Hamas fordert „Brüder im Iran“ uff, Angriffe gegen Nachbarländer einzustellen

US-Streitkräfte haben laut Donald Trump alle militärischen Anlagen auf einer strategisch wichtigen Insel „vollständig ausradiert“. Die Terrororganisation Hamas fordert den Iran auf, seine Angriffe auf Nachbarländer einzustellen und verweist zudem auf das Völkerrecht. Mehr im Liveticker.

Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

12:05 Uhr – Iran kündigt vestärkten Waffeneinsatz an

Der Iran kündigt den verstärkten Einsatz schärferer Waffen an. Die Streitkräfte würden ballistische Raketen und andere Raketentypen mit größerer Zerstörungskraft und höherer Präzision verwenden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums staatlichen iranischen Medien zufolge. Man werde künftig mehr „modernisierte Waffen“ einsetzen.

11.40 Uhr – Indische Schiffe dürfen durch Straße von Hormus fahren

Der Iran hat eine ​Ausnahme von seiner Blockade der Straße von Hormus gemacht und einigen indischen Schiffen die Durchfahrt erlaubt. Dies bestätigte der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, bei einer Konferenz in Neu-Delhi. Die genaue Zahl der Schiffe nannte Fathali nicht.

10:45 Uhr – Revolutionsgarden benennen US-Einrichtung zu legitimen Zielen

Die Revolutionsgarden im Iran erklären Berichten iranischer Staatsmedien zufolge US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu legitimen Zielen ihre Angriffe. Dies sei eine Reaktion auf Angriffe von US-Streitkräften auf iranische Inseln, erklären die im ​Iran überaus einflussreichen Revolutionsgarden. Ziele seien Häfen, Anlegestellen und Militärstandorte. Die Bewohner der Emirate werden aufgerufen, sich von diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden.

10:22 Uhr – Brand in Fudschaira

Im Emirat Fudschaira ist durch das Herabfallen von Trümmerteilen einer abgefangenen Drohne ein Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht, teilt die Pressestelle des Emirats ⁠mit. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Persischen Golf und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Treibstoff.

10:02 Uhr – Internetblockade in dritter Woche

Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur ein Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes internes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

Netblocks kritisierte: „Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.“b Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.

9:45 Uhr – Hamas fordert Iran auf, Angriffe auf Nachbarländer einzustellen

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas hat den Iran aufgefordert, die Angriffe auf Nachbarländer einzustellen. Teheran habe zwar das Recht, sich „mit allen verfügbaren Mitteln“ gegen die Angriffe Israels und der USA zu verteidigen, erklärte die Hamas am Samstag. Dies sei mit dem Völkerrecht vereinbar. Auf Angriffe auf Nachbarländer sollten die „Brüder im Iran“ aber verzichten.

08:49 Uhr – Laut Iran keine Ölinfrastruktur bei Angriff auf Kharg beschädigt

Bei den US-Angriffen auf die iranische Insel Kharg ist einer iranischen Nachrichtenagentur zufolge keine Ölinfrastruktur beschädigt worden. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete unter Berufung auf Informanten auf der Insel, es seien 15 Explosionen zu hören gewesen, es gebe aber keine Schäden an Ölanlagen

05:45 Uhr – Iran sei „vollständig“ besiegt, sagt Trump

Der Iran ist nach den Worten von Trump „vollständig besiegt“. „Die Fake-News-Medien berichten nur ungern darüber, wie erfolgreich das US-Militär gegen den Iran vorgegangen ist, der vollständig besiegt ist und ein Abkommen wünscht“, schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. Er fügte hinzu, die angeblich von Teheran gewünschte Vereinbarung sei „kein Abkommen, das ich akzeptieren würde“.

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05:07 Uhr – Drohnenangriff auf US-Botschaft in Bagdad

In Iraks Hauptstadt Bagdad hat es einen Luftangriff auf die US-Botschaft gegeben. Eine Drohne habe die den Botschaftskomplex getroffen, sagte ein irakischer Sicherheitsvertreter. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP sah über dem Gebäudekomplex Rauch aufsteigen. Die Attacke erfolgte kurz nach Angriffen auf proiranische Kämpfer in der irakischen Hauptstadt.

