Hier stürzte welcher Fürst von Thurn und Taxis 50 Meter in die Tiefe

Albert Fürst von Thurn und Taxis ist bei einer Motorsport-Rallye in Österreich von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergestürzt. Nun liegen weitere Erkenntnisse zum Unfall des deutschen Piloten vor. Ein Ortsbesuch.

Albert Fürst von Thurn und Taxis verunglückte am Freitag bei der Rebenland Rallye in der Südsteiermark/Österreich. Der Wagen des 42-Jährigen stürzte rund 50 Meter einen Abhang hinab. Das Familienoberhaupt derer von Thurn und Taxis musste schwer verletzt aus den Trümmern seines Rennautos befreit werden.

An der Absturzstelle geht es steil nach unten. Mehrere Bäume sind umgeknickt oder mussten von der Feuerwehr für die Bergung abgesägt werden. Die Unfallstelle liegt sehr abgelegen – in einem Waldstück zwischen den Weinbergen. Dass bei diesem Absturz nicht noch Schlimmeres passiert ist, überrascht.

Hauptbrandinspektor Willi Trunk, Einsatzleiter der Feuerwehr, schildert den dramatischen Einsatz: „In den Rallye-Autos gibt es einen sogenannten SOS-Knopf. Wenn der gedrückt wird, werden über GPS automatisch die Daten an die Rennleitung übermittelt.“ Daraufhin wurde das Rennen sofort unterbrochen. Rennleitung, Sicherheitsstaffel der Rallye, Notarzt und Feuerwehr fuhren im Konvoi zur Unfallstelle.

Scherze der Co-Pilotin

Die Einsatzkräfte entdeckten am Straßenrand die Spuren des Unfallwagens. „Wir sind gemeinsam mit dem Rettungsdienst zu dem Fahrzeug hinuntergeklettert. Beide Insassen waren ansprechbar. Das Auto stand noch auf den Rädern. Der Fürst klagte über starke Rückenschmerzen“, so Trunk.

Der verletzte Rennfahrer wurde mit einer Korbtrage und einer speziellen Rettungsmatratze aus dem Auto gerettet. Die Einsatzkräfte brachten ihn und seine Beifahrerin Jara Hain nacheinander den Hang hinauf. Trunk erzählt: „Zuerst Albert, dann die Beifahrerin. Nach etwa 15 Minuten hatten wir beide im Krankenwagen. Die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte war vorbildlich. Trotz der dramatischen Situation blieb seine Beifahrerin ruhig. Sie hat sogar noch gescherzt und gesagt: ‚Runter ist es schneller gegangen als rauf‘.“

Albert von Thurn und Taxis wurde zunächst nach Leutschach transportiert und anschließend mit dem Hubschrauber ins Klinikum nach Graz geflogen. Jara Hain kam ins Klinikum nach Wagna-Leibnitz.

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Bei der Rallye werden auf den abgesperrten Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h erreicht. Trunk sagt: „Der Fürst fährt seit 13 Jahren bei uns mit. Ich bin mir sicher, wir werden ihn wieder mit seinem Rallye-Auto sehen. Er ist bei uns ein gern gesehener Fahrer.“

Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) erstellt und zuerst in „Bild“ veröffentlicht.

Source: welt.de

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