Globale Energiekrise: Trump in seiner epischen Zerstörungswut

Spätestens seit diesem Wochenende ist die Welt zurück im Notfallmodus. Nach der Covid-Pandemie und dem russischen Angriff droht auch Europa die dritte Großkrise innerhalb eines Jahrzehnts. Denn nichts deutet darauf hin, dass US-Präsident Donald Trump in seiner epischen Zerstörungswut und das grausame iranische Regime Rücksicht auf die wirtschaftlichen und humanitären Konsequenzen ihres Handelns nehmen werden. Im Gegenteil: Die Energieanlagen und selbst die Wasserversorgung rücken ins Zentrum der Attacken und Drohungen.

Das Kriegsausmaß ist schon jetzt historisch: Das Ölangebot ist stärker eingebrochen als in beiden Ölkrisen der Siebzigerjahre zusammen, der Gasmarkt ist fast doppelt so stark getroffen wie nach dem Angriff auf die Ukraine, warnt der Chef der Internationalen Energieagentur gegenüber der F.A.Z. – er sieht die „größte Bedrohung der Energiesicherheit in der Geschichte der Menschheit“.

Noch gehen Optimisten davon aus, dass die Weltwirtschaft mit einem blauen Auge davonkommen kann. Doch es erscheint immer realistischer, dass eine Kaskade von Ereignissen systemische Dimensionen annehmen könnte: Dauerhaft steigende Lebenshaltungskosten, steigende Leitzinsen und staatliche Rettungspakete können zu Stagflation und hypernervösen Finanzmärkten führen. Die steigenden Risikoaufschläge für Staatsanleihen in Amerika, Frankreich und auch Deutschland sind eine Warnung dafür.

Der Krieg kostet nicht nur die unmittelbar betroffenen Menschen ihr Leben. Schon jetzt haben der verdoppelte Gaspreis und der über 100 Dollar je Fass gestiegene Ölpreis humanitäre Folgen in ärmeren asiatischen Ländern. Wenn der Krieg nicht bald aufhört, wird der Preis auch in Europa nicht allein in Euro und Cent zu bemessen sein. Wirtschaftskrisen mit steigender Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und Perspektivlosigkeit brechen Berufsbiographien und sind eng korreliert mit psychischen Erkrankungen und höheren Sterberaten.

Iran, aber vor allem Donald Trump haben in der Hand, ob es so kommen wird. Europa sollte Trump klarmachen, dass auch für ihn und seine Bevölkerung die Kosten hoch sein werden. Welchen Preis der Präsident am Ende zu zahlen bereit ist? Das weiß kein Mensch.

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