Sänger Heino macht ein Zerwürfnis in der eigenen Familie publik. Das Verhältnis zu Uwe Kramm ist zerrüttet, der einzige Sohn offenbar enterbt. Dessen Frau widerspricht den Aussagen des Entertainers.
Mit 87 Jahren zieht Sänger und Entertainer Heino in einer TV-Doku Bilanz: „Heino – Karamba, Karacho, Kult!“ heißt die vierteilige Reihe, die am 13. März Premiere auf RTL Plus feierte und demnächst auch auf Vox zu sehen sein wird. Darin wird auf die jahrzehntelange Karriere des einstigen Volksmusikers („Schwarzbraun ist die Haselnuss“) zurückgeschaut, aber auch Persönliches verhandelt. Aktuell Schlagzeilen macht etwa, dass Heino (bürgerlich Heinz Georg Kramm) anlässlich der Serie im Reality-TV-Stil auch über einen seit Jahrzehnten schwelenden Familienstreit berichtet. Demnach ist das Verhältnis zu seinem Sohn Uwe seit Jahren zerrüttet, der heute 66-Jährige offiziell enterbt.
Über die Motive spricht der Sänger (über 50 Millionen verkaufte Tonträger) nun im Interview mit „Bild“: „Mein Sohn Uwe ist leider die größte Enttäuschung meines Lebens. Er hat es zu nichts gebracht, obwohl ich ihn immer unterstützt habe. Auch und gerade mit Geld, wofür ich keinen Dank erhalten habe. Uwe hat sich nie um mich und meine Frau Hannelore gekümmert“, so Heinos bitteres Fazit.
Heino: „Es ist mein Wille, dass Uwe jetzt gar nichts mehr von mir erbt“
Uwe Kramm stammt aus Heinos erster, 1959 geschlossener Ehe mit Henriette Heppner, er ist der einzige Sohn des Sängers. 1962 erfolgte die Scheidung. Die Ehe mit Heinos zweiter Ehefrau Lilo Kramm (geschieden 1978) blieb kinderlos. Die Ehe mit Hannelore, 1979 geschlossen, hielt bis zu deren Tod im Jahr 2023, auch sie blieb kinderlos.
Im Interview beklagt der gelernte Bäcker und Konditor, dass sich sein Sohn angeblich seit Jahren nicht bei ihm gemeldet habe, auch nicht anlässlich der Beerdigung von Hannelore Kramm. „Es kamen keine Anrufe von ihm, weder zu Weihnachten noch an Silvester und an keinem meiner Geburtstage.“ Offenbar, so der Senior in „Bild“, müsse er doch davon ausgehen, dass sein Sohn das Interesse an ihm verloren habe. Seine Familie sei nun die seines langjährigen Managers Helmut Werner (verheiratet, mit einem drei Jahre alten Sohn), mit der er nun gemeinsam in Kitzbühel lebe. Werner sei, so zitiert „Bild“ Heino weiter, auch als Erbe für Heinos Vermögen eingesetzt worden. „Helmut sehe ich heute als meinen Sohn an, weil er rund um die Uhr für mich da ist. Deshalb habe ich ihm auch schon zu Lebzeiten mein Vermögen vermacht. Es ist mein Wille, dass Uwe jetzt gar nichts mehr von mir erbt, denn er hat das nicht verdient und könnte auch gar nicht damit umgehen.“
„Es ging ihm nie um Geld, sondern um Akzeptanz“, sagt Uwe Kramms Ehefrau
Unterstützung bekommt Uwe Kramm von seiner Ehefrau Vera, mit der er seit 2007 verheiratet ist. Die Einschätzung ihres Schwiegervaters sei falsch, wird Vera Kramm in „Bild“ zitiert. Ihrer Darstellung zufolge gehe der Kontaktabbruch eher von Heinos Seite aus. „Man kann einen Menschen nicht immer ausschließen und dann sagen, er hätte den Kontakt abgebrochen“, so Vera Kramm in der „Bild“-Zeitung.
Sie seien weder zu Heinos 80. Geburtstag eingeladen gewesen, noch sei der Sänger zu Uwes 60. Geburtstag gekommen. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sein eigenes Kind öffentlich so demütigen kann. Ein Sohn ist doch kein Möbelstück, das man nach Belieben austauschen oder entsorgen kann! An meinem Mann ist nichts Böses oder Berechnendes. Es ging ihm nie um Geld, sondern um Akzeptanz. Und die hat er von seinem Vater nie bekommen. Dennoch steht unsere Tür Heino weiter offen – aber nicht seinem Manager Helmut Werner“, sagte Vera Kramm.
Neben Uwe Kramm hatte Heinz Georg Kramm alias Heino noch ein weiteres Kind: Petra Bell (geboren um 1969), die aus einer Jugend-Affäre des späteren Sängers hervorging. Heino erfuhr nach eigenen Angaben erst von der Existenz seiner Tochter, als Petra bereits eingeschult war. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1988 nahmen Heino und Hannelore das Mädchen auf. 2003 beging Petra Bell Suizid.
krott
Source: welt.de