Interview mit Konsequenzen: Allgemeiner Deutscher Automobil Club-Funktionär tritt nachdem Kündigungswelle zurück

Gerhard Hillebrand ist von seinem Amt als Verkehrspräsident des ADAC zurückgetreten. Das teilte der Automobilclub am Montag in einer Pressemitteilung mit. Zuerst hatte die Zeitung „Bild“ darüber berichtet.

Hillebrand übernimmt mit seinem Rücktritt laut ADAC die Verantwortung für einen Reputationsschaden, den er mit einem umstrittenen Interview kurz vor Weihnachten verursacht hatte. Seine Aussagen damals hatten offenbar eine Kündigungswelle unter ADAC-Mitgliedern ausgelöst. „Bild“ berichtete von 60.000 Kündigungen im Januar. Diesen Kündigungen stünden allerdings 100.000 neue Anmeldungen gegenüber.

Der ADAC geht in seiner Pressemitteilung nicht auf Kündigungszahlen ein und zitiert Hillebrand mit den Worten, „dass es im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit richtig ist, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen.“

In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ hatte sich Hillebrand unter anderem für die CO2-Abgabe auf Benzin und Diesel ausgesprochen. Er begründete das damit, dass es Anreize brauche, um auf klimaschonendere Alternativen umzusteigen. Das kam bei vielen Autofahrern und ADAC-Mitgliedern offenbar schlecht an, da der CO2-Preis das Tanken teurer macht.

Hillebrands Aufgaben als Verkehrspräsident übernimmt kommissarisch ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. ADAC-Präsident Christian Reinicke würdigte Hillebrands Entscheidung, dankte ihm aber auch für seinen Einsatz für den ADAC und die Mitglieder.

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