Ifo-Umfrage: Deutsche Autoindustrie rechnet mit steigenden Exporten

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich zum Jahresbeginn verbessert. Das geht aus einer Managerumfrage des Münchner ifo Instituts hervor. Das entsprechende Barometer stieg auf plus 8,7 Punkte. Im Dezember hatten die Exporterwartungen noch bei minus 8,0 Punkten gelegen. 

„Den amtlichen Daten zu den Auftragseingängen zufolge spielt hier der innereuropäische Handel die treibende Rolle“, sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Auch auf den Auslandsmärkten innerhalb der EU bewerten die Unternehmen der deutschen Autoindustrie ihre Wettbewerbsposition deutlich besser: Dieser Saldo stieg von 1,5 Punkten im vergangenen Oktober auf plus 15,4 Zähler im Januar. „Die Nachfrage aus dem Euroraum wirkt für die deutsche Autoindustrie weiterhin als stützende Kraft“, teilte Wölfl weiter mit. 

Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten außerhalb der EU schwächer

Ihre Wettbewerbsposition auf den Märkten außerhalb Europas bewerteten die Betriebe dagegen erneut deutlich schlechter. Der Saldo fiel auf minus 31,3 Punkte, nach minus 17,4 Punkten im Oktober. Laut Wölfl hat die deutsche Autoindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den Märkten außerhalb der EU seit 2024 verloren. „Das gilt besonders ausgeprägt gegenüber China, zeigt sich aber auch zunehmend gegenüber den USA“, fügte sie hinzu.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erhofft sich neue Impulse von dem Handelsabkommen der Europäischen Union mit Indien. „Es handelt sich um ein starkes Signal der Handlungsfähigkeit“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Damit werde ein dringend benötigter verbesserter Marktzugang in einem weltweit zunehmend protektionistischen Umfeld umgesetzt, auch wenn nicht sämtliche Hindernisse abgebaut würden.

Insgesamt hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Autoindustrie zu Jahresbeginn aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex für die Branche ist im Januar um 0,2 Punkte auf jetzt minus 19,6 gestiegen.

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