04:33 Uhr – Trump: Marine-Eskorte in Straße von Hormus beginnt „bald“

US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von Trump in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde „bald“ beginnen, sagte der US-Präsident zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen.

04:15 Uhr – „Keine Gnade für unseren Feind“, sagt Hegseth

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt ein gnadenloses Vorgehen an. „Wir ​werden weiter Druck machen, weiter vorrücken, weiter angreifen“, sagt Hegseth vor Journalisten in Washington. „Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind.“ Der Befehl, „kein Pardon“ zu geben, also das Leben eines sich ergebenden ⁠Gegners nicht zu schonen oder damit zu drohen, ist nach dem humanitären Völkerrecht verboten.

04:09 Uhr – Ölpreis weiter über 100 Dollar je Barrel

Trotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl bleiben die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Die Maßnahme der USA löste bei europäischen Partnern Kritik hervor – und sorgte am Ölmarkt für keine Entspannung. Im Gegenzug ließen Äußerungen aus den USA und dem Iran die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende schwinden.

Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022 geknackt.

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03:55 Uhr – USA schicken weiteres Kriegsschiff

Die USA entsenden Insidern zufolge Tausende zusätzliche Soldaten in ​den Nahen Osten. Nach Angaben zweier US-Beamter, die ungenannt bleiben wollen, verlegt das US-Verteidigungsministerium das Amphibien-Angriffsschiff „Tripoli“ samt der dazugehörigen Marine-Einheit in die Region. Dazu gehörten 2500 Marineinfanteristen ⁠sowie weitere Matrosen. Die „Tripoli“, die sich derzeit im asiatisch-pazifischen Raum befindet, kann auch Kampfflugzeuge transportieren.

03:39 Uhr – Ein Toter bei Raketenangriff in Bagdad

Bei einem Raketenangriff auf ein proiranisches Ziel in Iraks Hauptstadt Bagdad ist Sicherheitskreisen zufolge ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff wurde ein von der proiranischen Kataeb Hisbollah genutztes Haus getroffen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus irakischen Sicherheitskreisen erfuhr. Eine „Schlüsselfigur“ der vom Iran unterstützten paramilitärischen Gruppe wurde demnach bei dem Angriff getötet, zwei weitere Mitglieder der Gruppe wurden verletzt.

02:45 Uhr – Iran warnt USA vor Angriff auf Öl-Infrastruktur

Die iranischen Streitkräfte haben nach der Bombardierung der Insel Kharg durch die US-Armee Washington vor einem Angriff auf den Öl- und Energiesektor gewarnt. Ein Sprecher sagte nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass bei einem Angriff auf Irans Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur „alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden“. Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump alle militärischen Anlagen auf der Insel zerstört.

02:34 Uhr – USA ziehen Teil von Botschaftspersonal aus dem Oman ab

Die USA ziehen einen Teil ihres Botschaftspersonals aus dem Oman ab. Nicht zwingend benötigte Mitarbeiter und ihre Angehörigen müssten das Sultanat wegen der kriegsbedingten Risiken verlassen, erklärte das US-Außenministerium. Das Ministerium aktualisierte zudem seine Reisewarnung angesichts der „Sicherheitsrisiken“.

01:09 Uhr – Mindestens zwölf Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon

Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Gesundheitszentrum in Burdsch Kalawija im Südlibanon sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Mitarbeiter getötet worden, wie das libanesische Gesundheitsministerium erklärte. Bei den Toten handele es sich um „zwölf Ärzte, Sanitäter und Krankenschwestern“. Ein weiterer Gesundheitsmitarbeiter wurde demnach verletzt. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.

Dem Gesundheitsministerium zufolge handelte es sich um „den zweiten Angriff auf den Gesundheitssektor binnen weniger Stunden“. Zuvor hatte es demnach bereits einen Angriff in Sawaneh gegeben. Dabei sollen zwei Sanitäter der proiranischen Hisbollah und der mit ihr verbündeten Amal-Gruppierung getötet worden sein.

Auch die libanesische Hauptstadt Beirut wird immer wieder Ziel von Luftangriffen.

