Iran-Liveblog: ++ Paris und London planen Hormus-Konferenz ++


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Stand: 13.04.2026 • 11:54 Uhr

Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus abhalten. Großbritannien wird Premierminister Starmer zufolge eine US-Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

11:54 Uhr

Israel: Armee übernimmt im Südlibanon Kontrolle über Bint Dschubail

Die israelische Armee wird nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen die vollständige Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail übernehmen. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter mit.

„Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf“, heißt es weiter. Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen gefunden.

11:34 Uhr

Paris und London planen Konferenz für Hormus-Mission

Frankreich und Großbritannien wollen in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus abhalten. Man wolle sich gemeinsam mit weiteren Ländern absprechen, wie man eine freie Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten könne, teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X mit. „Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht“, so Macron weiter.

11:24 Uhr

Papst Leo will an Trump-Kritik festhalten

Papst Leo XIV. hat Kritik von US-Präsident Donald Trump an seinem Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt zurückgewiesen. „Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dem Flug nach Algerien. „Ich bin kein Politiker. Ich lade alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden.“ Zugleich betonte Leo: „Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung.“

Zuvor hatte Trump als Reaktion auf Leos Kritik an seiner Kriegsführung den Papst hart angegriffen.

10:41 Uhr

Merz kritisiert Iran-Verhandlungen – nicht gut vorbereitet

Kanzler Friedrich Merz hat die Vorbereitungen der vorangegangenen Gespräche zwischen den USA und Iran kritisiert. „Ich bin von der Entscheidung, die Gespräche in Islamabad abzubrechen, nicht überrascht gewesen“, sagte Merz in Berlin. „Ich hatte von Anfang an nicht den Eindruck, dass sie wirklich gut vorbereitet waren“, fügte der CDU-Politiker hinzu. Wen er mit dieser Kritik meinte, konkretisierte Merz nicht.

10:37 Uhr

Australien: Straße von Hormus muss für alle offen sein

Der australische Premierminister Anthony Albanese hat sich für die komplette Öffnung der Straße von Hormus ausgesprochen. Seine Regierung sei von den USA nicht vorab darüber informiert worden, dass die US-Marine eine eigene Blockade der für den Öltransport wichtigen Meerenge plane, sagte Albanese dem Fernsehsender Nine Network. Australien sei auch nicht gebeten worden, sich zu beteiligen.

10:25 Uhr

Iran droht mit Angriffen auf Häfen

Iran hat mit Angriffen auf Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman gedroht. „Sicherheit im Persischen Golf und im Meer von Oman gibt es entweder für alle oder für niemanden“, hieß es in einem Bericht des iranischen Senders Irib am Montag. Kein Hafen in der Region werde sicher sein, hieß es weiter.

10:17 Uhr

Starmer: Keine Unterstützung für Blockade

Großbritannien wird eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen, sagte der britische Premierminister Keir Starmer im BBC Radio 5 Live. Sein Land werde sich ungeachtet des Drucks nicht in den Krieg hineinziehen lassen, so Starmer weiter. Man konzentriere weiterhin alle Anstrengungen darauf, die Öffnung der Meerenge zu erwirken.

10:09 Uhr

China ruft alle Seiten zur Zurückhaltung auf

China ruft im Nahen Osten alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagte er.

10:06 Uhr

Iran bezeichnet US-Blockade als „Piraterie“

Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als „Akt der Piraterie“ bezeichnet. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, hieß es weiter.

10:04 Uhr

UN: Krieg könnte Millionen Menschen in die Armut treiben

Eine Eskalation im Nahen Osten könnte nach Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen Millionen Menschen weltweit in die Armut treiben. Im schlimmsten Fall könnte das zusätzlich 32 Millionen Menschen treffen, hieß es in einer Mitteilung der Organisation. Die Auswirkungen der Krise reichten weit über die direkt betroffenen Länder hinaus und würden die Armen und Schwächsten am härtesten treffen.

Besonders anfällig seien demnach Länder in der Golfregion, in Asien, in Subsahara-Afrika sowie kleine Inselentwicklungsstaaten.

