Das Geldvermögen privater Haushalte befindet sich auf Rekordniveau und soll 2025 weiter steigen. Die Versicherung Allianz rechnet mit einem Anstieg von sechs Prozent. Im vergangenen Jahr besaßen private Haushalte weltweit insgesamt 269
Billionen Euro brutto, wie der Versicherungskonzern anlässlich seiner jährlichen
Vermögensstudie Global Wealth Report mitteilte. Abzüglich von
Schulden ergab sich Ende 2024 ein Nettogeldvermögen von 210 Billionen
Euro. Das ist ein Wachstum von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
2025 soll sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren voraussichtlich verlangsamen. Mit 8,7 Prozent war das Plus im
vergangenen Jahr noch größer als im bereits starken Vorjahr mit 8 Prozent. Das Potenzial für einen Rückschlag an den Aktienmärkten sei groß, die
Unsicherheit über die US-Handelspolitik werfe zudem „Schatten auf
Investitions- und Sparentscheidungen“.
Das weltweite Brutto-Geldvermögen hat sich laut
Allianz in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Allerdings ist der Reichtum ungleich verteilt. „Obwohl Ungleichheit seit Jahren ein
wichtiges politisches Thema ist, gab es keine Fortschritte in Richtung
größerer Gleichheit“, heißt es in dem Report. Die reichsten 10
Prozent, etwa 570 Millionen Menschen in den 57 betrachteten Ländern, besitzen rund 85 Prozent des gesamten Nettofinanzvermögens.
Mit
einem Netto-Geldvermögen pro Kopf von 86.800 Euro lag Deutschland Ende
2024 auf Platz 13 der 57 Länder. Die USA als Spitzenreiter kamen pro
Kopf auf ein Netto-Geldvermögen von 311.000 Euro vor der Schweiz
(268.860 Euro) und Singapur (197.460 Euro). Schlusslicht der Rangliste
ist Pakistan mit einem Pro-Kopf-Vermögen von 630 Euro.
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