Heftige Unwetter treffen Griechenland: Starkregen, Orkanböen und Saharastaub legen Teile des Landes lahm. Besonders die Ägäis und die Region um Athen sind betroffen. Auf der Insel Kreta ist der rote Staub überall.
Schwere Unwetter haben in Griechenland große Schäden verursacht und mindestens einen Menschen getötet. Besonders betroffen waren die südliche Ägäis und die Region um Athen. Zu Starkregen und Orkanböen kommt auch eine starke Belastung der Luft mit Saharastaub, wie der griechische Rundfunk berichtet. Bilder zeigen griechische Inseln, die rötlich gefärbt sind.
Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde ein etwa 50 Jahre alter Mann in Nea Makri, einem ländlichen Gebiet nordöstlich von Athen, unter einem Auto eingeklemmt gefunden. Im Großraum Athen gingen bei der Feuerwehr seit Beginn des Unwetters vor drei Tagen fast 500 Notrufe ein. Die Behörden gaben Unwetterwarnungen heraus.
Auf Rhodos rückte die Feuerwehr mehr als 50 Mal aus, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Auch Stromleitungen, Laternen und Boote wurden beschädigt. Der Zivilschutz rief Bewohner und Touristen per SMS auf, ihre Bewegungen einzuschränken. In einem Vorort von Athen kam es zu Überschwemmungen. Auf der Insel Poros wurde eine Brücke durch Überschwemmungen zerstört.
Der Fährverkehr wurde in vielen Teilen des Landes eingestellt. Mindestens zehn Flüge nach Rhodos wurden am Mittwoch gestrichen oder umgeleitet, inzwischen läuft der Luftverkehr wieder weitgehend normal.
Saharastaub verschärft Lage
Hinzu kommt, dass Saharastaub die Lage in Griechenland verschärft. Auf Kreta sowie den Kykladeninseln Santorini, Naxos und Mykonos brachten starke Südwinde den Staub. Dieser färbte den Himmel rötlich und schränkte die Sicht deutlich ein. Laut Wetteramt wurden Konzentrationen von teils über 1000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft registriert.
Der staatliche Wetterdienst EMY prognostizierte für Donnerstag in den meisten Teilen des Landes „schlechtes Wetter“ mit „anhaltendem und starkem Regen und Gewittern sowie möglicherweise örtlichen Hagelschauern“. Es wird erwartet, dass sich die Sturmfront am Freitag abschwächt.
dpa/AFP/nw
Source: welt.de