07:40 Uhr

Trump attackiert Papst Leo

US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo nach dessen Kritik an Trumps Umgang mit Iran scharf angegriffen. Der Pontifex sei „schwach“ bei der Kriminalitätsbekämpfung und „schrecklich“ für die Außenpolitik, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Wäre ich nicht im Weißen Haus, wäre Leo nicht im Vatikan,“ behauptete Trump. Er sei kein großer Fan des Pontifex, betonte er auch vor Reportern.

Leo XIV. hatte Trump in den vergangenen Tagen mehrfach für dessen Kriegskurs gegen Iran kritisiert. Trumps Drohung, eine ganze Zivilisation auszulöschen, nannte er „inakzeptabel“.

03:58 Uhr

Trump: Egal, ob Iran an Verhandlungstisch zurückkehrt

Eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über eine dauerhafte Beendigung des Iran-Krieges würde US-Präsident Donald Trump zufolge keine Rolle spielen. „Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht“, sagte Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews vor den Toren der US-Hauptstadt Washington. „Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung“, fügte er hinzu.

03:24 Uhr

Öltanker meiden Straße von Hormus vor US-Blockade

Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel arabische Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin.

Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.

02:39 Uhr

Irans Außenminister: USA ließen konstruktive Gespräche scheitern

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA vorgeworfen, die Gespräche in Pakistan trotz vielversprechender Aussichten zum Scheitern gebracht zu haben. Sein Land habe „in gutem Glauben“ mit den Vereinigten Staaten über ein Kriegsende verhandelt, schrieb Araghtschi auf der Online-Plattform X.

Doch sei Iran „nur wenige Zentimeter“ vor einer „Islamabad-MoU“ auf Maximalforderungen, wechselnde Zielvorgaben und Blockade gestoßen, ergänzte er. Mit „MoU“ meinte er die Abkürzung für „Memorandum of Understanding“, also eine Absichtserklärung. Araghtschi bekräftigte zudem mit Blick auf die vorerst gescheiterten Verhandlungen mit den USA vorangegangene Drohungen anderer iranischer Regierungsvertreter: „Guter Wille erzeugt guten Willen. Feindschaft erzeugt Feindschaft.“

02:39 Uhr

Bericht: Trump erwägt begrenzte Militärschläge in Iran

US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge in Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.

02:39 Uhr

Ölpreise steigen nach Seeblockade-Ankündigung

Die Ölpreise sind nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen zwischen den USA und Iran wieder gestiegen. In der Nacht lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen.

Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

02:39 Uhr

Iran nennt Blockade-Drohung „lächerlich“

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus zu blockieren, ist vom Chef der iranischen Marine als „lächerlich“ zurückgewiesen worden. Schahram Irani sagte nach Angaben des Staatsfernsehens: „Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd.“ Die iranische Marine „überwacht und kontrolliert alle Bewegungen der aggressiven US-Armee in der Region“.

Zuvor hatte Trump nach dem Scheitern von direkten Verhandlungen mit Teheran neue Drohungen ausgestoßen und erklärt, dass die USA nun die Straße von Hormus blockieren wollten. Die US-Marine werde „mit sofortiger Wirkung damit beginnen, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Als Grund nannte er Teherans Weigerung, beim Atomprogramm Zugeständnisse zu machen.

02:39 Uhr

USA kündigen Sperrung iranischer Häfen an

Das US-Militär will heute um 16.00 Uhr (MESZ) mit der Sperrung iranischer Häfen beginnen. Die Blockade werde „unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen“ durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete ansteuerten oder verließen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando mit.

02:39 Uhr

Der Liveblog von Sonntag zum Nachlesen

US-Präsident Trump rechnet damit, dass der Öl- und Benzinpreis noch bis zu den Zwischenwahlen im November hoch bleiben wird. Irans Revolutionsgarde will auf jede Annäherung von Militärschiffen an die Straße von Hormus „hart“ reagieren.

Source: tagesschau.de