Der Gründer des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, Hui Ka Yan, hat sich vor einem Gericht in Shenzhen der Begehung mehrerer Wirtschaftsvergehen schuldig bekannt. Die Probleme des Unternehmens stehen sinnbildlich für die Krise des chinesischen Immobiliensektors, die das Wirtschaftswachstum des Landes seit Langem belastet.
Nach Angaben des Gerichts geht es unter anderem um Veruntreuung, betrügerische Kapitalbeschaffung und die illegale Annahme öffentlicher Einlagen; Hui habe Reue gezeigt.
Weitere Vorwürfe betreffen illegale Kreditvergabe, die betrügerische Ausgabe von Wertpapieren und Bestechung. Ein Urteil soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Der Konzern ist mit Schulden in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar der weltweit am höchsten verschuldete Immobilienentwickler. Hui wurde seit seiner Festnahme durch die chinesischen Behörden im Jahr 2023 nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.