01:03 Uhr – Stadtteile von Doha evakuiert

Die Behörden in Katar evakuieren Augenzeugen zufolge Teile der Hauptstadt Doha. Betroffen sind unter ⁠anderem das Msheireb-Viertel, in dem sich Regierungsgebäude und ein Büro von Google befinden, sowie die sogenannte Education City mit Ablegern von sechs US-Universitäten. Das katarische Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, eine Reihe bestimmter Gebiete würde als „vorübergehende Vorsichtsmaßnahme“ evakuiert, ohne Details zu nennen.

00:33 Uhr – Trump: US-Angriffe auf militärische Ziele auf iranischer Öl-Exportinsel Kharg

Die US-Armee hat nach den Worten von Präsident Trump die iranische Öl-Insel Kharg mit massiven Angriffen überzogen. Das Central Command habe „einen der heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens ausgeführt“, erklärte Trump auf der Online-Plattform Truth Social. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando habe „jedes militärische Ziel auf dem Kronjuwel des Iran, der Insel Kharg, vollständig ausradiert“.

Die Insel Kharg liegt im Persischen Golf. Über das dort befindliche Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt. Trump erklärte, er habe sich „dafür entschieden, die Ölinfrastruktur auf der Insel nicht zu zerstören“. „Sollte jedoch der Iran oder irgendjemand anderes etwas unternehmen, um die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu stören, werde ich dies sofort überdenken.“

00:02 Uhr – Explosionen in Doha

In Katars Hauptstadt Doha sind Explosionen zu hören. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass Abfangjäger über dem Stadtzentrum von Doha zwei Geschosse abgewehrt hätten.

Freitag, 13. März

23:45 Uhr – Iran startet neuen Raketenangriff auf Israel

Der Iran hat eine weitere Angriffswelle mit ballistischen Raketen auf Israel gestartet. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die Polizei erhielt nach eigenen Angaben Hinweise auf Trümmerteile, die im Süden Israels gelandet seien.

23:00 Uhr – Selenskyj trifft erneut iranischen Schah-Sohn

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf erneut den iranischen Schah-Sohn und Oppositionsvertreter Reza Pahlavi. Selenskyj schrieb nach dem Treffen im Onlinedienst X, die Ukraine wünsche sich „einen freien Iran“, der „nicht mit Russland kooperieren wird“. Es sei wichtig, dass die Führung der Islamischen Republik „keinen Nutzen“ aus dem Iran-Krieg ziehe und das iranische Volk sein Schicksal selbst bestimmen könne.

22:30 Uhr – Bericht: Trump lehnt Putins Uran-Vorschlag für Iran ab

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgelehnt, angereichertes Uran aus dem Iran nach Russland zu transferieren. Dies sei Teil eines Plans gewesen, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu beenden, berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf Insider. Putin habe die Idee in einem Telefonat in dieser Woche ins Spiel gebracht. Eine Stellungnahme der genannten Staaten liegt zunächst nicht vor.

21:13 Uhr – Hisbollah-Chef: „Aufgeben ist keine Option“

Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. „Das Wort „Kapitulation“ steht nicht in unserem Wörterbuch“, sagte er in einer Fernsehansprache. „Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.“

Die Hisbollah ist eng mit der Führung des Irans verbündet. Seit der Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei zu Beginn des jüngsten Nahost-Kriegs vor zwei Wochen schießt sie Raketen auf Israel ab. Der jüdische Staat hat wiederum seine Angriffe auf Ziele der Schiitenmiliz im Libanon intensiviert. Laut der WHO sind seitdem auf der libanesischen Seite 634 Todesopfer und mehr als 1.586 Verletzte gemeldet worden.

19:57 Uhr – Trump will Krieg beenden, „wenn ich es in meinen Knochen spüre“

US-Präsident Donald Trump und Vertreter seiner Regierung haben immer wieder unterschiedliche Angaben darüber gemacht, wie lange der Krieg gegen den Iran dauern könnte. In einem Interview des Senders Fox News Radio sagte er auf die Frage, wann der Krieg vorbei sein würde: „Wenn ich es spüre – wenn ich es in meinen Knochen spüre.“

dpa/AFP/AP/Reuters/sebe/doli/jmr/krö

Source: welt.de

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