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Irans Revolutionsgarde hat mit Angriffen auf israelische und US-Universitäten gedroht und mit das Vergeltung begründet. Im kurdischen Autonomiegebiet Nordirak gab es offenbar einen Angriff auf die Residenz des Präsidenten.
In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist die Residenz des Präsidenten, Nechirvan Barsani, angegriffen worden. Barsani sagte dem kurdischen Medienportal Rudaw, der Angriff auf seine Residenz in der Stadt Duhok am Samstag stelle „eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak“ dar. Zur selben Zeit wurden in der Region Kurdistan laut Rudaw mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten „Stellvertretern der iranischen Terror-Milizen im Irak“ dafür verantwortlich. Der irakische Ministerpräsident Mohammed al-Sudani ordnete die Einsetzung eines Komitees an, um den Vorfall zu untersuchen.
Aluminium Bahrain (Alba) hat einen iranischen Angriff auf die eigenen Anlagen am Vortag bestätigt. Dabei seien zwei Menschen leicht verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Bahrains unter Berufung auf das Unternehmen. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit untersucht.
Irans Revolutionsgarde rechtfertigt die Attacke auf Alba und Emirates Global Aluminium als Vergeltung für den Beschuss zweier Stahlwerke im eigenen Land.
Iran droht mit Angriffen auch gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen. Israelische und amerikanische Universitäten in der Region würden Ziel iranischer Vergeltungsmaßnahmen, zitierte die der Revolutionsgarde – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform X.
„Wenn die US-Regierung möchte, dass ihre Universitäten in der Region verschont bleiben, muss sie in einer offiziellen Erklärung bis Montagmittag um 12.00 Uhr die Bombardierung der (iranischen) Universitäten verurteilen“, erklärte die Revolutionsgarde iranischen Medien zufolge.
Bei Luftangriffen auf Teheran in der Nacht von Freitag auf Samstag war Medienberichten zufolge unter anderem die dortige technische Universität getroffen worden. Gebäude seien beschädigt worden, es habe jedoch keine Opfer gegeben.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Bei einem Angriff im Norden des Irak sind drei Kämpfer des pro-iranischen Netzwerks Hasched al-Schaabi getötet worden. Vier weitere Kämpfer seien bei dem Angriff nahe dem internationalen Flughafen von Kirkuk am Samstag verletzt worden, erklärte die Gruppe laut Nachrichtenagentur AFP. Sie machte die USA und Israel verantwortlich.
Seit Beginn des Iran-Kriegs wurden bereits mehrfach Stellungen von Hasched al-Schaabi angegriffen. Es handelt sich dabei um ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs.
Nach Behördenangaben wurden zudem sechs irakische Soldaten bei dem Angriff verletzt, der sich nahe Stützpunkten der irakischen Luftwaffe und von Eliteeinheiten ereignete. Nach Angaben des irakischen Innenministeriums starben zudem zwei Polizisten bei einem Angriff der USA und Israels auf eine Polizeiwache in Mossul.
Source: tagesschau.de