„Ich befürchte, jener Iran kann länger schießen, qua andere ersticken können“

Israel und die USA haben den Iran am Samstagmorgen angegriffen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, der seit 1989 an der Macht war. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen, Israel und arabische Verbündete der USA. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

22:08 Uhr – Rubio: USA derzeit nicht auf Bodeneinsatz im Iran eingestellt

Die USA sind nach Angaben von Außenminister Marco Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt. Präsident Donald Trump verfüge jedoch über entsprechende Optionen, sagte Rubio vor Reportern. Die US-Regierung gehe davon aus, dass die gesetzten Ziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreicht werden könnten.

21:14 Uhr – Revolutionsgarden zur Blockade der Straße von Hormus: Werden jedes Schiff unter Beschuss nehmen

Die Straße von Hormus ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden gesperrt. Der Iran werde jedes Schiff unter Beschuss nehmen, das versuche, die Meerenge zu passieren, erklärte der Chef der Eliteeinheit. Der Schritt dürfte weitreichende Folgen auf die weltweite Energieversorgung haben: Nach Angaben des Analysehauses Vortexa wird etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Aufkommens über die Meerenge zwischen dem Oman und dem Iran transportiert.

21:02 Uhr – Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe als völkerrechtswidrig

Mehrere Golfstaaten haben die Welle von Vergeltungsangriffen des Iran im Nahen Osten als völkerrechtswidrig verurteilt. Die iranischen Angriffe seien eine „äußerst schwerwiegende“ Verletzung des internationalen Rechts, erklärten die sechs Länder des Golf-Kooperationsrats Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Jordanien am Montag beim UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Angriffe Teherans bedrohten die regionale Stabilität.

Die Lage in der Region war nach russischen Angaben auch Thema mehrerer Telefonate des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Staats- und Regierungschefs der Golfstaaten. Wie der Kreml mitteilte, sprach Putin am Montag mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman sowie mit den Staatenlenkern der Emirate, Katars und Bahrains. Putin wolle zur Stabilisierung der Lage in der Region beitragen.

20:47 Uhr – Sicherheitsexperte: „Ich befürchte, der Iran kann länger schießen, als andere abwehren können“

Dem Sicherheitsexperten Nico Lange zufolge könnte der Iran den Golfstaaten auch in den kommenden Tagen empfindlichen Schaden zufügen. Im ARD-Brennpunkt sagte er, es sei schwer einzuschätzen, über wie viele Raketen das Land verfüge. Lange betonte aber: „Ich befürchte, der Iran kann länger schießen, als andere abwehren können.“ Es herrsche bei einigen Golfstaaten vor allem eine Knappheit an Lenkflugkörpern, mit denen man Angriffe abwehren könne. „Deswegen gehen jetzt alle auf die Suche.“

Mit Blick auf die Angriffe der USA und Israels sagte Lange, diese seien am Anfang sehr erfolgreich gewesen. Die iranischen Revolutionsgarden könnten jedoch weiterhin Gegenschläge durchführen. „Die entscheidende Frage dieses Krieges wird sein: Sind die Revolutionsgarden weiter handlungsfähig und können zurückschlagen? Und können dann Israel und die USA diese Rückschläge abfangen oder richten sie hohen Schaden an?“

20:40 Uhr – Mehr als 700 Drohnen abgefeuert, sagt der Iran

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion abgefeuert. Ein Militärsprecher sagte der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews laut Übersetzung, es seien 500 militärische Ziele Israels sowie der USA angegriffen worden. Als Beispiele nannte er Geheimdienstzentren, Kommunikationszentralen und Waffendepots. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Der Sprecher kündigte an, die Angriffe weiter auszuweiten.

20:38 Uhr – Libanon meldet 52 Tote durch israelische Luftangriffe

Bei israelischen Gegenangriffen auf Ziele der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon sind nach Regierungsangaben mindestens 52 Menschen getötet worden. Außerdem habe es bei den Angriffen auf Vororte der Hauptstadt Beirut und den Süden des Landes 154 Verletzte gegeben, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Abend mit.

