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Falls es zu einer Waffenruhe kommt, könnte Deutschland nach den Worten von Verteidigungsminister Pistorius dazu seinen Beitrag leisten. US-Präsident Trump beharrt auf seiner Aussage, dass Verhandlungen mit Iran stattfinden – trotz Dementi aus Teheran.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg in Aussicht gestellt. „Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in der Hauptstadt Canberra.
Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius.
Instabilität in der Nahost-Region hätten Auswirkungen auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte Pistorius und ergänzte: „Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.“
Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit Iran gesprochen. „Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen“, sagte er bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington.
„Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden.“ Trump fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden.“
Den oppositionellen Demokraten warf er vor, zu versuchen, „von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen.“ In Anspielung auf Forderungen der Demokraten, die Trump-Regierung solle für den Krieg gegen Iran die Zustimmung des Kongresses einholen, fügte der US-Präsident hinzu: „Sie mögen das Wort ‚Krieg‘ nicht, weil dafür eine Zustimmung eingeholt werden müsste, also werde ich das Wort Militäroperation verwenden.“
Kuwait hat den iranischen Botschafter einbestellt, um gegen die anhaltenden Angriffe Irans Protest einzulegen. Iran hat nach Angaben des staatlichen Fernsehens den US-Plan für eine Waffenruhe zurückgewiesen.
Source: tagesschau.de