:30 Uhr – Iranischer Geistlicher fordert Angriffe auf Israelis und Trump

In einer vom iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Botschaft hat ein Geistlicher Angriffe auf Israelis und US-Präsident Donald Trump gefordert. „Wir befinden uns jetzt kurz vor einem großen Test und wir müssen darauf achten, diese Einheit vollständig zu bewahren, diese Allianz vollständig zu bewahren“, sagte der Ajatollah Abdullah Dschawadi Amoli in der Botschaft. Er rief dazu auf, „das Blut der Zionisten zu vergießen, das Blut Trumps zu vergießen“.

Bislang hat es kaum Aussagen iranischer Geistlicher in dem Krieg gegeben, der am Wochenende von den USA und Israel begonnen wurde.

07:32 Uhr – Iran kündigt Vergeltung für Versenkung von Fregatte an

Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte „Dena“ in internationalen ​Gewässern vor Sri Lanka an. „Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen“, schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. An Bord des Kriegsschiffes ⁠seien fast 130 Seeleute gewesen.

Lesen Sie auch

07:27 Uhr – Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Armee beginnt nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle in Teheran. In einer Mitteilung des Militärs war die Rede von groß angelegten Angriffen auf Infrastruktur der iranischen Führung in der Hauptstadt. Augenzeugen berichteten über Explosionsgeräusche im Bereich von Teheran. Außerdem griff Israels Luftwaffe den Angaben zufolge mehrere Kommandozentren der proiranischen Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut an.

07:23 Uhr – Frankreich verlegt Flugzeugträger ins Mittelmeer

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs verlegt Frankreich seinen Flugzeugträger Charles de Gaulle ins Mittelmeer. „Angesichts dieser instabilen Lage und der Ungewissheit der kommenden Tage habe ich dem Flugzeugträger Charles de Gaulle, seinen Luftstreitkräften und seiner Fregattenbegleitung den Befehl gegeben, Kurs auf das Mittelmeer zu nehmen“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache.

Wie die „Bild“ berichtet, hatte Großbritannien bereits zuvor auf den Drohnenangriff am Montag auf den Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern reagiert. Demnach kündigte Premierminister Keir Starmer eine Verstärkung mit zusätzlichen Hubschraubern sowie die Verlegung eines weiteren Kriegsschiffes in die Region an. Auch die niederländische Fregatte Zr. Ms. Evertsen könnte der „Bild“ zufolge ins östliche Mittelmeer verlegt werden.

05:55 Uhr – US-Energieminister: Auswirkungen von Iran-Konflikt auf Ölmarkt temporär

US-Energieminister ​Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der ⁠für die militärischen Ziele der USA zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte Straße von Hormus eskortieren.

05:10 Uhr – Weitere Angriffe des Iran auf Israel

Der Iran setzte seine Angriffe auf Israel fort. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden dreimal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Berichte über Verletzte liegen bislang nicht vor.

Lesen Sie auch

04:10 Uhr – Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak an

Die iranischen Streitkräfte greifen nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldet die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlicht Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „antiiranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.

04:05 Uhr – Letzten beiden Namen von getöteten US-Soldaten veröffentlicht

Das Pentagon hat die letzten beiden Namen der sechs US-Soldaten, die bei einem Drohnenangriff auf ein Kommandozentrum in Kuwait getötet wurden, bekannt gegeben: Die beiden Männer kommen aus Kalifornien und Iowa. Bei den identifizierten Soldaten handelt es sich um Robert Marzan, 54, aus Sacramento, und Jeffrey O‘Brien, 45, aus Indianola.

Insgesamt sechs Mitglieder der Army Reserve kamen am Sonntag ums Leben, als eine Drohne ein Kommandozentrum in Port Shuaiba (Kuwait) traf.

03:16 Uhr – Ölpreise ziehen an – Sorge um Straße von Hormus

Die Sorge vor einer längeren ⁠Schließung der Straße von Hormus treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit ⁠76,60 Dollar ​2,6 Prozent mehr. ‌Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.

Lesen Sie auch

02:55 Uhr – Israel spricht von „historischen Erfolgen“

Die israelische Regierung bescheinigt sich selbst große Erfolge. „Israel und die USA haben gemeinsam historische Erfolge erzielt, um unsere Bürger und die zivilisierte Welt zu schützen“, sagte Regierungssprecherin Schosch Bedrosian in einem Internetvideo.

Die US-israelischen Luftangriffe seien notwendig gewesen, weil der Iran sein Atomprogramm in „neuen unterirdischen Bunkern“ wieder aufgebaut habe, sagte die Sprecherin. Außerdem habe es Anzeichen dafür gegeben, dass der Iran „Israel und amerikanische Truppen im Nahen Osten“ habe angreifen wollen.