20:26 Uhr – Kuwait vermeldet toten Soldaten

Das Militär des Golfstaats Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Ein Marinesoldat sei heute im Dienst bei einem „Militäreinsatz“ ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau der Soldat ums Leben kam, wurden nicht genannt.

19:51 Uhr – Zentralrat der Juden spricht sich für Krieg aus

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich für eine Fortführung des Krieges gegen den Iran bis zu einem Ende des Regimes ausgesprochen. Dies liege auch im nationalen Interesse Deutschlands, sagte der Präsident des Zentralrats, Josef Schuster, in Berlin. Deutschland solle daher die USA und Israel im Kampf unterstützen.

19:49 Uhr – Drohnenangriff auf Kraftstofflager in den VAE

In Abu Dhabi ist ein Kraftstofflager von einer Drohne getroffen worden. In dem Lager mit Öltanks in Musaffah brach infolge des Drohnenangriffs ein Feuer aus, wie die Behörden in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mitteilten. Die Situation sei unter Kontrolle, der Betrieb sei nicht beeinträchtigt worden. Auch Verletzte gab es demnach keine.

19:43 Uhr – UN-Organisation warnt vor Engpässen im Gazastreifen

Im Gazastreifen drohen nach der Schließung der Grenzübergänge durch Israel Engpässe bei der Versorgung. Die Treibstoffreserven reichen nach Einschätzung der UN-Organisation UNOPS nur noch für wenige Tage. Auch Lebensmittel könnten bald ausgehen, warnen Hilfsorganisationen vor Ort. Israel hatte die Übergänge am Samstag geschlossen und dies mit Sicherheitsbedenken wegen der Angriffe auf den Iran begründet.

19:31 – Öltanker in Bahrain getroffen, ein Toter

Ein Öltanker ist in einem Hafen in Bahrain von Geschossen getroffen worden, ein Werftarbeiter wurde getötet. Der unter US-Flagge fahrende Tanker Stena Imperative sei von zwei „unbekannten Geschossen“ im Hafen von Bahrain getroffen worden, erklärte das private Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech. Die Behörden hätten zudem angegeben, dass zwei Werftarbeiter verletzt worden seien, hieß es weiter.

18:50 Uhr – Rutte bezeichnet Angriff auf Iran als „sehr wichtig“

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als „sehr wichtig“ bezeichnet. „Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun, denn dadurch wird die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt“, sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel am Montag. „Es ist wirklich entscheidend, dass der amerikanische Präsident diese Maßnahme ergriffen hat“, fügte er mit Verweis auf US-Präsident Donald Trump hinzu.

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18:08 Uhr – Trump: „Mir wird nicht langweilig. Das ist überhaupt nicht langweilig“

Donald Trump will die Angriffe des US-Militärs mit „unerschütterliche Entschlossenheit“ weiterführen. Er habe vier bis fünf Wochen als möglichen Zeitrahmen für den Krieg gegen Teheran genannt, sagte Trump bei einer Verleihung der „Medal of Honor“ an US-Soldaten im Weißen Haus. Die USA könnten aber auch ihre Militärkampagne viel länger durchhalten. Er betonte: „Wir sind unserem Zeitplan bereits erheblich voraus.“ Für die Eliminierung der Militärführung seien vier Wochen angesetzt worden, es sei innerhalb einer Stunde gelungen.

Jemand habe in den Medien gesagt, Trump werde nach ein, zwei Wochen langweilig. Dann werde der Krieg vorbei sein. „Mir wird nicht langweilig. Das hier ist überhaupt nicht langweilig“, sagte Trump.

