In den kommenden Monaten müssen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Jedes zweite Unternehmen plante im Oktober, die steigenden Einkaufs- und Energiepreise auf die Kundinnen und Kunden weiterzugeben. Das teilte das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage mit.
Das entsprechende Preisbarometer für Preiserwartungen für die kommenden Monate sank für die Gesamtwirtschaft nur leicht auf 51,5 Punkte nach 53,8 im September.
Die Punkte geben an, wie viel Prozent der Unternehmen ihre Preise erhöhen wollen. Vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, wird der Anteil derer abgezogen, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100.
Dementsprechend planen Lebensmittel-Einzelhändler fast flächendeckend Preiserhöhungen: Dort sank das Barometer auf 96,7 Punkte, nach 100,0 im Vormonat. Auch die Verkäufer von Heimtextilien und Teppichen (94,6), von Papier- und Schreibwaren (92,5), die Bau- und Heimwerkermärkte (85,6) und die Verkäufer von Unterhaltungselektronik (85,4) wollen mehrheitlich mehr verlangen.