Gepanzerte Fahrzeuge angekündigtMacron will Libanon „nach Kräften unterstützen
05.03.2026, 20:24 Uhr
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Die Hisbollah greift aus dem Libanon heraus Israel an. Tel Aviv antwortet militärisch. Frankreichs Staatschef Macron stellt sich nun an die Seite Beiruts und will eine weitere Eskalation verhindern. Paris schickt Hilfsgüter und Militär-Ausrüstung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will verhindern, dass der Libanon noch weiter in den Iran-Krieg hereingezogen wird. Er habe mit den Verantwortlichen im Libanon auf höchster Ebene Gespräche geführt, um einen Plan zur Beendigung der Angriffe auszuarbeiten, die die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel derzeit auf beiden Seiten der Grenze ausführten, teilte Macron auf X mit.
Die libanesischen Behörden hätten zugesagt, die Kontrolle über die Stellungen der Hisbollah zu übernehmen und die Sicherheit auf dem gesamten Staatsgebiet vollständig zu gewährleisten. „Ich werde sie dabei nach Kräften unterstützen“, erklärte Macron. Frankreich werde seine Zusammenarbeit mit den libanesischen Streitkräften verstärken und ihnen gepanzerte Transportfahrzeuge sowie operative und logistische Unterstützung zur Verfügung stellen.
Macron äußerte sich vor einem drohenden Angriff Israels auf Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Der Iran-Krieg hatte die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah neu entfacht, als die Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ali Chamenei Raketen auf Israel schoss. Die Regierung im Libanon steht auch unter Druck, eine beschlossene Entwaffnung der Hisbollah durchzusetzen, die als wichtigster nicht-staatlicher Verbündeter Teherans gilt.
Frankreich werde die humanitäre Hilfe für den Libanon verstärken, sagte Macron. Mehrere Tonnen Medikamente seien unterwegs, ebenso wie Unterkünfte und Hilfsgüter. Frankreich ist dem Libanon als frühere Mandatsmacht traditionell eng verbunden.
Source: n-tv.de