Der Iran wäre ihm zufolge schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen US-Territorium zu treffen. „Das Regime verfügte bereits über Raketen, die Europa und unsere Stützpunkte im In- und Ausland erreichen konnten“, sagte er. „Bald hätte es auch Raketen gehabt, die unser schönes Amerika erreichen könnten.“

Er nannte mehrere Ziele für „Operation Epic Fury“, wie das US-Militär die Angriffe auf den Iran nennt: Zerstörung der iranischen Raketenkapazitäten, Vernichtung der Marine, keine Atomwaffen für Teheran und sicherstellen, dass das iranische Regime keine Terroristen mehr bewaffnen kann.

17:53 Uhr – Tanker von Drohnen getroffen

In der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Der Tanker habe Verbindungen zu den USA, erklärten die Revolutionsgarden. Die Meerenge verbindet die großen Ölproduzenten am Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Exportrouten der Welt.

17:47 Uhr – Griechenland unterstützt Zypern

Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern verstärkt Griechenland seine militärische Unterstützung für die EU-Inselrepublik. Wie der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mitteilte, landeten am Abend vier griechische F-16-Kampfflugzeuge auf der Insel. Ursprünglich war die Rede von zwei solcher Flugzeuge.

17:41 Uhr – Trump zeigt sich enttäuscht von Starmer

Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien die US-Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf den Iran zu spät erlaubt. Er sei „sehr enttäuscht“ gewesen, dass der britische Premierminister Keir Starmer der Verwendung von Stützpunkten wie der Militärbasis Diego Garcia für Angriffe auf den Iran eine Absage erteilt habe, sagte Trump der britischen Zeitung „The Telegraph“ zufolge.

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17:37 Uhr – Ukraine bietet Drohnen-Spezialisten an

Die Ukraine stellt die Entsendung von Drohnen-Spezialisten in den Nahen Osten in Aussicht, sollten ihre Partner eine Waffenruhe im Krieg mit Russland vermitteln. Man könne Fähigkeiten und Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen teilen, sagt Außenminister Andrij Sybiha der Nachrichtenagentur Reuters. Die ukrainische Abwehrquote bei iranischen Schahed-Drohnen liege inzwischen bei bis zu 90 Prozent.

17:28 Uhr – Rutte betont Verteidigungsbereitschaft der Nato

Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Verteidigungsbereitschaft des Bündnisses. „Wir sind immer bereit, jede Bedrohung aus jeder Richtung abzuschrecken und abzuwehren“, schreibt Rutte auf der Plattform X. Er habe mit Erdogan über den Iran und die regionale Sicherheit gesprochen. Beide seien sich einig über die Bedeutung des 360-Grad-Sicherheitsansatzes der Nato.

17:20 Uhr – Trump schließt Einsatz von Bodentruppen nicht aus

Donald Trump hat das Entsenden von Bodentruppen in den Iran nicht kategorisch ausgeschlossen. Er habe „keine Angst vor Bodentruppen“, sagte Trump in einem Interview mit der „New York Post“. „Wie jeder Präsident sagt: ‚Es wird keine Bodentruppen geben.‘ Ich sage das nicht“, führte er aus. „Ich sage: ‚Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht‘.

17:15 Uhr – Putin bietet Hilfe an

Wladimir Putin bietet den Golfstaaten seine Hilfe bei der Deeskalation im Nahen Osten an. In Telefonaten mit den Staatschefs der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrains und Katars habe Putin vorgeschlagen, die russischen Beziehungen zum Iran zu nutzen, um die Lage zu stabilisieren, teilt der Kreml mit.

17:09 Uhr – Katar schießt iranische Kampfflugzeuge ab

Katar hat nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfflugzeuge abgeschossen. Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums handelte es sich um zwei Maschinen vom Typ Suchoi Su-24 sowjetischer Bauart.

