Knapp eine Woche nach seinem aufsehenerregenden Unfall werden mehr Details über Tiger Woods vorübergehende Festnahme bekannt. In einem der Videos, das mit der Bodycam eines Deputys aufgenommen wurde, telefoniert der Golf-Superstar mit US-Präsident Trump.
Auf solch einen Gedanken muss man kurz nach einem furchterregenden Zwischenfall erst mal kommen. Tiger Woods hat unmittelbar nach seinem Autounfall nach eigenen Angaben „mit dem Präsidenten“ telefoniert“.
Das geht aus Videoaufnahmen der Bodycam eines der beteiligten Polizisten hervor, die gut eine Woche nach dem Unfall des Golf-Superstars veröffentlicht wurden. Ob sich Woods dabei auf US-Präsident Donald Trump bezog, geht aus dem Video nicht hervor. Zu hören ist, wie sich Woods am Telefon verabschiedet und dann zu dem Beamten sagt: „Ich habe nur gerade mit dem Präsidenten gesprochen.“
Woods und Trump sind befreundet. In der ersten Amtszeit des US-Präsidenten bekam Woods die Presidential Medal of Freedom, den höchsten zivilen Orden der Vereinigten Staaten. Trump hatte sich nach dem Unfall geäußert und Woods als „einen sehr engen Freund“ bezeichnet.
Tiger Woods beteuert seine Unschuld
Auch die weiteren polizeilichen Maßnahmen waren auf dem laut Medienberichten vom Sheriff’s Office von Martin County veröffentlichten Videomaterial zu sehen. Zu sehen ist, wie Woods verschiedene Tests absolvieren muss, ihm Handschellen angelegt und seine Taschen durchsucht werden.
Zunächst kniet der Golfstar neben dem Straßenrand, während ein Beamter sich Gummihandschuhe anzieht. Danach wird Woods verschiedenen Alkoholtests unterzogen. Unter anderem muss er mit den Augen dem wandernden Zeigefinger einer Polizeibeamtin folgen und geschlossene Fäuste exakt aufeinanderlegen, nachdem er in die Hände geklatscht hat. Auch seine Reaktion auf Fragen werden im Gespräch getestet. Die Frage nach Alkoholkonsum und illegalen Drogen verneint er, bestätigt jedoch die Einnahme von Medikamenten.
Dann ist zu sehen, wie ihm die Handschellen angelegt werden. Als dann seine Hosentaschen durchsucht werden und unter anderem ein Clip mit Geldscheinen herausgeholt wird, sind seine Hände auf dem Rücken gefesselt.
Woods war vor einer Woche wenige Stunden nach seiner Festnahme wegen Drogenverdachts auf Kaution aus dem Gefängnis von Martin County freigelassen worden. Ein Atemalkoholtest habe zwar einen Wert von null angezeigt. Einen Urintest habe der 15-malige Major-Sieger aber nicht machen wollen. Er sei wegen Fahruntüchtigkeit am Steuer und Verweigerung eines Tests im Zusammenhang mit dem Unfall angeklagt worden. Woods’ erster Gerichtstermin soll für den 23. April angesetzt sein.
Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Woods auf nicht schuldig plädiert. Nach übereinstimmenden Medienberichten sagte Woods bei der Vernehmung, dass er kurz auf sein Handy geschaut und den Radiosender in seinem Auto gewechselt habe, bevor er mit seinem Geländewagen den Anhänger eines anderen Fahrzeugs streifte und sich mit seinem Wagen überschlug.
pk/dpa
Source: welt.de