Große Zeichenkunst auf kleinem Raum: Das neue Cartoon-Buch „Dafür haben sie Geld“ zeigt die lustigsten Arbeiten des Duos Hauck&Bauer aus den vergangenen Jahren.
Ein älterer Herr mit vermutlich eher rechter Gesinnung liegt mit grimmigem Gesicht im Bett und denkt nach. Text in der Sprechblase: „Na gut. 1 Pflegekraft soll noch einwandern dürfen.“ Es sind Cartoons wie dieser, die im neuen Buch des Duos Hauck&Bauer herausragen und die den Ton vorgeben: Die Welt ist irre geworden – und die Cartoonisten zeichnen diesen Irrsinn mit ein paar Strichen nach.
Anderes Beispiel: Ein Reporter mit Mikro befragt einen Mann:
„Kann man angesichts der apokalyptischen Zustände in der Welt noch Witze machen?“
Antwort des Befragten: „Ja, aber halt nicht mehr so lange.“
Protokollanten des Weltenirrsinns: Elias Hauck, links, und Dominik Bauer alias Hauck&Bauer © Foto:SZ/Veit Hengst SZ/Veit Hengst
Die Schöpfer dieser kleinen Meisterwerke heißen Elias Hauck und Dominik Bauer. Sie sind beide Jahrgang 1978 und stammen aus Unterfranken. Als Duo Hauck&Bauer arbeiten sie seit 2003 zusammen. Dabei leben sie in verschiedenen Städten: Elias Hauck zeichnet in Berlin jene Ideen, die sich Dominik Bauer in Frankfurt am Main ausdenkt. „Dazwischen streiten sich beide erbittert über Formulierungen und Gesichtsausdrücke“, heißt es im neuen Cartoon-Band „Dafür haben sie Geld“, der jetzt im Verlag Antje Kunstmann erschienen ist. Er versammelt die besten Arbeiten aus den vergangenen Jahren, die in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, in der „Süddeutschen Zeitung“, in der „Apotheken Umschau“ oder im Satiremagazin „Titanic“ erschienen.
Hauck&Bauer: „Dafür haben sie Geld“. Kunstmann-Verlag, 256 Seiten, 14 Euro.
Die Gestaltung des Buches mit mehr als 240 Zeichnungen lehnten Hauck&Bauer diesmal an die monatlich erscheinenden „Lustigen Taschenbücher“ der Walt-Disney-Welt an. Auf dem Rücken des Cartoon-Buches ist die Nummer „001“ zu lesen. Wie schön wäre diese Welt, würde ein Werk wie „Dafür haben sie Geld“ jetzt ebenfalls alle vier Wochen auf den Markt kommen.
Hauck&Bauer auf Lesereise:
15. März: Luzern (CH), Luzerner Theater
21. März: Leipzig, Cafe Grundmann
27. März: Stade, Schloss Agathenburg
28. März: Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
30. März: München, Vereinsheim
14. April: Frankfurt a.M., Romanfabrik
16. April: Stuttgart, Merlin
17. April: Alzenau, Schlösschen Michelbach
22. April: Berlin, z-Bar
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Source: stern.de