17:08 Uhr – Starmer weist Kritik zurück

Der britische Premierminister Keir Starmer weist Kritik von US-Präsident Donald Trump an seiner Iran-Politik zurück. Er stehe zu seiner Entscheidung, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels nicht unterstützt zu haben, sagt Starmer. Trump hatte ihm zuvor vorgeworfen, zu lange mit der Freigabe von Luftwaffenstützpunkten gewartet zu haben. „Es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens ist“, betonte der Regierungschef.

16:53 Uhr – Trump kündigt „große Welle“ gegen den Iran an

In einem Telefoninterview mit CNN hat Donald Trump erklärt, dass das US-Militär den Iran „fertigmache“, die „große Welle“ jedoch erst noch bevorstehe. „Ich denke, es läuft sehr gut“, sagte er demnach und betonte zugleich die Stärke der US-Streitkräfte: „Wir haben das beste Militär der Welt und wir setzen es ein.“

Auf die Frage, ob die USA über den militärischen Angriff hinaus das iranische Volk unterstützten, antwortete Trump: „Ja. Aber im Moment wollen wir, dass alle zu Hause bleiben. Draußen ist es nicht sicher.“ Trump warnte: „Wir haben noch nicht einmal angefangen, sie hart zu treffen. Die große Welle kommt bald.“

16:45 Uhr – Golfstaaten fragen Luftabwehrsysteme an

Der italienischen Regierung liegen eigenen Angaben zufolge Anfragen von Golfstaaten zur Lieferung von Luftabwehrsystemen vor. Angesichts der Ausweitung des Konflikts zwischen dem Iran, Israel und den USA hätten die Länder den dringenden Bedarf an einer Stärkung ihrer Abwehrfähigkeiten betont, sagt Verteidigungsminister Guido Crosetto vor dem Parlament in Rom. Insbesondere gehe es um die Luftabwehr und den Schutz vor Drohnen. Der Minister dämpft jedoch die Erwartungen: Die Kapazitäten seien durch die Unterstützung für die Ukraine bereits stark beansprucht.

16:37 Uhr – Spritpreise ziehen an

Der Iran-Krieg macht Sprit und Heizöl teurer. Am Montag stiegen die Preise an den Tankstellen kräftig, nachdem sie bereits übers Wochenende leicht zugelegt hatten, wie der ADAC mitteilt. Am Nachmittag war Superbenzin der Sorte E10 um 7,3 Cent teurer als zum gleichen Zeitpunkt am Freitag, dem letzten Tag vor der Eskalation. Bei Diesel waren es sogar 8,1 Cent.

16:19 Uhr – Explosionen in der Nähe von Atomanlage

In der Nähe einer Atomanlage in der zentraliranischen Stadt Isfahan sind Medienberichten zufolge laute Explosionen zu hören. In dem Gebiet liegt auch ein Luftwaffenstützpunkt, berichten iranische Nachrichtenseiten.

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16:04 Uhr – Putin kritisiert Verstoß gegen Prinzipien des Völkerrechts

Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, seine Kritik an den US-israelischen Angriffen auf den Iran bekräftigt. Moskau habe versucht, im Streit um das iranische Atomprogramm zu vermitteln, aber diese Bemühungen seien vereitelt worden „durch einen unprovozierten bewaffneten Angriff auf einen souveränen UN-Mitgliedstaat unter Verletzung der Grundprinzipien des Völkerrechts“, sagte Putin laut einer Mitteilung des Kremls zu Al Nahjan.

15:50 Uhr – Mindestens 31 Tote im Libanon durch nächtliche Angriffe

Das Wiederaufflammen der Gefechte zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz hat im Süden des Libanons Menschen in die Flucht getrieben. Zivilisten haben Gebiete entlang der südlichen Grenze sowie Vororte von Beirut verlassen und Zuflucht in Schulen der Hauptstadt gesucht. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtet von mindestens 31 Toten und 149 Verletzten bei nächtlichen Angriffen in den Vororten der Hauptstadt und im Südlibanon.

