Wegen des gescheiterten Asylpakts mit Großbritannien hat Ruanda ein internationales Schiedsverfahren eingeleitet. Das ostafrikanische Land wirft dem Vereinigten Königreich vor, in der Vereinbarung enthaltene finanzielle Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben.
Hintergrund ist ein umstrittenes Asylabkommen, das beide Länder geschlossen hatten, das Großbritannien jedoch 2024 wieder kündigte. Laut dem Vertrag sollte Ruanda ursprünglich bestimmte Asylsuchende aufnehmen, dafür war Großbritannien zu Zahlungen von insgesamt 100 Millionen Pfund verpflichtet – aufgeteilt in zwei Raten von jeweils 50 Millionen Pfund, fällig im April 2025 und April 2026.
Nach Angaben der ruandischen Regierung bat Großbritannien zwar darum, auf die Zahlungen zu verzichten, da der Vertrag vor dem Aus stand. Ruanda zeigte sich grundsätzlich bereit – allerdings nur, wenn der Vertrag offiziell beendet und neue finanzielle Vereinbarungen getroffen würden. Solche Gespräche fanden jedoch nicht statt. Daher hält die Regierung Ruandas die Zahlungen weiterhin für vertraglich fällig.
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