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Die US-Delegation ist zu Verhandlungen mit Iran in Pakistan eingetroffen. Vor Beginn der Gespräche zeigt sich US-Präsident Trump optimistisch, dass die Straße von Hormus bald offen sein wird.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschießen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen.
Israels Militär gab an, weiterhin Angriffe der Hisbollah zu vereiteln. Die israelische Armee veröffentlichte Videos von Angriffen auf Raketenabschussrampen der Hisbollah, die zerstört worden seien, sowie von Hisbollah-Mitgliedern, die nach dem Abschuss von Raketen auf Israel beschossen worden seien. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Angriffe auf israelische Stellungen für sich.
Pakistan hofft auf förderliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Außenminister Ishaq Dar sagt anlässlich der Ankunft der US-Delegation, er hoffe, die beiden Staaten würden sich konstruktiv einbringen. Zudem bekräftigt er seinem Ministerium zufolge den Wunsch der pakistanischen Regierung, die Parteien weiterhin dabei zu unterstützen, eine „dauerhafte und tragfähige Lösung für den Konflikt“ zu finden.
Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf dem Luftwaffenstützpunkt Nur Khan nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen.
Kurz vor den in Pakistan geplanten Gesprächen zwischen den USA und Iran über eine Beendigung des Krieges bereitet China US-Geheimdienstinformationen zufolge die Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Islamische Republik vor. Darauf deuteten Einschätzungen der US-Geheimdienste hin, berichtet der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf drei Insider.
Demnach plane China die Lieferung von schultergestützten Flugabwehrraketen, sogenannten Manpads. Es gebe zudem Anzeichen dafür, dass China versuche, die Lieferungen über Drittländer zu leiten, um ihre Herkunft zu verschleiern. Das US-Außenministerium, das US-Präsidialamt und die chinesische Botschaft in Washington reagieren zunächst nicht auf Anfragen.
Die Billigfluggesellschaft Ryanair schließt angesichts der hohen Kerosin-Preise Flugstornierungen im Sommer nicht aus. „Wir sehen die Situation mit großer Besorgnis“, sagte Ryanair-Manager Marcel Pouchain Meyer den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Fluggesellschaft habe zwar 80 Prozent des bis Ende März 2027 benötigten Treibstoffs über sogenanntes Hedging zum Festpreis sichern können. „Aber 20 Prozent Unsicherheit sind immer noch da.“ Auch kurzfristige Preiserhöhungen könnten notwendig werden.
Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran hat UN-Generalsekretär António Guterres beide Kriegsparteien aufgefordert, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Es gehe darum, eine dauerhafte und umfassende Einigung zu erreichen mit dem Ziel, die Lage zu deeskalieren. Die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen heute beginnen. Die US-Delegation wird von Vizepräsident JD Vance geleitet.
US-Präsident Donald Trump geht von einer baldigen Öffnung der Straße von Hormus aus, sieht aber auch Schwierigkeiten. Die Straße werde bald offen sein, sagte Trump vor Journalisten. „Das wird nicht einfach sein“, fügte er hinzu. Andere Länder böten dabei ihre Hilfe an. Welche Länder helfen wollen, sagt Trump nicht. Die strategisch wichtige Meerenge dürfte eines der zentralen Themen bei den für das Wochenende in Pakistan geplanten Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran werden. Trump verlangt von Teheran, die während des Iran-Kriegs blockierte Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freizugeben.
Die iranische Verhandlungsdelegation für die Gespräche mit den USA wird sich nach einem Teheraner Medienbericht am Samstag mit dem pakistanischen Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif treffen. Die iranische Delegation für die Verhandlungen mit den USA wird von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Zu den Unterhändlern in Islamabad zählten auch Außenminister Abbas Araghtschi, der Sekretär des Verteidigungsrates sowie der Chef der Zentralbank.
Offenbar bei einem Drohnenangriff sind im Golfstaat Kuwait nach offiziellen Angaben mehrere Mitglieder der Nationalgarde verletzt worden. Bei einer „iranischen Aggression“ seien Einrichtungen der Nationalgarde getroffenworden, erklärte das Verteidigungsministerium. Das Ministerium gab weiter an, in den vergangenen 24 Stunden sieben Drohnen abgefangen zu haben. Die Nationalgarde teilte im Onlinedienst X mit, einige ihrer Mitglieder seien bei einem „Drohnenangriff“ und andere bei einem dadurch ausgelösten Feuer verletzt worden.
Die iranische Verhandlungsdelegation ist Medienberichten zufolge in Islamabad angekommen. Der europäische Dachverband für Flughafenbetreiber warnt vor einer „systemischen Kerosinknappheit“ durch die Lage an der Straße von Hormus.
Source: tagesschau.de