Gewinn von Daimler Truck um 34 Prozent eingebrochen

Stand: 12.03.2026 • 10:13 Uhr

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet. Das lag vor allem an den US-Importzöllen und einer damit verbundenen gesunkenen Nachfrage aus den USA.

US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika haben das Geschäft von Daimler Truck im vergangenen Jahr stark belastet. Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller brach um 34 Prozent ein. Das Konzernergebnis sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern heute mit. Neben dem Gewinn fiel auch der Umsatz um neun Prozent von 54,1 Milliarden Euro auf 49,5 Milliarden Euro.

Die Konzernspitze gab sich dennoch optimistisch: Daimler-Truck habe „2025 in einem anspruchsvollen Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten ein resilientes Konzernergebnis“ erzielt, hieß es laut Mitteilung. „Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden Geschäftsumfeld“, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström.

Marktschwäche in Nordamerika drückt auf Absatz

Herausfordernd war vor allem die sinkende Nachfrage. Der Absatz ist 2025 zurückgegangen: Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und Busse. Das entspricht einem Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Allein in Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch rund 142.000 Fahrzeuge. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.

Sparprogramm „Cost Down Europe“

Für 2026 erwartete der Konzern eine operative Verbesserung, hieß es. Das Unternehmen gab sich zuversichtlich, weil die lange Zeit lahmenden Bestellungen wieder anziehen. Der Auftragseingang stieg vergangenes Jahr um zwei Prozent auf 425.458 Fahrzeuge, im Schlussquartal zogen sie im Jahresvergleich um 13 Prozent an.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck zudem bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden.

„Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als geplant“, sagte Rådström. 2025 habe das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt, teilte der DAX-Konzern mit. Für 2026 strebe Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro an.

Daimler-Truck-Chefin verdient trotz Gewinneinbruchs mehr

Die Vergütung von Daimler-Truck-Chefin Rådström ist im vergangenen Jahr trotz des Gewinneinbruchs gestiegen. Das geht aus dem Vergütungsbericht hervor, den der DAX-Konzern veröffentlicht hat. Danach erhielt Rådström 2025 eine Gesamtvergütung von 3,2 Millionen Euro. 2024 hatte sie noch 2,85 Millionen Euro verdient. Das macht ein Plus von rund 13 Prozent.

Die Vergütung setzt sich aus einem festen und einem variablen Teil zusammen. Der Anstieg lässt sich vor allem mit einem deutlichen Plus bei der festen Grundvergütung erklären. Diese stieg von rund 813.000 Euro auf 1,3 Millionen Euro. Die variable Vergütung sank hingegen leicht.

Source: tagesschau.de