„Gegen die kriminelle Blockade“ – Gaza-Aktivisten mit Hilfsgütern hinauf dem Weg nachher Kuba

Propalästinensische Aktivisten, die mit Greta Thunberg bereits auf Schiffen in Richtung Gaza unterwegs waren, wollen nun Hilfsgüter nach Kuba bringen. Auch Mexiko sucht derzeit nach Wegen, um dem Land Treibstoff zu liefern.

Schiffe mit Hilfsgütern sind am Freitag (Ortszeit) von Mexiko aus in Richtung Kuba ausgelaufen. Die Aktion wird von der zivilgesellschaftlichen Initiative „Nuestra América“ organisiert, wie die mexikanische Zeitung „La Jornada“ berichtete.

An Bord eines Schiffes, das von der Halbinsel Yucatán aus in See stach, befinden sich nach Angaben der Aktivisten 30 Tonnen Hilfsgüter, darunter Medikamente und Lebensmittel sowie Solarpanels. Zwei weitere, kleinere Schiffe starteten von der Insel Isla Mujeres aus in Richtung Kuba.

Die Versorgungslage in Kuba ist derzeit verheerend. Die Wirtschaft leidet vor allem unter dem Öl-Embargo, das US-Präsident Donald Trump Anfang des Jahres verhängt hat. Vergangene Woche kam es in verschiedenen Städten Kubas zu Protesten gegen die schlechte Versorgungslage.

An Bord befindet sich auch der brasilianische Aktivist Thiago Ávila, der auch an der „Global Sumud“-Flottille nach Gaza teilgenommen hatte, hieß es auf einer Pressekonferenz. Ziel des Solidaritätskonvois sei es, dass Kuba die „Hoffnung und Widerstandskraft gegen die von der US-Regierung verhängte kriminelle Blockade“ bewahre.

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Thiago Ávila war bekannt geworden, als er im Juni 2025 gemeinsam mit Greta Thunberg auf der „Madleen“ nach Gaza reisen wollte – ebenfalls angeblich um Hilfsgüter dorthin zu bringen. In internationalen Gewässern wurde es jedoch vom israelischen Militär abgefangen.

Während die Aktivisten von „Entführung“ sprachen, rechtfertigte Israel das Vorgehen mit der Durchsetzung seiner Seeblockade. Ávila trat zeitweise in einen Hungerstreik und wurde zeitweise in Einzelhaft gehalten, bevor er schließlich nach Brasilien abgeschoben wurde.

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Ebenfalls am Freitag kündigte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum eine weitere Hilfslieferung der Marine an, um Kubas Bevölkerung zu unterstützen. Insgesamt verschiffte die mexikanische Regierung seit Februar rund 3000 Tonnen Hilfsgüter nach Kuba. Zudem suche Mexiko weiterhin nach Wegen, „wie wir den Kubanern Treibstoff liefern können, ohne dass dies negative Auswirkungen auf Mexiko hat“, betonte Sheinbaum.

Die Insel hat seit dem 9. Januar kein Öl mehr importiert. An diesem Tag erfolgte die letzte Lieferung aus Mexiko, bevor das Land unter dem Druck Trumps seine Kraftstofflieferungen nach Kuba einstellte. Kuba verfügt zwar als eines der wenigen karibischen Länder über eine eigene Erdölindustrie, fördert jedoch nur rund 40 Prozent des Eigenbedarfs.

epd/kami

Source: welt.de

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