Es macht Anleger nervös, wenn Dinge wacklig werden, die früher mal als felsenfest galten. Und dieses Jahr ist bekanntlich eine Menge ins Schwanken geraten. Erst haben die USA die Idee vom regelbasierten, offenen Welthandel sausen lassen. Dann haben sie die Hoffnung erstickt, dass sie irgendwann mal ihre gigantische Staatsverschuldung abbauen würden. Und damit einen Teil des Finanzmarkts bedroht, der für die Stabilität der Weltwirtschaft entscheidend ist: den für US-Staatsanleihen.
Vor Trump galt es als ausgemacht, dass US-Staatsanleihen der sicherste Zufluchtsort für Geldanlagen überhaupt sind, selbst wenn im Rest der Welt alles zusammenbricht. Heute kann man sich nicht mehr hundertprozentig sicher sein, dass US-Kredite zurückgezahlt werden, und falls doch, wie viel werden die Dollarpapiere dann wert sein? Seit Monaten ist der Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen im weitgehend stetigen Fall.