Große Augen bei Sanae TakaichiTrump macht vor Japans Regierungschefin bizarren Pearl-Harbor-Vergleich
19.03.2026, 19:33 Uhr
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Längst nicht alle Verbündeten informieren die USA und Israel über den Angriff auf Iran. Dazu zählt auch Japan. Beim Treffen mit der neuen Ministerpräsidentin im Weißen Haus kommt das Thema zur Sprache – und plötzlich wird es unangenehm.
US-Präsident Donald Trump hat die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi mit einem historischen Vergleich zu Pearl Harbor irritiert. Bei ihrem Besuch im Weißen Haus sprach Trump darüber, dass die USA beim Angriff auf den Iran das Überraschungsmoment genutzt hätten. „Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan“, fragte Trump und sorgte für Gelächter im Raum.
„Warum haben sie mir nichts über Pearl Harbor gesagt“, fragte Trump an die Japaner gerichtet. Er glaube, Japan setze noch viel stärker auf Überraschungen als die USA. Takaichi richtete sich daraufhin sichtlich angespannt in ihrem Sessel auf und blickte mit großen Augen in die Richtung ihrer Delegation.
Aufgekommen war die Thematik, weil Trump im Weißen Haus im Oval Office von einem Reporter gefragt wurde, warum Japan nicht vorab über die Angriffe informiert worden ist. Man sei darüber sehr irritiert gewesen, so der Journalist.
Japan hatte am 7. Dezember 1941 den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii bombardiert. Bei dem Überraschungsangriff starben mehr als 2.400 Menschen. Die USA traten daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein. Japan war damals keine Demokratie, sondern ein autoritär geführtes Land, das unter anderem mit Nazideutschland und Italien verbündet war.
Mittlerweile sind Washington und Tokio seit Jahrzehnten enge Partner. Anders als Japan wurde unter anderem die Bundesregierung vorab über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran informiert.
Source: n-tv.de