02:51 Uhr – Trump vergibt 15 von 10 Punkten für Militäreinsatz

Donald Trump zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Krieges – und gibt dem Militäreinsatz in einem eigenwilligen Zahlenspiel 15 von zehn Punkten. „Es läuft gut an der Kriegsfront, um es zurückhaltend auszudrücken“, sagte Trump bei einem Treffen mit Technologieunternehmern im Weißen Haus. „Jemand hat gesagt: Auf einer Skala bis 10, wie viele Punkte würden Sie geben? Ich habe gesagt: etwa 15.“

02:34 Uhr – Nachbarschaft der US-Botschaft in Katar evakuiert

Die Umgebung der US-Botschaft in Katar wurde evakuiert. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.

02:13 Uhr – Explosion an Tanker im Persischen Golf

Vor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.

02:10 Uhr – Kanada holt mehr als 2000 Bürger zurück

Kanada organisiert die Ausreise von mehr als 2000 Staatsbürgern aus der Region. Außenministerin Anita Anand teilt mit, die Regierung organisiere ⁠Plätze ​auf kommerziellen ‌Flügen, chartere Flugzeuge und biete Bodentransporte in Nachbarländer an. Der kommerzielle Flugverkehr in der Region ist seit Tagen weitgehend lahmgelegt.

01:20 Uhr – Israelische Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen in Beirut an

Die israelische Luftwaffe greift erneut Stellungen der proiranischen Hisbollah in Beirut an. Ziel sei die Infrastruktur der Terrororganisation, erklärte die Armee. Zuvor hatte das Militär bereits ein Gebäude in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt als Stützpunkt der schiitischen Miliz identifiziert und einen Angriff angekündigt. Ein Armeesprecher rief die Anwohner dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Lesen Sie auch

01:01 Uhr – US-Senat stimmt gegen stärkeres Mitspracherecht im Iran-Krieg

Im Konflikt um die Entscheidungshoheit über das Vorgehen im Iran-Krieg hat der US-Senat Donald Trump den Rücken gestärkt. Bei einer Abstimmung gab es nicht genug Stimmen für einen mehrheitlich von Demokraten unterstützten Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, wie der Senat auf X mitteilte. Die Abstimmung ging 53 zu 47 aus.

Eine sogenannte War Powers Resolution wurde erstmals in Reaktion auf den Vietnam-Krieg 1973 angewendet. Ein Hauptmerkmal solcher Resolutionen sind beschleunigte Verfahren, mit denen der Kongress über die Entsendung oder den Abzug von Truppen entscheiden kann.

00:30 Uhr – Entsendung von britischem Kriegsschiff nach Zypern verzögert sich

Die geplante Entsendung eines Kriegsschiffs aus Großbritannien nach Zypern verzögert sich bis kommende Woche. Die HMS Dragon werde derzeit aufgerüstet und nächste Woche auslaufen, sagten Regierungsvertreter in London. „Wir mussten die Waffensysteme austauschen, Schweißarbeiten abschließen, das Schiff einsatzbereit machen und es so schnell wie möglich seebereit machen“, sagte Verteidigungsminister Al Carns dem Sender Sky News.

Premierminister Keir Starmer hatte die Entsendung des Kriegsschiffs nach den Drohnenangriffen auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern bekanntgegeben.

00:01 Uhr – EU-Kommissar rechnet nicht mit Fluchtbewegung aus Iran

Nach Einschätzung der EU-Kommission kommt es zu keiner massenhaften Migration aus dem Iran Richtung Europa. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte der „Bild“ mit Blick auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan: „Der hat versichert, dass er die Grenzen zugemacht hat in Richtung Iran. Und dass er auf der anderen Seite auch dazu steht, dass wir eine gute Kooperation haben zwischen der Europäischen Union und der Türkei.“

Mittwoch, 4. März

23:43 Uhr – Evakuierungsflug nach Frankfurt gestartet

In Omans Hauptstadt Maskat ist der erste Evakuierungs-Jet der Bundesregierung gestartet. Das geht aus Daten des Flugdienstleisters Flightradar24 hervor. Die Lufthansa-Maschine vom Typ Airbus A340-300 wird laut aktuellem Plan gegen 07.22 Uhr am Frankfurter Flughafen erwartet.

An Bord des Fluges LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind. Sie waren in der Golf-Region gestrandet und mussten über den Landweg nach Maskat gebracht werden. Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder.

Lesen Sie auch

dpa/AFP/Reuters/krö/jm/rct/nw/jmr/lay/sebe/ll/säd

Source: welt.de

IranIran-PolitikIsraelIsrael-PolitikLivetickerNewsteamUSA