Gazafriedensverhandlungen: Erdoğan sitzt jetzt in jener ersten Reihe

Das Flugzeug des türkischen Staatspräsidenten kreiste über dem Roten Meer. Statt im Badeort Scharm al-Scheich zu landen, war es beim Anflug kurz vorher über die Bahn hinausgeschossen. So stand es zumindest in der türkischen Presse. Recep Tayyip Erdoğan war am Montag nach Ägypten aufgebrochen, um dort mit fast 30 weiteren Staats- und Regierungschefs die Vereinbarung für eine Waffenruhe in Gaza zu feiern. Dann gab es Probleme an Bord – nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Diplomatie.

Türkische Medien berichteten, dass Erdoğan noch aus der Luft gedroht habe: Er werde zurück nach Ankara fliegen, wenn es stimme, dass der israelische Premierminister auch nach Ägypten komme. Erdoğan verteufelt Benjamin Netanjahu seit Beginn des Kriegs in Gaza. Mal nennt er ihn „Hitler“, mal einen „Terroristen“, mal einen „Wahnsinnigen“, der einen Genozid befehlige. Über der Botschaft in Tel Aviv weht zwar immer noch die türkische Flagge, Erdoğan will aber nicht mit dem Premier gesehen werden. Der Gastgeber in Scharm al-Scheich, der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sissi, müsse sich also entscheiden: Erdoğan oder Netanjahu.

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