Genf: USA und Iran unterbrechen Atomverhandlungen zum Besten von eigene Beratungen

Die USA und der Iran haben ihre womöglich entscheidenden Atomverhandlungen nach rund drei Stunden vorerst unterbrochen. Die Delegationen beider Staaten kämen in Genf nun jeweils zu eigenen Beratungen zusammen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Am Abend sollen die Verhandlungen demnach fortgesetzt werden.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass das iranische Regime Atomwaffen entwickelt. Dieses bestreitet derlei Absichten und zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert es die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Am Mittwoch hatte der Iran einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen übermittelt. 

In dem Konflikt hatte die US-Regierung den Druck auf den Iran zuletzt deutlich verschärft und schweres Kriegsgerät in die Region verlegt. Auch der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, ist weiterhin auf Kurs in Richtung Nahost. Er lief aus der Souda-Bucht auf Kreta aus, wo nach Angaben aus Militärkreisen der Aufenthalt auf dem dortigen Marine- und Luftwaffenstützpunkt der Versorgung und logistischen Unterstützung des Schiffs diente. Nach bisherigen Informationen griechischer Medien könnten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe ihr mögliches Einsatzgebiet im Nahen Osten innerhalb von 24 Stunden erreichen. Noch ist unklar, ob der Verband im östlichen Mittelmeer verbleibt oder den Sueskanal passiert, um über das Rote Meer weiter in Richtung Golfregion zu fahren.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

AtomwaffenAuslandDreiFlugzeugträgerFordGenfGeraldIranKretaMarineMedienMittelmeerNahostRRegierungUSUSA