15:43 Uhr – Italien startet mit Evakuierung

Italien fliegt erste Staatsbürger aus dem Nahen Osten aus. Ein Charterflug mit 127 Italienern an Bord startete von der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Heimat, wie das Außenministerium in Rom mitteilte. Die Menschen saßen demnach im Oman fest oder waren zuvor mit Unterstützung der italienischen Behörden aus Dubai dorthin gebracht worden.

15:39 Uhr – Ethihad und Emirates nehmen Betrieb wieder auf

Die beiden Fluggesellschaften Etihad und Emirates haben trotz des Krieges in Nahost ihren Betrieb zum Teil wieder aufgenommen. Erste Flüge der Airlines mit Sitz in Abu Dhabi beziehungsweise Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten starteten am Montagnachmittag, wie aus Daten von Flugtracking-Seiten im Internet ersichtlich war. Die Regierung von Dubai teilte mit, es gebe eine „begrenzte Wiederaufnahme des Betriebs“. Es sollten aber nur jene Passagiere zum Flughafen kommen, die direkt kontaktiert worden seien.

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15:37 Uhr – Ehefrau von Chamenei gestorben

Iranische Medien haben den Tod der Ehefrau des getöteten geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, gemeldet. Zwei Tage nach dem US-israelischen Angriff auf Chameneis Residenz in Teheran sei seine Frau, Mansureh Chodschasteh Baghersadeh, am Montag ihren Verletzungen erlegen, berichteten mehrere iranische Medien. Die 79-Jährige hatte nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seit dem Angriff im Koma gelegen.

14:32 Uhr – Hegseth spricht über Militärschlag gegen Iran

US-Kriegsminister Pete Hegseth sagt im Pentagon: „Vor zwei Tagen hat das Kriegsministerium auf direkten Befehl von US-Präsident Donald Trump die Operation ‚Epische Wut‘ gestartet – die tödlichste, komplexeste und präziseste Luftoperation in der Geschichte.“ Es habe sich herausgestellt, dass das Regime, das „Tod für Amerika“ und „Tod für Israel“ skandierte, von Amerika und Israel „den Tod geschenkt bekam“.

Neben einem Lob für Israel nutzte Hegseth die Gelegenheit für einen Seitenhieb auf andere Nato-Verbündete: „Wie wir von Anfang an gesagt haben, sind fähige Partner gute Partner, im Gegensatz zu so vielen unserer traditionellen Verbündeten, (…) die über den Einsatz von Gewalt herumdrucksen.“

Zum Schluss stellt er klar: „Wenn Sie Amerikaner töten, wenn Sie Amerikaner irgendwo auf der Welt bedrohen, werden wir Sie ohne Entschuldigung und ohne zu zögern jagen und töten.“

14:27 Uhr – Wadephul: Wollen Deutschen bei Rückkehr aus Nahem Osten helfen

Die Bundesregierung bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den ​Nahen Osten vor, um dort gestrandete deutsche Touristen nach Hause zu ⁠holen. Die Maschinen sollen nach Maskat im Oman und in die saudische Hauptstadt Riad geschickt werden, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul. Dort seien die Lufträume noch geöffnet, Sicherheit gehe ⁠bei der ​Entsendung allerdings vor.

Zuvor hatte er die Evakuierung deutscher Reisender noch ausgeschlossen und dies mit geschlossenen Lufträumen begründet. Bei „Caren Miosga“ sagte Wadephul am Sonntagabend zur Situation der Deutschen, das Auswärtige Amt tue, „was wir machen können“.

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14:12 Uhr – US-Armee meldet Tod eines vierten US-Soldaten

Die US-Armee gibt den Tod eines vierten US-Soldaten im Iran-Krieg bekannt. Ein vierter Soldat, der bei den ersten Angriffen durch den Iran schwer verletzt worden sei, „erlag schließlich seinen Verletzungen“, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Zur Identität oder den Umständen seines Todes machte das Kommando keine Angaben.

