Giorgia Meloni: Die Balancekünstlerin verliert dasjenige Gleichgewicht

Als Giorgia Meloni im Oktober 2022 überraschend an die Regierung kam, war die Sorge in Europa groß. Immerhin hatte sie ihre politischen Wurzeln im italienischen Neofaschismus. Dann aber regierte sie recht unauffällig, knüpfte enge Bande mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, platzierte Getreue mitten im Herz der Brüsseler Machtapparate, bot sich als Europas Brücke zu Donald Trump an, zu dem sie seit jeher enge Beziehungen pflegt, vor allem aber gab sie Italien eine stabile Regierung. 

Sie führt inzwischen die in der Nachkriegszeit viertlängste amtierende Regierung an. Das gelingt ihr, obwohl in ihrer Koalition eine europafreundliche Partei sitzt (Forza Italia), eine russlandfreundliche Partei (Lega) und eine Trump-freundliche (Melonis Fratelli d’Italia). Und bei all dem war sie auch noch im Volk beliebt.

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