14:02 Uhr – Gaspreis in Europa steigt nach iranischen Angriffen auf Anlagen in Katar deutlich

Der Gaspreis in Europa ist nach iranischen Angriffen auf Energieanlagen im Golfemirat Katar deutlich angestiegen. Der als Referenzwert betrachtete niederländische TTF-Gaskontrakt sprang am Mittag zeitweise um über 50 Prozent und notierte bei 47,70 Euro pro Megawattstunde. Der Staatskonzern QatarEnergy hatte zuvor angekündigt, seine Produktion von Flüssiggas (LNG) wegen der Angriffe anzuhalten.

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14:00 Uhr – Israel meldet Tötung von Hisbollah-Geheimdienstchef

Das israelische Militär meldet die Tötung des Hisbollah-Geheimdienstchefs Hussein Makled. Er sei bei einem Angriff in Beirut ums Leben gekommen, teilt die Armee mit.

13:49 Uhr – Lufthansa-Flugzeug fliegt leer von Abu Dhabi nach München

Ein Airbus A380 der Lufthansa ist ohne Passagiere von Abi Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus mit dem Ziel München gestartet – trotz Zehntausender gestrandeter Reisender in der Golfregion. Das gibt die Lufthansa bekannt. „Eine Passagierbeförderung ist geprüft worden“, sei aber leider nicht möglich, heißt es in der Mitteilung der Fluggesellschaft. An Bord der Maschine seien lediglich zwei Piloten.

13:22 Uhr – Wagenknecht kritisiert Merz‘ Iran-Statement

Sahra Wagenknecht (BSW) kritisiert Kanzler Merz‘ (CDU) Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran scharf. „Merz macht Deutschland international unmöglich. Noch nie hat ein Bundeskanzler so offen das Völkerrecht für belanglos erklärt“, sagt BSW-Gründerin Wagenknecht zu WELT. „Das ist auch ein Affront gegenüber dem Grundgesetz, womit der Kanzler seinen Amtseid verletzt.“

12:30 Uhr – Nach Luftalarm auf Stützpunkt auf Zypern zwei Drohnen abgefangen

Nach dem Alarm auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern werden zwei Drohnen abgefangen. Das teilt der zypriotische Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis auf X mit. Der Stützpunkt war Stunden zuvor von einer Drohne getroffen worden.

12:20 Uhr – Grüne fordern Bundesregierung zu Ausreisehilfe für Deutsche auf

Die Grünen haben die Bundesregierung zu aktiver Ausreisehilfe für die Tausenden Deutschen aufgerufen, die wegen des Iran-Krieges in der Region festsitzen. „Johann Wadephul kapituliert vor der eigenen Verantwortung“, sagte die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Deborah Düring. „Während die Briten konkrete Evakuierungen für ihre Bürgerinnen und Bürger aus der Region vorbereiten, erklärt unsere Bundesregierung, man könne nichts tun“, kritisierte sie. „Wer bei einer Eskalation dieser Größenordnung keine Notfallpläne umsetzt, hat entweder nicht vorgesorgt oder den Ernst der Lage nicht begriffen. Beides ist fatal“, so die Abgeordnete.

12:10 Uhr – Kuwait schießt versehentlich drei US-Kampfjets ab

Das US-Militär gibt an, dass Kuwait während eines Gefechts versehentlich drei amerikanische F-15E Strike Eagles abgeschossen hat. Alle Piloten konnten sich retten. Kuwait ist ein Verbündeter der USA am Golf. Experten sprechen in solchen Fällen von „friendly fire“.

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12:02 Uhr – Neue Angriffe auf Iran

Israel kündigt neue „umfassende“ Angriffe auf Teheran an. Fast zeitgleich melden iranische Medien mehrere Explosionen in der Hauptstadt.

dpa/AP/AFP/jm/rct/nw

Source: welt.de

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